Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Olympia 2024 Olympia 2024: Sextett wählt Ende April das Segelrevier aus
Thema O Olympia 2024 Olympia 2024: Sextett wählt Ende April das Segelrevier aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:31 20.03.2015
Start der 49er-Skiffs zum Kurzrennen bei der Travemünder Woche 2014. Quelle: Marina Könitzer
Anzeige
Travemünde

Es ist nur noch Formache: Hamburg wird am Sonnabend von den Mitgliedern des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in der Frankfurter Paulskirche zum deutschen Bewerber um die Olympischen Spiele 2024 gekrönt. Doch wer wird der Segelpartner? Rostock-Warnemünde, Lübeck-Travemünde oder Kiel-Schilksee?

Jetzt steht fest: In vier Wochen fällt die Entscheidung. „In der 17. Kalenderwoche, also bis zum 26. April, werden wir das Revier benennen. Und klar ist: Es wird zwei Verlierer und nur einen Sieger geben“, erklärte Andreas Lochbrunner, Präsident des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) auf LN-Anfrage.

Heute ist "Kick-Off"-Veranstaltung für Lübeck-Travemünde

Das Procedere wurde in der gestrigen Tagung des DSV-Präsidiums in Frankfurt/Main festgelegt. In der Sitzung wurde eine sechsköpfige Kommission benannt, bestehend aus vier Vertretern des DSV plus je einen des DOSB und der Stadt Hamburg, die alle drei Reviere besichtigen, sich die Konzepte der Bewerber erklären lassen und dann eine Empfehlung an Hamburg abgeben werden. Das Sextett wollte Lochbrunner noch nicht namentlich benennen: „Wir müssen das noch mit dem DOSB und Hamburg abstimmen.“ Als sicher gilt, dass DSV-Sportdirektorin Nadine Stegenwalner (Hamburg) als Chefin der olympischen Segler dazu gehört. Fest steht: Die Kommission wird Rostock-Warnemünde am 9. April (13 Uhr) besichtigen, tags darauf Lübeck-Travemünde (9 Uhr) und Kiel (15 Uhr).

Der Zahnarzt vom Bodensee bestätigte, dass der DSV von Hamburg beauftragt worden sei, die Federführung bei der Wahl des Segelreviers zu übernehmen. „Das haben wir angenommen, aber nur unter der Bedingung, dass Vertreter vom DOSB und aus Hamburg dabei sind“, sagte Lochbrunner. In der kommenden Woche will sich die sechsköpfige Kommission zur konstituierenden Sitzung treffen, dabei auch die Entscheidungskriterien festlegen. „Selbstredend erwarten wir von dem Bewerbertrio auch Aussagen zum Finanzkonzept, sonst ist die Bewerbung ja nicht ernsthaft“, stellte Lochbrunner klar.

Der Hintergrund: Kiel, dass in seinem Konzept mit dem Zentrum Schilksee und als Alternative dem ehemaligen Militär-Gelände Holtenau im Rennen ist, will in den Neubau eines Olympischen Dorfes und einen „Boulevard bis hinaus aufs Meer“ investieren, hat dafür aber noch keine Kosten benannt. Lübeck punktet in Travemünde zwar mit 6000 Betten bis 2020, einer dann fertigen Ferienanlage auf der Halbinsel Priwall als Wohnstätte, doch Kosten zum Bau eines Leistungszentrums fehlen noch. Rostock hat 150 Millionen Euro für das Olympia-Projekt in Warnemünde veranschlagt.

 jek

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige