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VfL Lübeck-Schwartau VfL Lübeck-Schwartau bezwingt Dessau und bleibt im Aufstiegsrennen
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22:29 23.02.2018
Thees Glabisch (Nr. 2, VfL Luebeck Schwartau) jubelt freut sich über sein Tor. Quelle: Schaffrath/Agentur 54°
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Lübeck

Aus der VfL-Kabine dröhnte „Ballermann“-Musik, davor stand ein sichtlich erleichterter Trainer Torge Greve: „Das war ein hartes Stück Arbeit. Dessau hat das sehr clever, diszipliniert gemacht. Doch meine Jungs haben den Kopf oben behalten.“ Auch Rechtsaußen Jasper Bruhn, der 63 Sekunden vor dem Abpfiff für das erlösende 26:23 gesorgt hatte, war froh: „Das war ein zerfahrenes Spiel. Aber zum Glück haben wir die Kurve gekriegt.“

Hansehalle erneut ausverkauft, Damm verlängert Vertrag

 Eine im zweiten 2018-Heimspiel erneut ausverkaufte Hansehalle. Ein Sebastian Damm, der via Hallenmikro bekanntgab, dass er seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 verlängert. Und ein Janik Schrader, das VfL-Talent, der in der A-Jugend alles kurz und klein wirft, der zum ersten Mal im Kader stand. Eine Entscheidungshilfe? Denn dem von anderen Bundesligisten umworbenen 18-Jährigen liegt ein unterschriftsreifer Dreijahresvertrag vor. Kurzum: Es war angerichtet für einen tollen Handball-Abend.

Und zunächst sah auch alles danach aus. Der VfL startete stark. Die Trümpfe, Abwehr und Dennis Klockmann im Tor, stachen. Vorn wirbelte Toni Podpolinski, zerrte Jan Schult an den Ketten, setzte sich der VfL über eine konsequente zweite Welle ab (5:2/11.). Doch Dessau, das fünftbeste Auswärtsteam der Liga, entpuppte sich schnell als Spielverderber. An der giftigen, die Räume klug zustellenden DRHV- Abwehr rannten sich Akerman & Co. fest oder scheiterten am Keeper. Rechtsaußen Julian Lauenroth ließ so zweimal glasklare Chancen aus. „Da verspielen wir eine klare Führung“, monierte Greve. Da auch der zweite Anzug nicht passte, Neuzugang Pawel Genda noch wie ein Fremdkörper im VfL-Spiel wirkte, robbte sich Dessau ran. Die Pausenführung – glücklich. Bruhn traf in den Schiri-Pfiff hinein aus gut elf Metern zum 11:10.

 Waschul: "Ich war tiefenentspannt"

 Doch Dessau war davon unbeeindruckt. Die Anhaltiner trafen per Doppelschlag zum 14:12 (37.). Da auch die Fans kein Feuer entfachten, griff sogar Warm-Up-Einpeitscher „Schoppi“ Schoppenhauer spontan zum Mikro: „Jetzt gehts ab hier. Wir brauchen euch! VfL!“ Es half. Ein Siebenmeter (Lauenroth) zwei Konter (Schult, Glabisch) – die Partie war wieder gedreht (15:14). Die Wende? Denkste! Es blieb ein Auf und Ab. Es wurde ein Nervenspiel, ein Tor um Tor, ein Zahn um Zahn, bei dem Dessau wieder vorlegte (19:18/47.). „Doch das macht bei uns keinen mehr nervös. Ich war da tiefenentspannt. Wir glauben an uns“, erzählte Martin Waschul später. Und der Käptn behielt Recht. Antonio Metzner sorgte für die erste Zwei-Tore-Führung (22:20/53.). Entscheident. Der VfL jetzt abgezockt, gnadenlos, bestrafte Dessauer Fehler. Thees Glabisch (starkes Comeback) traf zum 23:20 (54.). Schult (in Unterzahl) und erneut Glabisch legten zum 25:22 (58.) nach. Alles per Tempogegenstoß. Schwartau konterte Dessau aus.

„Die Breite des Kaders hat uns den Sieg gebracht“, sagte Greve und meinte damit die Treffer von Metzner, Bruhn und Glabisch. Greve: „Die Nadelstiche saßen.“ Die nächsten sollen morgen folgen. Dann folgt Teil zwei des Doppelspieltages – in Hagen.

Von Jens Kürbis

Die Statistik zum Spiel

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1.-60./7 Paraden/2 Siebenmeter), Mallwitz – Glabisch 3, Lauenroth 6/5, Genda 1, Podpolinski 1, Akerman 2, Ranke 2, Waschul 1, Schult 6, Köhler, Schrader, Claasen, Schlichting, Bruhn 3, Metzner 1.

Dessau-Roßlauer HV: Ambrosius (1. - 60./13 Paraden), Döhler (ein Siebenmeter) – Pavlicek 1/1, Vanco 1, Sohmann 5/1, Sliwka, Pfeiffer 1, Hanisch 3, Wasielewski 6, Schmidt 1, Hönicke 3, Zimmermann, Stryc, Hanner, Zahradnicek 2.
ZUschauer: 2176 (ausverkauft)
SR.: Karamuk/Seliger

Siebenmeter: 5/5 - 4/2 (Sohmann und Hönicke scheitern an Klockmann). Zeitstrafen: 5 -4. Spielfilm: 1:2 (3.), 5:2 (11.), 9:6 (21.) , 10:9 (28.), 11:10 (HZ) – 12:14 (37.), 15:14 (39.), 16:17 (45.), 20:19 (50.). 25:23 (58.), 26:23 (Ende).

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