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VfL Lübeck-Schwartau „Volle Wucht westfälisch“
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau „Volle Wucht westfälisch“
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20:20 20.12.2018
Oliver Milde ist beim ASV Hamm mit 51 Treffern bester Werfer aus dem Feld. Quelle: imago/Eibner
Lübeck

Es ist fast ein Jahr her. „Auswärts in Coburg, am 26. Dezember, ich erinner’ mich genau.“ Es war das letzte Spiel von Oliver Milde im Trikot des VfL Lübeck-Schwartau. Nach dreieinhalb Jahren folgte der überraschende Aufstieg in die erste Liga zu den Füchsen Berlin, der dem VfL im Januar immerhin stolze 50 000 Euro Ablöse in die Kasse spülte. Schon damals stand fest, dass der 25-jährige Torjäger im Sommer zum Zweitligisten Hamm wechseln würde. Am Freitag erwartet er mit dem ASV zum Abschluss der Hinrunde sein Ex-Team (19.15 Uhr).

Milde: „Es läuft noch nicht rund“

„Ich freue mich riesig, die VfL-Jungs wiederzusehen“, sagt Milde. Seit Juli ist er in Hamm. „Das Team ist top. Nur sportlich läuft es noch nicht rund“, gibt Milde zu. Denn mit Platz sechs und 22:14 Zählern – punktgleich mit Schwartau – hinkt der ASV dem eigenen Anspruch (Aufstieg) hinterher. Ein Grund: Hamm musste sieben Neue einbauen. Mit 51 Treffern ist Milde der zweitbeste Werfer im Team, sportlich lief es zuletzt bei ihm aber „nicht so dolle“. Gegen Essen kam er zuletzt gar nicht zum Einsatz. Doch das professionelle Umfeld schätzt er sehr. „Wir haben eine eigene Halle, trainieren bis zu acht Mal.“ Aber: „Hamm ist ganz nett, Lübeck ist schöner.“ Der Vorteil: Zur Freundin in Düsseldorf ist es nicht mehr so weit. Milde verhehlt aber nicht, dass er gern bei den Füchsen, mit denen er den EHF-Pokalsieg geholt hat, geblieben wäre. „Das war schon eine super Zeit. Ich habe da viel gelernt.“

Im Vorjahr besiegte der VfL Hamm zweimal. Beim 25:19 in Lübeck traf Oliver Milde für Schwartau viermal. Quelle: Agentur 54°

Greve: „Hamm zählt zu den Aufstiegsfavoriten“

Jetzt zählt Hamm, die Partie gegen Schwartau. Den VfL erwartet eine „volle Wucht westfälisch“ (ASV-Motto), eine mit 2650 Zuschauern ausverkaufte Westpress-Arena. „Da ist sehr viel Qualität im Kader, auf fast jeder Position sind Spieler, die Erstligareife haben. Das ist eine gefährliche Truppe, aggressiv, die einen schnellen Handball spielt“, sagt VfL-Coach Torge Greve. Schon vor der Saison hat er den ASV zu den Aufstiegsfavoriten gezählt. „Und dabei bleibe ich. Ich rechne in der Rückrunde fest mit ihnen. Dann sind auch die sieben Neuen eingespielt.“

Nach zwei Monaten: Möller vor Comeback

Um 11.30 Uhr rollt der VfL-Bus am Freitag gen Westen. Ohne die verletzten Toni Podpolinski, Pawel Genda, Tim Claasen und „Basti“ Damm. Dafür ist Markus Hansen an Bord. Er hat seine Mandelentzündung auskuriert. „Das ist eine Entlastung im Rückraum“, sagt Greve. Und: Am Kreis meldet sich Marcel Möller nach fast zwei Monaten Verletzungspause (Rücken/Bandscheibe) zurück, ist fit für sein Comeback.

Marcel Moeller meldet sich Rückenproblemen wieder zurück. Quelle: Agentur 54°

VfL sucht Rückraum-Ersatz für Genda

Trotz des Rückenwindes – der VfL ist nach vier Siegen in Folge wieder in der Spur – sieht Greve sein Team in der Außenseiterrolle. „Wir gehen kräftemäßig auf dem Zahnfleisch.“ Gerade nach dem Ausfall von Pawel Genda, der nach seinem Kreuzbandriss bis zum Saisonende fehlen wird, braucht Jan Schult im linken Rückraum Entlastung. „In der Winterpause müssen wir da einen Spieler finden, der uns weiterhilft. Darüber habe ich auch mit der Mannschaft gesprochen“, sagt Greve, der gern in die vergangene Saison zurückschaut. Da hat der VfL Hamm zweimal besiegt. Im Hinspiel war „Olli“ Milde dabei, traf beim 25:19 viermal. Und der VfL kletterte an die Tabellenspitze . . .

Jens Kürbis

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