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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau beantragt Erstliga-Lizenz
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19:36 20.03.2019
Wurde am letzten Spieltag von der „Handballwoche“ in die Mannschaft der Woche gewählt, seine Zukunft beim VfL ist dennoch ungewiss: Kreisläufer Steffen Köhler. Quelle: Agentur 54°
Lübeck

Fünf Siege in Folge und am Freitag kommt der Tabellendritte Nordhorn-Lingen in die Hansehalle (19.30 Uhr). Der Lauf der Lübeck-Schwartauer VfL-Handballer elektrisiert die Fans. Knapp 2000 Tickets sind schon im Vorverkauf weg. „Ich erwarte eine ausverkaufte Halle“, sagt VfL-Manager Michael Friedrichs, „auch ein geiles Spiel. Allein der Blick auf die Tabelle reicht dafür.“ Nordhorn ist einen Zähler vom Aufstieg weg, der VfL sechs. Hat Friedrichs die erste Liga noch im Blick? „Derzeit nicht. Rang zwei ist noch zu weit weg.“ Noch . . .

Erstliga-Stichtag am 31. März

Aber der VfL wäre darauf vorbereitet, will die Lizenzunterlagen für die erste Liga einreichen. Stichtag dafür ist der 31. März. „Es wäre fahrlässig, dies nicht zu tun“, sagt Friedrichs. Die Frist für die 2. Liga ist schon am 1. März verstrichen. „Wir haben pünktlich abgeliefert. Das war ein umfassendes Paket, so um die 50 Seiten“, berichtet Maik Becker. Der Geschäftsstellenleiter hat beim VfL den „Lizenz-Hut“ auf.

Haben in Sachen Lizenz beim VfL den Hut auf: Geschäftsführer Michael Friedrichs und Geschäftsstellenleiter Maik Becker. Quelle: Agentur 54°

Und er ist sich mit Friedrichs sicher: „Wir bekommen die Lizenz ohne Auflagen.“ Das von der Handball-Bundesliga (HBL) geforderte Paket ist dabei noch umfassender als in den Jahren zuvor. Die Unterlagen reichen von Erklärungen über Spielerverträge, Personalkosten, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Jahresabschlüssen bis hin zu infrastrukturellen Kriterien. Und das sind die wichtigsten Eckdaten dazu:

Baustelle auf Halbrechts

Kader: Der VfL plant mit einem 17-bis 18-köpfigen Kader. Offen sind noch die Personalien Jonas Ottsen (Rückraum) und Steffen Köhler (Kreis), deren Verträge auslaufen. Und: Es gibt noch Vakanzen auf Linksaußen (Damm zum Bergischen HC) und Halbrechts (Metzner nach Erlangen, Podpolinski Karriere-Ende). Zudem muss sich Neu-Chefcoach Piotr Przybecki zu seinem Trainer-Team erklären. „Bis Ostern will ich alles vom Tisch haben. Ich bin mit Piotr darüber im engen Austausch“, sagt Friedrichs.

Kommt am 1. Juli als neuer Trainer: Ex-Bundesliga-Profi Piotr Przybecki. Quelle: Agentur 54°

VfL plant mit rund 1,4 Millionen Euro

Etat:„Zu Zahlen sage ich nichts“, betont Friedrichs. Diese Saison hat der VfL mit 1,2 Millionen Euro geplant, ab Juli sind es geschätzte 1,4 Millionen. Erklärtes Ziel ist, zu wachsen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Das Gros des Etats, „rund 75 Prozent“ (Becker) sind Personalkosten (ca. 25 Personen/Spieler, Cheftrainer, Geschäftsstelle mit zwei Festangestellten, Minijobbern und freien Mitarbeitern).

Sponsoren: Den Topf speisen mehr als 100 Sponsoren. Den Löwenanteil mit mehr als 350 000 Euro stemmen elf Hauptsponsoren – Kaufhaus Stolz, Klub 111, Sparkasse zu Lübeck, Stadtwerke Lübeck, Care Integral/Unizell, Jacob Cement, Flughafen Lübeck/Euroimmun, Viactiv-Krankenkasse, LEG.

Wirtschaftlicher Träger: HM Handball Marketing GmbH & Co. KG. Oberstes Entscheidungsgremium ist der Beirat (Vorsitzender: Thomas Bargemann/Provinzial-Versicherungsagentur Lübeck-Centrum). Der VfL Bad Schwartau e.V. bringt die Lizenz und die Bürgschaft (20 000 Euro) ein.

Aktueller Zuschauerschnitt: 1924 Fans

Zuschauer:Im neuen Jahr kamen zu den drei Heimspielen stets mehr als 2000 Fans. Der aktuelle Schnitt: 1924. Friedrichs: „Wir planen mit 1850 Zuschauern konservativ.“ Das sind 50 mehr als im Vorjahr. Aufgrund der Verkleinerung der Liga sind es dann nur 17 Heimspiele.

Auflagen: „Wir haben die HBL-Auflage erfüllt, unser negatives Eigenkapital zum 31. Dezember um weitere zehn Prozent abzusenken“, sagt Friedrichs. Zahlen will er nicht nennen. Im Juli 2016 war das noch anders. Da hieß es, bis Ende 2019 müsse das Minus um 60 000 Euro auf 140 000 Euro abgebaut werden. Sonst droht, laut HBL-Satzung, ein Punkte-Abzug. Beim VfL ist das unter „Sanierer“ Friedrichs kein Thema. Da wird mittelfristig – auch finanziell – eher in Richtung erste Liga geschaut.

Jens Kürbis

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