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Innenstadt Nördliche Wallhalbinsel: So ist der Zeitplan
Thema I Innenstadt Nördliche Wallhalbinsel: So ist der Zeitplan
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22:41 07.07.2015
Die Stadt wünscht sich auf der Nördlichen Wallhalbinsel mehr Wohnen als Kultur. Quelle: Maxwitat
Innenstadt

Darin sollen sich die Investoren zusammentun, so der Sprecher des Projektgruppe Initiative Hafenschuppen (PIH). Holst: „Wir haben mehr Investoren als Schuppen.“ Allerdings wollten viele ihre Namen nicht öffentlich nennen, weil sie viel mit und in der Stadt arbeiten. „Sie fürchten Nachteile“, sagt Holst. Denn Teile der Stadtverwaltung lehnten das Konzept der PIH ab. Im September soll jetzt eine überarbeitete Version vorgelegt werden. Im November könnte dann ein Kaufvertrag mit der Hansestadt zustande kommen. Unterm Strich müssen 900 000 Euro für die Stadt übrig bleiben. So steht es in dem Kompromiss-Papier von Stadt und PIH (die LN berichteten).

„Wir werben dafür, dass mehr Geld bei der Stadt übrig bleibt“, macht Jörg Sellerbeck von der PIH klar. „Wollen Sie nett ,bitte, bitte‘ sagen?“, fragt SPD-Mann Harald Quirder skeptisch. Sellerbeck:

„Wir werden bei den Investoren darauf hinwirken.“ Denn die PIH wünsche sich ein positives Votum der Bürgerschaft, was den Verkauf der Hafenschuppen angeht. Den Investoren habe man immer einen Quadratmeterpreis von 400 Euro genannt. Der Gutachterausschuss soll ihn nun noch einmal prüfen. Bausenator Franz-Peter Boden (SPD): „Wir sind nicht verpflichtet, dass Grundstück meistbietend zu verkaufen.“ Doch er macht auch klar, dass es noch Streitpunkte gibt: „Die Stadt will die Wallhalbinsel eher als kleine Hafencity für Lübeck entwickeln.“ Also mehr Wohnen als Kultur. „Wir sind der Stadt entgegengekommen“, sagt Holst.

Die PIH hat ihren Anteil an Apartments von 15 auf 35 Prozent erhöht. Holst: „Wir haben schnell festgestellt, dass es finanziell ohne Wohnungen nicht geht.“ Er wehrt sich gegen die Aussage von Bürgermeister Bernd Saxe (SPD), der zu dem wolkigen Kompromiss-Papier erklärt hatte: „Beide Seiten sind sich keinen Schritt nähergekommen“. Holst meint: „Saxe kann das gar nicht gesagt haben.“

jvz

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