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VfL Lübeck-Schwartau VfL fordert Spitzenreiter Coburg
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau VfL fordert Spitzenreiter Coburg
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19:05 01.11.2018
Jan Schult ist wegen des Ausfalls von Pawel Genda im linken Rückraum besonders gefordert. In der Vorsaison steuerte er in der Hansehalle sechs Volltreffer zum 25:22-Sieg gegen Coburg bei. Quelle: 54°/Christian Schaffrath
Lübeck

Unter dem Aspekt einer möglichst schnellen Wiedergutmachung kam die Länderspielpause nicht gelegen: Wenn die Handballer des VfL Lübeck-Schwartau jetzt (Freitag, 2.11., 19.30 Uhr) gegen Spitzenreiter HSC Coburg antreten, ist es 13 Tage her, dass beide Teams zuletzt um Zweitliga-Punkte spielten – und jeweils leer ausgingen.

Während dem VfL bei Erstliga-Absteiger TV Hüttenberg eine starke zweite Halbzeit nicht reichte, um die vierte Saisonniederlage zu verhindern (22:25 nach einem 7:14 zur Halbzeit), verloren die Coburger vor Heimkulisse gegen TuSEM Essen erstmals (29:30). Die Spitzenposition büßten sie dennoch nicht ein. Schließlich hatten die Oberfranken zuvor nur einmal Remis gespielt, ansonsten alles gewonnen.

Coburg-Coach Gorr baute fünf Neue schnell ein

Trotz immerhin fünf Neuzugängen, die HSC-Trainer Jan Gorr aber schnell einzubauen verstand. Christoph Neuhold (24 Jahre/bisher 44 Saisontore) kam vom ASV Hamm, Max Jaeger (21/24) und Marcel Timm (20/8) vom VfL Gummersbach, Torwart Konstantin Poltrum (24) aus Konstanz und Pontus Zetterman (24/34) von Erstliga-Absteiger N-Lübbecke. Ausgewählt getreu dem Credo „Talent und Erfahrung Hand in Hand“, das die Verantwortlichen als den „Coburger Weg“ definieren, ist jede Position mit einem Talent besetzt, das von einem erfahrenen Spieler lernen, aber zugleich auch Druck aufbauen soll. Jakob Knauer und Timm beispielsweise gehören zum deutschen U21-Nationalkader, waren während der Länderspielpause zum Lehrgang. Neuhold hingegen spielte für Österreichs A-Team.

So wie Schwartaus Pawel Genda für Polen spielen sollte. Doch nach seinem Nasenbeinbruch ist an Handballspielen nicht zu denken. Er wird gegen Coburg ebenso fehlen wie Jungvater Toni Podpolinski (krank), Marcel Möller (Rückenprobleme) und Markus Hansen (Innenbandverletzung).

VfL-Coach Greve muss vier Ausfälle verkraften

VfL-Trainer Torge Greve hätte gern mehr Möglichkeiten, wäre gern „noch flexibler“. Doch vier Stammkräfte fallen aus. Quelle: 54°/Christian Schaffrath

„Schade“, bedauert VfL-Trainer Torge Greve, „mit den Vieren wären wir natürlich noch flexibler gewesen. Aber auch so wollen wir uns im Heimspiel gut präsentieren, gegen das aktuell beste Team der Liga punkten. Ich vertraue da auch auf die Zuschauer. Denn klar ist: Gegen diese ausgebufften Coburger brauchen wir sie besonders.“

Weil Genda fehlt, wird es im linken Rückraum auf Jan Schult ankommen. Hauptsächlich. „Ich denke, ich werde mir das mit Martin Waschul aufteilen, wir werden wohl beide viel spielen, sind auch in der Abwehr mehr gefordert“, weiß der dienstälteste VfLer (seit 2009), dem die Länderspielpause sehr gelegen kam. Nach seiner Meniskus-OP wenige Tage vor dem Saisonstart und sechswöchiger Pause, hatte er zwar schon am 3. Oktober sein Comeback gefeiert. „Doch anfangs war das schon schwer“, hat auch „Schulle“ erkennen müssen, dass noch die alte Stärke und Torgefahr fehlte. „Erst in den Wochen danach habe ich mich in den Trainingsumfängen kontinuierlich gesteigert, bin jetzt wieder voll dabei, absolviere das gleiche Pensum wie die anderen Spieler.“ Dass dabei sein Knie „nicht hundertprozentig okay“ ist, er ob eines Knorpelschadens an Tagen nach extremer Belastung „auch schon mal Schmerzen“ spürt, spielt keine Rolle: „Wenn’s richtig erwärmt ist, geht es ohne Probleme.“ Eine besondere Verantwortung sieht der 32-Jährige indes nicht auf sich ruhen: „Wir haben ja auch noch andere Leute, die’s drauf haben.“

Metzner setzt auf Hansehallen-Unterstützung

Beliebt bei den Fans, gefürchtet von den Gegnern: Antonio Metzner will nach seinem öffentlich gewordenen Wechsel im kommenden Sommer zu Erstligist Erlangen wieder „Vollgas geben“ für den VfL. Quelle: 54°/Felix Koenig

Einer davon ist Antonio Metzner. Der 2,07-m-Linkshänder will nach seinem angekündigten Wechsel im Sommer nach Erlangen (und diesbezüglichen Misstönen hinter den Kulissen) wieder „mit voller Leidenschaft und viel Herzblut“ zum Erfolg beitragen. „Coburg hatte ich, auch wegen ihrer vielen Neuzugänge, vor der Saison nicht so auf dem Schirm. Aber sie spielen einen krassen, starken Handball“, sagt Metzner. „Wir müssen sie mit unserer großen Stärke, der Abwehr, stellen und zu Fehlern zwingen. Und mit Unterstützung der Fans werden wir wie immer in der Hansehalle Vollgas geben – und dann wieder Spaß haben“, ist auch er zuversichtlich.

Vor dem Spiel

Anwurf: Fr., 2. November, 19.30 Uhr, Hansehalle.

Einlass: ab 18.30 Uhr.

Karten: 1700 Tickets im Vorverkauf weg; Abendkasse: ab 18 Uhr.

Bisherige Spiele: 6 Partien seit 2014 (3 VfL-Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen); in der Hansehalle zwei VfL-Siege und ein Remis.

Info Coburg: 2015 erstmals Aufstieg in eingleisige 2. Liga, 2016 Aufstieg 1. Liga als Tabellendritter; sofortiger Wiederabstieg als Tabellenletzter; vergangenen Saison Tabellenplatz 4 (vier Punkte hinter dem VfL); bisherige Auswärtsbilanz: 4 Spiele, 3 Siege (33:25 in Aue, 22:21 in Hüttenberg, 35:21 Emsdetten), ein Remis (25:25 Rhein Vikings); bester Werfer: Rechtsaußen Florian Billek (73 Treffer/28 Siebenmeter).

Einlaufkinder: VfL Rethwisch (wbl. Jugend D).

Infostand: „Amplifon – Hörgeräte rund ums Hören“. Livestream: www.sportdeutschland.tv ab 19 Uhr

Jens Kürbis und Christian Schlichting

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Der VfL Lübeck-Schwartau erwartet am Freitag den HSC Coburg in der Hansehalle – es ist das Spiel des besten Heimteams der 2. Handball-Bundesliga gegen den Spitzenreiter. VfL-Trainer Torge Greve erwartet erstmals in dieser Saison „mehr als 2000 Zuschauer“. 1600 Karten sind bereits im Vorverkauf weg.

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