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VfL Lübeck-Schwartau VfL patzt zum Finale und verpflichtet Spielmacher Pankofer von Aufsteiger Erlangen
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau VfL patzt zum Finale und verpflichtet Spielmacher Pankofer von Aufsteiger Erlangen
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20:02 25.05.2014
Uwe Kalski setzt sich gegen seine Gegenspieler durch. Quelle: Felix König
Lübeck

Der Tank ist leer. Schwartaus Handballern ging am Ende einer langen Saison die Puste aus. In einem munteren Spielchen gaben die Gäste aus Aue  bis zur Pause den Ton an, doch Schwartau kam mit Schwung aus der Kabine, ging nach einem Siebenmeter von Christian Schwarz mit  15:14 (36.) in Front. Es sollte die letzte Führung bleiben. Was jetzt folgte, war ein Fehlerfestival. Vorn zogen Schult & Co. Fahrkarten, fehlte ohne den verletzten Marcel Schliedermann die Ordnung, landeten Bälle im Nirwana oder in den Fängen des überragenden Petursson im EHV-Tor. Und der VfL-Trumpf, die Abwehr ging im Torwirbel von Brykner (10) und Meinhardt (7) unter. Nach fünf Gegentreffern in Folge war die Partie beim 17:25 (48.) entschieden, der Rückstand zu groß. In der Phase verletzte sich auch noch Kreisläufer Henning Quade, scheiterte Schwarz per Siebenmeter. Nichts lief mehr,  beim 18:30 (58.) war schließlich alles aus.

Respekt! Trotz des hohen Rückstandes applaudierten die 1780 Zuschauer die letzten zwei Minuten. Standing Ovations für eine tolle Saison. Nur Kapitän Martin Waschul konnte sich nicht so richtig freuen: „Das war peinlich. Wir haben uns ergeben, und das kotzt mich an. Die wirklich gute Saison endet so mit einem faden Beigeschmack.“ Auch Trainer Torge Greve fand es „schade. So ein Abschluss hinterlässt einen blöden Eindruck.“

Die positive Botschaft: Nach Außen Patrick Wischniewski (27/Henstedt-Ulzburg) hat der VfL seine Baustelle auf der Spielmacherposition geschlossen und den erfahrenen Daniel Pankofer (34) als Schliedermann-Ersatz vom Aufsteiger HC Erlangen für zwei Jahre verpflichtet. „Es ist mein Wunschspieler, eine Topverpflichtung – und das zu dem späten Zeitpunkt“, freute sich Greve, der Sportchef Michael Friedrichs dankte: „Friedel hatte die Idee, hat den Kontakt geknüpft. Sein Netzwerk ist goldwert für uns.“

Und nach der Partie wurde im Foyer mit den Fans gefeiert, mit der Band „Paint“, Freibier und Trikot-Versteigerungen. Für ein Quintett (Fritsch, Kalski, Schliedermann, Panzer, Kretschmer) war es auch der Abschied vom VfL. Gefragtester Mann: Publikumsliebling Ariel Panzer, dem bei der Verabschiedung nach vier Jahren sogar Tränen in den Augen standen.

Jens Kürbis

 

Statistik

VfL Bad Schwartau: Panzer (1. - 51./11 abgewehrte Bälle), Noel (ab 51./2) – Schwarz 4/4, Podpolinski, Kardel, Fritsch, Waschul 1/1, Schult 7, Claasen 1, Tretow, Kretschmer 2, Kalski 4, Quade, Bruhn 1.

EHV Aue: Musil (1. - 30./7 abgewehrte Bälle), Petursson (ab 30./10 abgewehrte Bälle + 1 Siebenmeter) – Schäfer 1, Meinhardt 7/1, Roch 4, Hansen 3, Brykner 10, Sigtryggsson 1, Faith 2, Gunnarsson, Kempe 3.

Siebenmeter: 6/5 - 1/1.

Zeitstrafen: Quade, Schult, Waschul - Gunnarsson, Kempe, Brykner.

SR.: Karamuk/Seliger.

Z.: 1780.

Spielfilm: 1:2 (5.), 2:5 (10.), 6:7 (15.), 6:9 (19.), 10:13 (26.), 12:13 (28.), 13:14 (HZ) – 15:14 (36.), 15:19 (40.), 17:23 (46.), 17:25 (48.), 18:28 (54.), 18:30 (58.), 20:31 (Ende).

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