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Kücknitz Richtfest für neue Feuerwache
Thema K Kücknitz Richtfest für neue Feuerwache
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21:16 03.11.2015
Senator Bernd Möller (v. l.), Renate Menken von der Possehl- Stiftung, Architekt Frank Wiechmann und Wehrführer Dennis Suitner mit der Zeitkapsel beim Richtfest. Quelle: Maxwitat
Kücknitz

Schneller als erwartet entsteht der neue Sozialtrakt der Freiwilligen Feuerwehr Kücknitz. „Ursprünglich war die Grundsteinlegung geplant, jetzt feiern wir stattdessen das Richtfest“, sagte Innensenator Bernd Möller (Grüne) gestern in der Solmitzstraße. Der Abriss des maroden Vorgängergebäudes dauerte lediglich sechs Wochen, der Rohbau war binnen zwei Monaten errichtet.

Für die 54 aktiven ehrenamtlichen Retter und 18 Mitglieder der Jugendfeuerwehr werden derzeit 330 Quadratmeter neugebaut. Das alte Haus war nach Angaben des Wehrführers Dennis Suitner in einem sehr schlechten Zustand. Anfangs sei bloß von „desolaten Fenstern“ die Rede gewesen. „Am Ende stellte sich heraus, dass sie eigentlich noch das Beste am ganzen Gebäude waren“, so Suitner. Renate Menken, Vorsitzende der Possehl-Stiftung, nannte das alte Haus sogar eine „Rattenbude“. So war unter anderem noch Asbest verbaut, das Klima war feucht und es gab ein akutes Schimmelproblem.

Die Possehl-Stiftung steuert die Hälfte der insgesamt 700 000 Euro bei, die der Neubau kostet. Weitere 40 000 Euro erbringen die Ehrenamtler durch Eigenleistungen. Innensenator Möller nannte die Kücknitzer Feuerwehr einen „wichtigen Teil“ des städtischen Sicherheitskonzeptes, daher sei auch die Entscheidung für den Neubau gefallen. Möller: „Wir sind weiterhin der Auffassung, dass eine Freiwillige Feuerwehr nicht nur strategisch wichtig ist, sondern auch für die Dynamik im Stadtteil.“ Wie wichtig die Wache sei, habe sich laut Möller unter anderem bei dem „traurigen Ereignis gleich nebenan gezeigt“, als die Flüchtlingsunterkunft Ende Juni angezündet wurde. Möller: „Zum Glück war die Feuerwehr rechtzeitig da.“

Renate Menken würdigte ebenfalls, dass die Stadt die Quartiere stärkt. „Das eigentliche Leben findet in den Stadtteilen statt“, sagte sie, „nicht um die sieben Türme herum.“ Der Neubau des Sozialtraktes soll Ende März 2016 fertig sein, das Haus kann bei Bedarf jederzeit erweitert werden. Wehrführer Suitner ist froh, dass der „lange Weg“ nun endlich vorbei ist und eine „angemessene Zukunft“ vor der jetzt 90 Jahre alten Freiwilligen Feuerwehr liegt.

pah

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