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Innenstadt Eintauchen in eine andere Welt
Thema I Innenstadt Eintauchen in eine andere Welt
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18:22 30.01.2016
Eintauchen in eine andere Welt: Michael Mehle (r.) erklärt Besucherin Jenny Otte die Technik der Virtual-Reality-Brille. Quelle: Elisabeth Riedel

Innenstadt. Die Augen von Walter Hermann strahlen. Der Geschäftsführer von Colibri Contactlinse und Brille steht in seinem Büro vor einer drei mal einen Meter großen Fotografie, einer Luftaufnahme von Lübeck. „Dieses Bild ist einfach fantastisch“, schwärmt er. „Die Fotos von Michael Mehle verändern den Blickwinkel auf die Welt.“

Und sobald er mit dem Fotografen Mehle über dessen Aufnahmen spricht, tauchen die beiden in ein anderes Universum ein. „Das passiert eben, wenn zwei Kreative aufeinander treffen“, sagt Hermann und lacht.

Am Freitag zeigten die beiden bei einer Kundenveranstaltung von Colibri eine Lübeck-Dokumentation aus der Vogelperspektive. Highlight des Abends: die multimedial präsentierte 360-Grad- Luftkugel-Panoramatour von „Drohnenbaron“ Mehle. Sowohl am Bildschirm, als auch mit beweglicher 3-D-Ansicht mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille konnten die Besucher die Bildertour hautnah erleben.

Hierbei wird auf eine speziell angefertigte Brille ein Smartphone gesetzt. Mittels QR-Code oder eines Links im Browser lässt sich die Erkundungstour starten.

„Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt bei dieser Technik“, erklärt Mehle voller Begeisterung. Die Panoramen würden grundsätzlich aus einer großen Anzahl von Bildern zusammengesetzt. „Dabei fliegt eine Drohne etwa über ein Objekt und nimmt im 360-Grad- Winkel die Umgebung auf.“ In der Nachbereitung entstehen detailreiche Aufnahmen, die sich multimedial darstellen lassen. „Mit der Virtual-Reality-Brille hat man zum Beispiel das Gefühl, direkt vor Ort zu sein.“

Das können die Besucher der Vernissage nur bestätigen. „Man taucht einfach in eine andere Welt und fühlt sich wie ein Vogel“, sagt Jonas Otte (18), als er schweren Herzens die Brille wieder absetzt. Dieses Erlebnis ließ sich auch Jenny Otte (46) nicht entgehen. „Ich bin total begeistert“, schwärmt sie und wollte die Brille gar nicht mehr absetzen. „Es ist, als stünde man genau in diesem Moment über der Stadt.“

Neben der innovativen Technik zeigt die Ausstellung auch traditionelle Fotografie-Verfahren. „Kurz nach der Erfindung der Fotografie wurden bereits 3-D-Bilder hergestellt“, erklärt Horst Wandersleben. Er hielt für die Ausstellung sein Stereoskop aus dem Jahr 1902 bereit, in dem durch das Nebeneinanderlegen zweier Fotos ein 3-D-Effekt entsteht. „Damals war dieses Verfahren ungefähr so populär wie heute das Kino.“

• Dieser Link führt zur Panoramaansicht: www.colibri.de/colinet.html

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