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Jörg Ziercke über Terrorbedrohung in Deutschland

Lübeck Jörg Ziercke über Terrorbedrohung in Deutschland

Lübecker diskutieren über Auswirkungen internationaler Gruppierungen mit dem ehemaligem Präsidenten des BKA.

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Auch linken und rechten Terror thematisierte der gebürtige Lübecker Jörg Ziercke.

Quelle: Petersen

Lübeck. Innenstadt. „Schon im Frühjahr stand fest, dass dieser Vortrag stattfinden soll“, erklärt Jutta Kähler von der Gemeinnützigen, als sie die knapp 100 Zuschauer im Großen Saal begrüßt. Die Brisanz des Themas sei damals nicht vorauszusehen gewesen. Es geht um internationalen Terror und darum, wie gefährdet Deutschland ist. Fragen, die offensichtlich viele Hansestädter beschäftigen. Auch Schulklassen sind im Publikum.

Jörg Ziercke ist nicht nur ehemaliger Präsident des Bundeskriminalamts, sondern auch gebürtiger Lübecker. Seinen Exkurs in die Geschichte des Terrors und die vergangen Jahre begleitet auch eine Klasse seiner ehemaligen Schule, der Oberschule zum Dom.

„Die Welt ist ein Dorf“, erklärt Ziercke. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich verändert. Durch Globalisierung und Mobilitätsmuster sei es leichter für Straftäter, sich schnell zu bewegen. Auch die Hot-Spots hätten sich verlagert. Der Terror habe sich weiterentwickelt. Gruppen wie der IS verbreiteten Propagandavideos von Hinrichtungen. „Das hat es früher nicht gegeben“, so Ziercke. Allein in Syrien gebe es 1200 terroristische Gruppen. „Aber selbst wenn der Terror in einem Land erfolgreich bekämpft wird — auf Gruppen in anderen Ländern hat das keine Auswirkung“, weiß Ziercke. Die Prognose ist wenig aufbauend: „Terror hat keine Kommandozentrale — das wird noch 15 Jahre so weitergehen.“

In Deutschland gebe es jährlich 50 bis 60 Verdachtshinweise auf terroristische Straftaten. Zehn Anschläge seien in den letzten Jahren verhindert worden. Unter Beobachtung stehen 420 „Gefährder“.

Menschen, denen terroristische Handlungen zugetraut werden. Auch 750 Ausreisen seien gezählt worden. Davon seien 230 Personen zurückgekehrt, 120 bereits tot. 420 Gefährder auf 80 Millionen Einwohner stellten natürlich eine Bedrohung dar, „meiner Meinung nach ist das aber zu bekämpfen“, schließt der stellvertretende Bundesvorsitzende des Weißen Rings und erntet großen Applaus. „Das hat mich wirklich beruhigt“, flüstert eine Dame ihrer Begleitung erleichtert zu.

tp

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