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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau auf der letzten Rille
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22:57 26.05.2018
Kein Durchkommen: Auch Sebastian Damm fand in der zweiten Hälfte auf Linksaußen keine Lücken in Balingens Abwehr, wird hier vom Ex-HSV-Hamburger Matthias Flohr (l.) und Gregor Thomann gestoppt. Quelle: Moschkon
Balingen

Die letzte weite Tour der Saison, die noch einmal 800 Kilometer hinunter an den Rand der Schwäbischen Alb, endeten nicht mit dem erhofften neunten Auswärtssieg. Und als sich die „müden Krieger“ gegen 21 Uhr auf den gut zehnstündigen Rückweg machten, musste Trainer Torge Greve anerkennen: „Das war insgesamt sicher eine verdiente Niederlage, aber die Jungs haben noch einmal Charakter gezeigt, nach besten Kräften gegengehalten.“

Das Problem: Die Kräfte bei den VfLern waren schließlich verbraucht, weil der Kader ohne Hansen und Podpolinski ohnehin ausgedünnt war. Aber auch Akerman (konnte nach seiner Verletzung aus der Vorwoche doch noch nicht wieder spielen) und Christoph Schlichting (Magen-Darm-Infekt) fehlten. Zudem klagte Pavel Genda früh über Fußschmerzen, Antonio Metzner verletzte sich an der Schulter, und Jan Schult hatte einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. So waren die VfLer froh, als sie im Mannschaftsbus die Beine hochlegen konnten.

Greve war zum Improvisieren gezwungen. Abwehrchef Martin Waschul teilte sich die Spielzeit auf Rückraum Mitte mit Tim Claasen, Jasper Bruhn spielte nach einer ersten Halbzeit auf Rechtsaußen schließlich noch im Rückraum. „Sie haben das wirklich nicht schlecht gemacht“, zollte Greve seinem Team viel Lob. Und doch gab es schlechte Phasen, in denen die Balinger in ihrem letzten Saisonheimspiel die entscheidenden Vorsprünge herauswarfen.

Zu Beginn passte es beim VfL: Metzner mit dem ersten Tor, zweimal Genda, ein 3:1 nach fünf Minuten. Dann aber hatte sich der HBW eingestellt auf die Abläufe, packte kräftiger zu, provozierte Ballverluste und Fehlversuche der Schwartauer, die der Gastgeber per Gegenstoß zu einfachen Toren nutzte – der VfL mit dem ersten Durchhänger mit lediglich zwei verwandelten Siebenmetern von Thees Glabisch, aber 15 Minuten lang keinem Treffer aus dem Spiel heraus.

Bis schließlich Jan Schult die Torflaute mit seinem Treffer zum 6:9 (20.) beendete. Doch Balingens tschechischer Torwart Tomas Mrkva blieb das Problem, ragte mit acht Paraden bis zur Halbzeit heraus. Erst in der Schlussphase gelang es dem VfL, sich wieder heranzuwerfen, glich kurz vor dem Pausensignal durch Schult sogar wieder aus (11:11). „Doch die Phase direkt nach Halbzeit haben wir nicht mehr weggesteckt“, musste Greve nach dem 0:4-Lauf zum 11:16 (39.) einräumen.

Die Stimmung in der mit 2030 Zuschauern gut gefüllten Halle (immerhin feierte Fußball-Oberligist TSG Balingen nicht weit entfernt seinen Regionalliga-Aufstieg) wurde ausgelassener, die HBW-Abgänge (darunter der künftige VfLer Sigtryggur Daði Rúnarsson) erlebten so schließlich eine würdige Verabschiedung. Und Greve wünschte sich ein ähnlich stimmungsvolles Szenario in einer Woche in Lübeck. „Da werden wir allen Wehwehchen zum Trotz nochmal alles reinhauen für einen schönen Abschluss.“ Und für Tabellenplatz drei.

ing

Statistik zum Spiel

HBW: Mrkva 1. -58./16 Paraden), Baumeister (ab 58./1) - Schonningsen, Foth 2, Wagner 3, Flohr, Hausmann 2, G. Thomann 7/3, Nothdurft, Runarsson, Gretarsson 4, Strobel 2, Schoch 5, Spohn, Saueressig 1, J. Thomann. 

VfL: Klockmann (1. - 55./8 Paraden/davon 1 Siebenmeter), Mallwitz (ab 55./1) - Glabisch 4/3, Lauenroth 2, Genda 4, Waschul 1, Ranke, Schult 2, Damm, Köhler 2, Claasen 1, Bruhn, Metzner 6. 

Siebenmeter: 4/3 – 4/3. Zeitstrafen: 3 (Schoch nach 3. Foul disqualifiziert) – 2. 

Spielfilm: 2:3 (6.), 5:3 (9.), 9:4 (15.), 11:11 (30.), 12:11 (HZ) – 16:11 (38.), 16:13 (41.), 20:16 (49.), 22:17 (51.), 24:21 (57.), 26:22 (60.).

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