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Bauen und Wohnen Upcycling: Vom Abfallprodukt zum Design-Möbelstück
Thema B Bauen und Wohnen Upcycling: Vom Abfallprodukt zum Design-Möbelstück
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20:54 14.05.2018
Stefan Lichteblau baut auch Betten aus Paletten und stellt seine Ideen beim Werkstattgespräch vor. Quelle: Foto: Hfr
Heiligenhafen

„Es geht im Kern um den Gedanken der Nachhaltigkeit beim Bauen“, erläutert Niko Rickert. Es sei sehr schwer, in einem flächigen Kreis wie Ostholstein, interessante Gespräche oder Netzwerke zu bilden, um die Region in Sachen Nachhaltigkeit weiter voranzubringen. Die Werkstattgespräche sieht Rickert als kleinen Netztwerkinitiator. Als Zielgruppe sieht er gewerbliche, gastronomische und touristische Betriebe, Investoren und Entwickler, private Bauherren, Architekten und Planer – aber auch interessierte Bürger und „Netzwerker“.

Eine neue Veranstaltungsreihe, die sich dem neuen und nachhaltigem Bauen widmet, soll in Heiligenhafen etabliert werden. Niko Rickert vom Architekturbüro „aap“ möchte am Dienstag, 22. Mai, mit den „Offenen Werkstattgesprächen“ starten. Los geht es mit dem Thema Upcycling.

Das erste Werkstattgespräch dreht sich um das Thema „Möbel- Upcycling oder die Suche nach neuer Beständigkeit“. Der Begriff Upcycling ist derzeit in aller Munde. In einer unruhigen Zeit der digitalen Aufbrüche und Erneuerungen und des globalen Klimawandels biete mehr Grün und Nachhaltigkeit einen neuen Orientierungsanker, erläutert Rickert: „Fast täglich hört man von neuen Startups oder neuen Konzepten von Künstlern, Designern und Handwerksbetrieben in diesem Bereich.“

Aber was steckt eigentlich dahinter? „Wir wollen an diesem Abend mehr kennenlernen, als nur neue Geschäftskonzepte, sondern den Weg dahinter“, erklärt der Architekt. Es sollen echte „Überzeugungstäter“ zu Wort kommen. Menschen, die aus tiefer Überzeugung in einem Bereich arbeiten, der für diese ein Lebeninhalt und auch Lebenslust beinhalte. Alle Teilnehmer haben ihre Ateliers in der nähren Umgebung von Heiligenhafen.

Die studierte Architektin Gabi Kubitza aus Oldenburg und der Querdenker Stefan Lichteblau aus Lübeck werden dabei von sich und ihrer Idee erzählen – und auch etwas zum Anfassen mitbringen. Gabi Kubitza macht sich seit Jahren einen Namen im Bereich der Fass- und Solitärmalerei. Stefan Lichteblau arbeitet überaus erfolgreich im Möbelbau aus Paletten und neuerdings alten Hobelbänken.

Niko Rickert wird die Veranstaltung moderieren und ins Thema einführen. Die Architekturwerkstatt wird zudem an diesem Abend vom Brand- und Upcycling Künstler Sascha Nenntwig ausgeleuchtet. Der Eintrtt ist frei. Das zweite Werkstattgespräch in Heiligenhafen soll sich dann im Herbst diesen Jahres mit der Rückeroberung der Stadträume durch bauliche angelegte Flächen wie vertikale Grünflächen, Dachlandschaften und andere Möglichkeiten bei Gebäuden befassen.

Von Markus Billhardt

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