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VfL Lübeck-Schwartau VfL gegen Magdeburg ohne Chance
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22:10 18.08.2018
Wurfversuch abgebrochen: Jan Schult und seine Nebenleute (rechts Steffen Köhler) kamen gegen Magdeburgs Deckung um Piotr Chrapkowski und Carlos Molina (l.) zu selten durch, waren letztlich chancenlos. Quelle: Foto: Werner Kaiser
Hildesheim

„Es wäre vermessen zu sagen, dass wir das Spiel gewinnen“, hatte VfL-Trainer Torge Greve das Kräfteverhältnis zwischen seinem Team, Dritter der vergangenen Zweitliga-Saison, und dem Erstliga-Vierten aus Magdeburg zuvor beschrieben. Und als Motto für das ungleiche Duell ausgegeben: „Wichtig ist, dass wir uns hinterher nichts vorwerfen müssen.“ Doch Greve war hinterher nicht zufrieden: „Wir haben es nicht geschafft, Magdeburg an die Grenzen zu bringen, haben nicht das geleistet, was wir können.“

Nach einer ersten Parade von VfL-Torwart Dennis Klockmann, der an alter Wirkungsstätte (spielte bis 2014 in Hildesheim) gleich auf Betriebstemperatur war, und dem 1:0 durch Jan Schult dauerte es bis zur fünften Minute, ehe der SCM erstmals eine Lücke im VfL-Abwehrverband fand und durch Christian O'Sullivan ausglich.

Ab der 15. Minute aber schlichen sich beim VfL technische Fehler und zunehmend mehr Fehlwürfe ein, so dass die Magdeburger im Laufe des Spiels schließlich „fast 20 Tore über erste und zweite Welle“ (Greve) erzielten. So setzte sich der Tabellenvierte der vergangenen Erstliga-Saison kontinuierlich ab, lag bereits zur Halbzeit mit neun Toren vorn. Beim VfL „fehlte die letzte Bereitschaft, sich dagegen zu wehren“, befand Greve, der auch den „Esprit“ vermisste, mit dem seine Mannschaft noch am Dienstag gegen den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt (27:36) überzeugt hatte. Immerhin wusste sich Marino Mallwitz in der zweiten Halbzeit mit einigen Paraden, darunter zwei Siebenmeter, zu empfehlen, Tim Claasen sorgte für eine Belebung des VfL-Angriffspiels. In der Abwehr aber fehlte es an der nötigen Härte, um das Spiel des Champions-League-Siegers von 2002 erfolgreicher zu unterbinden.

„Jetzt gilt es, das Spiel zu analysieren und dann aber auch abzuhaken“, wollte Greve die Partie nicht zu tief einwirken lassen. Klar aber ist, dass sein Team beim Zweitliga-Saisonauftakt am kommenden Samstag (19 Uhr) in der Hansehalle gegen Bahlingen-Weilstetten deutlich engagierter und konzentrierter zu Werke gehen muss.

Im Finale von Hildesheim fordert heute die heimische Eintracht nach einem 26:18 (11:7) gegen Drittliga- Konkurrent Hannover-Burgwedel den SCM – und dürfte ähnlich chancenlos sein wie gestern der VfL.

Statistik zum Spiel

SC Magdeburg: Green, Quenstedt - Musa 4, Chrapkowski 2, Musche 5/1, Kluge 1, Pettersson 2, de la Peña 2, Jiménez 2, Christiansen 2, Lagergren 2, O’Sullivan 1, Bezjak 1, Weber 7/1, Damgaard .

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. bis 32./7 Paraden/1 Siebenmeter), Mallwitz (ab 32./6/2) - Glabisch 2/1, Genda, Hansen 2, Ranke 4, Schult 2, Köhler, Kretschmer 1, Claasen 2, Runarsson , Möller, Bruhn, Metzner 4.

Siebenmeter: 2/5 -1/1. Zeitstrafen: 2/0.

Spielfilm: 5:3 (10.), 7:4 (13.), 11:6 (23.), 16:7 (29.) HZ – 18:8 (33.), 21:9 (37.), 22:12 (44.), 24:15 (50.), 30:16 (58.), 31:17 (60.).

Christian Schlichting

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