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Die Reecker Brücke ist endlich frei

Moisling Die Reecker Brücke ist endlich frei

Gestern feierten die Reecker und die umliegenden Gemeinden die Eröffnung der neuen Straßenbrücke, die Reecke mit Hamberge verbindet — Bürgerinitiative engagierte sich für den Neubau.

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Endlich freigegeben: Die Bewohner von Reecke und Hamberge feierten gestern mit einem Straßenfest die Eröffnung der neuen Straßenbrücke über die Trave, die die Gemeinden Reecke und Hamberge verbindet. Durch den Einsatz der Bewohner konnte das Projekt erst realisiert werden.

Quelle: Fotos: Wolfgang Maxwitat

Moisling. Grund zur Freude bei den Anwohnern in Reecke und den Nachbargemeinden: Die neue Straßenbrücke in Reecke wurde gestern Nachmittag freigegeben und mit einem Straßenfest gebührend gefeiert. Die neue Brücke erleichtere den Reeckern das Leben enorm, besonders für kleinere Betriebe sei die Brücke überlebenswichtig, so die Anwohner.

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Endlich freigegeben: Die Bewohner von Reecke und Hamberge feierten gestern mit einem Straßenfest die Eröffnung der neuen Straßenbrücke über die Trave, die die Gemeinden Reecke und Hamberge verbindet. Durch den Einsatz der Bewohner konnte das Projekt erst realisiert werden.

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„Gott sei Dank ist diese Brücke endlich da“, freut sich Heinz Klemke, der einen Betrieb für Gartenbau in Reecke führt. Ein Jahr lang mussten die Bewohner auf eine Behelfsbrücke über die Trave ausweichen, die jedoch nur für Fußgänger und Fahrradfahrer passierbar war. Für viele seiner Kunden sei dadurch ein Umweg von etwa zehn Kilometern entstanden, meint Klemke.

„Viele machen das verständlicherweise nicht, außer unsere Stammkunden.“ Dadurch sei er finanziell „ganz schön eingebrochen“, so Klemke. „Wir hatten aber noch Glück, weil wir eine Reserve hatten. Ohne die wäre es nicht gegangen.“ Durch die neue Brücke erhoffe er sich, wieder neue Kunden gewinnen zu können.

Auch Freundschaften können durch die neue Brücke leichter aufrecht erhalten werden. So sieht es jedenfalls Merle (10) aus Hamberge. „Ich finde die neue Brücke super, weil meine Freundin auf der anderen Seite wohnt“, erzählt sie und zeigt über die Trave. Nun könne sie sie viel schneller und spontaner besuchen. Ihre Mutter freut sich ebenso, dass die Brückenarbeiten jetzt beendet sind: „Das ist für uns eine Zeitersparnis von über 20 Minuten hin und zurück.“ Die Sperrung der Brücke beschäftigte ihre Familie schon länger, erzählt sie. „Wir sind von Klein Wesenberg nach Hamberge gezogen, weil meine Tochter auch in Hamberge zur Schule geht. Die gesperrte Brücke war daher auch ein Grund für unseren Umzug, weil es einfach ein zu großer Umweg war, jedes Mal zehn Kilometer mehr zu fahren.“

Auch die Lübeckerin Silke Horstmann weiß die neue Brücke zu schätzen. „Wir sind früher oft mit dem Auto hier durchgefahren. Das können wir nun wieder öfter machen“, freut sie sich.

Bürgermeister Bernd Saxe sowie die Bürgermeister aus Hamberge und Klein Wesenberg, Paul-Friedrich Beeck und Herbert David, lobten den Zusammenhalt der Bürger in den Gemeinden. Zu verdanken hätten die Anwohner die neue Brücke nicht nur den an der Finanzierung beteiligten Gemeinden, sondern auch einer engagierten Anwohnerin: Carola Andjelic-Neumann gründete 2013 die Bürgerinitiative Reecke und setzte sich für den Bau der Straßenbrücke ein. „Es ist ein Glücksgefühl, dass die Brücke endlich fertig ist. Und das bedeutet für mich auch wieder mehr Freiheit“, sagt sie und lacht. Dass die alte Brücke ursprünglich ersatzlos abgerissen werden sollte, konnte sie kaum fassen, also engagierte sie sich für einen Neubau der Brücke. „Viele ältere Anwohner besuchen in Hamberge ihre Verstorbenen auf dem Friedhof und einige sind einfach nicht mehr so gut zu Fuß. Das ist auch ein Grund, warum die Brücke so wichtig ist.“

Sie sei für den menschlichen Umgang aller Beteiligten sehr dankbar und „jetzt erstmal erleichtert, dass diese Brücke nun eröffnet ist.“

46,8 Meter lang und dreieinhalb Meter breit
2 Millionen Euro hat der Bau der neuen Straßenbrücke knapp gekostet. Die neue Brücke zwischen Reecke und Hamberge ist dreieinhalb Meter breit und 46,8 Meter lang.   Ein Jahr lang konnten die Anwohner eine Behelfsbrücke über die Trave lediglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad passieren. Das bedeutete für die Anwohner einen Umweg von über zehn Kilometern. Bei der Freigabe der Straßenbrücke sprachen Staatssekretär Dr. Frank Nägele vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein sowie Bürgermeister Bernd Saxe und der Landrat des Nachbarkreises Stormarn, Klaus Plöger, die Bürgermeister von Hamberge und Klein Wesenberg, Paul-Friedrich Beeck und Herbert David, die sich an der Finanzierung des Projektes beteiligt hatten.

Elisabeth Riedel

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