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VfL Lübeck-Schwartau Waschul verlängert bis 2021
Sportbuzzer VfL Lübeck-Schwartau Waschul verlängert bis 2021
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Als Kapitän auch der emotionale Anführer: Martin Waschul bleibt bis zum Sommer 2021 beim VfL Lübeck-Schwartau. Quelle: 54° / John Garve
Lübeck

Der Trainer geht, aber der Kapitän bleibt. Einen Tag, nachdem der Abschied von Torge Greve bei Handball-Zweitligist VfL Lübeck-Schwartau zum Saisonende publik wurde, hat Geschäftsführer Michael Friedrichs jetzt eine Zusage von Martin Waschul für zwei weitere Jahre vertraglich fixiert.

Vor dem Abendtraining unterschrieb der 30-jährige Abwehrchef (der zuletzt auch seine Offensivqualitäten bewies) einen neuen Kontrakt bis zum Sommer 2021 und sagte: „Ich bin froh, zwei weitere Jahre Teil dieses Teams zu sein.“

Weihnachtsmarktbesuch mit Familie: Martin Waschul mit Partnerin Josi und dem kleinen Bosse. Quelle: 54° / John Garve

„Waschi“ und seine neue Heimat

Dennoch hatte „Waschi“ zuletzt verraten, auch über andere Wege nachgedacht und Anfragen aus der Schweiz und von einem ambitionierten Zweitliga-Konkurrenten gehabt zu haben. Aber: „Im Sommer bin ich sieben Jahre hier, solange war ich noch bei keinem Verein, und hier ist inzwischen meine neue Heimat, hier ist mein Sohn geboren.“ Mit dem kleinen Bosse (knapp acht Monate alt) und dessen Mama Josi lebt er in Stockelsdorf. Gebürtig aus Demmin, wechselte er nach Stationen bei Empor Rostock, Anhalt Bernburg und dem Wilhelmshavener HV im Sommer 2012 zum VfL. Bereits ein Jahr später machte Trainer Torge Greve ihn zum Kapitän, seither hat er auch fernab der „Platte“ eine entscheidende Rolle im Team.

Ihre Verträge laufen aus (v.l.): Sebastian Damm, Toni Podpolinski und Steffen Köhler (r,) mit Oliver Milde, der vor einem Jahr den VfL verließ und inzwischen beim nächsten VfL-Gegner in Hamm spielt. Quelle: Agentur 54°

Noch drei Spieler mit auslaufenden Verträgen

„Waschi spielt nicht nur mit Leidenschaft, Herz und Verstand – und passt damit sehr gut zu unseren Werten. Er spricht auch die Dinge offen an, die geklärt werden müssen“, lobt Friedrichs – der nun aus dem aktuellen Kader nur noch die Personalien Toni Podpolinski, Sebastian Damm und Steffen Köhler klären muss. „Die Gespräche laufen, aber nun hat natürlich erst einmal die Suche nach einem neuen Trainer absolute Priorität“, betont der VfL-Geschäftsführer.

Verträge der VfLer

Verträge der aktuellen VfL-Spieler

„Neuer Trainer setzt neue Reize“

Dass einen Tag nach dem verkündeten Greve-Abschied die Waschul-Verlängerung folgte, scheint indes nur von Friedrichs bewusst so gewählt worden zu sein – um nach den „bad news“ schnell wieder „good news“ zu verbreiten. Waschul („wir sind uns schon ein paar Tage länger einig“) versichert, der Trainerwechsel habe seine Entscheidung nicht beeinflusst: „Wir haben immer gut zusammengearbeitet. Deshalb ist es auf eine Art natürlich schade. Aber gerade für die Spieler, die auch schon länger im Team sind, kann ein neuer Wind nützlich sein. Ein neuer Trainer setzt immer auch neue Reize.“

Beste Stimmung in der Hansehalle: Martin Waschul heizt die Stimmung an – und sagt: „Die Fans sind klasse!“ Quelle: 54° / Christian Schaffrath

„Die Fans sind klasse“

Ein entscheidender Aspekt sei gewesen, so Waschul, „dass der Verein eine gute Entwicklung in allen Bereichen genommen hat und ich weiterhin meine Leistung, meine Fähigkeiten auf dem Weg zu den nächsten Zielen einbringen will.“ Zudem freue er sich „auf viele tolle Spiele in der Hansehalle. Die Fans sind klasse, und die Stimmung bringt uns nach vorne.“ Darauf muss er vorerst allerdings verzichten. Das nächste Heimspiel steht erst nach der WM-Pause am 10. Februar gegen Ferndorf an. Vorher geht’s noch zweimal auswärts um Punkte: Am Freitag, 21. Dezember, ist der VfL mit Käpt’n Waschul in Hamm gefordert, am 26. Dezember in Balingen.

Martin Waschul spielt bereits im siebten Jahr für den VfL – und bleibt zwei weitere beim Handball-Zweitligisten

Christian Schlichting

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