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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau: Papa „Podde“ pausiert bis zum Jahresende
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14:33 02.12.2018
Toni Podpolinski pausiert bis zum Jahresende. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

„Hey, Podde hey!“ Der Fan-Ruf, er ist schon seit Wochen im Wohnzimmer der Schwartauer Zweitliga-Handballer nicht mehr zu hören. Auch beim Spiel gegen den TV Großwallstadt schaute Toni Podpolinski seinen Kollegen von der Tribüne aus zu – und das wird vorerst auch so bleiben. „Ich habe mit dem Trainer vereinbart, bis zum Jahresende nicht mehr zu spielen, mich langsam wieder ranzupirschen“, erzählt der 31-Jährige, um gleich zu versichern: „Es ist alles im grünen Bereich, alles gut.“ Denn da sind immer noch die Gedanken an den Lymphdrüsenkrebs, die Krankheit, die er vor zwei Jahren besiegt hat.

Familienglück – die Zwillinge Jon und Elin

Unterwegs mit den Zwillingen: Toni Podpolinski. Quelle: hfr

„Seit der Therapie habe ich einen Antikörper-Mangel. Wenn andere einen Infekt in drei Tagen hinter sich haben, dauert das bei mir ein, zwei Wochen“, erzählt der Linkshänder. Ein freudiges Familienereignis hat ihm ebenfalls zugesetzt. Seit die Zwillinge Jon und Elin (fünf Wochen alt) da sind, „ist von mir alles abgefallen, die Anspannung, der Druck, alles.“ Zwei Tage später hatte er auch schon einen Infekt. Doch Handball, Studium (internationales Management), vor allem die zwei kleinen Zwerge forderten ihn und seine Frau Jana weiterhin. „Kaum auf dem Damm, hatte ich einen Rückschlag, lag mit Fieber noch einmal 14 Tage flach“, erzählt „Podde“.

„Lag drei Wochen mit Fieber flach“

An Training war in der Zeit nicht zu denken. „Von vier Wochen lag ich drei mit Fieber flach.“ Am Montag setzt er nach einem Monat wieder seine ersten Trainingsschritte, startet mit Athletikcoach Uwe Wilts seine Aufbaueinheiten. Podpolinski gibt zu: „Das ist lästig, dass es nicht vorwärts geht. Das nervt mich tierisch. Aber ich habe gelernt, geduldig zu sein.“

Gedanken über das Karriere-Ende

Papa „Podde“ genießt außerdem sein Glück im Doppelpack. „Die Zwillinge sind super lieb. Jana geht es auch gut. Doch die beiden fordern uns schon sehr. Da bleibt kaum Zeit für andere Sachen.“ So kommt es schon mal vor, dass er nachts um halb drei WhatsApp-Nachrichten verschickt. „Da habe ich beim Flasche geben Zeit“, erzählt er schmunzelnd. Der Handball ist in den Momenten weit weg. Ab Sommer vielleicht gänzlich. Sein Vertrag läuft aus. „Podde“ trägt sich mit dem Gedanken, seine Handballschuhe an den Nagel zu hängen.

Jens Kürbis

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