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Olympia 2024 Olympia 2024: Sympathie-Kampagne in Hamburg
Thema O Olympia 2024 Olympia 2024: Sympathie-Kampagne in Hamburg
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09:09 18.02.2015
Ortstermin in Hamburg: Bürgermeister Bernd Saxe (v.l.), TW-Geschäftsführer Frank Schärffe, LTM-Geschäftsführer Christian Martin Lukas, IHK-Präses Friederike C. Kühn, IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning und Nicolaus Lange, Geschäftsführer der Kaufmannschaft zu Lübeck. Quelle: Christian Beeck
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Lübeck

Es war gerade kurz nach acht am Dienstagmorgen, als sich in der Lübecker City eine kleine Gruppe hochrangiger Repräsentanten der Stadt auf den Weg nach Hamburg machte. Die Delegation hatte eine Botschaft im Gepäck. „Lübeck drückt Hamburg für Olympia die Daumen“, lautete die. Ziel des hanseatischen Sextetts, angeführt von Bürgermeister Bernd Saxe, war die Willy-Brandt-Allee, Ecke Domstraße. Dort stellte man eine Sympathie-Kampagne vor – großflächig illustriert.

Seit Dienstag prangt auf 196 Plakatflächen im gesamten Stadtgebiet ein rasantes Segelmotiv, die Passat im Hintergrund, der Slogan „Gemeinsam Segel setzen – Hamburg, Travemünde“ unübersehbar als Leitspruch gebrandet. Wenn Hamburg 2024 oder 2028 die Olympischen Spiele ausrichten darf, dann möchte Lübeck die Segelwettbewerbe organisieren. Seit Wochen wirbt Hamburg in einer Roadshow in der Metropolregion für seine Kandidatur – und gegen Konkurrent Berlin.

Und jetzt wird es langsam ernst. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird für die Spiele nur einen Bewerber ins Rennen schicken, der eine breite Unterstützung in der Öffentlichkeit genießt. Dazu wird am kommenden Sonntag vom Meinungsforschungsinstitut Forsa in beiden Städten eine Telefonumfrage durchgeführt. Sie gibt deutliche Hinweise darauf, welche Stadt am 21. März den Zuschlag vom DOSB bekommt – und dann dem IOC als offizieller deutscher Kandidat für 2024 oder 2028 gemeldet wird. Ist es Hamburg, darf Lübeck weiter von olympischen Segelspielen in Travemünde träumen. Allerdings gilt es dann noch den schwergewichtigen Konkurrenten Kiel, die selbsternannte „Sailing City“, auszustechen.

Zunächst aber geht es um Hamburg. „Olympia gehört nach Hamburg“, sagt Bernd Saxe, „weil Weltoffenheit und Toleranz hanseatische Tugenden sind. Und die Bewerbung besticht durch Nachhaltigkeit und ökologische Vernunft, wie es das IOC einfordert.“ Darum zeigt Lübeck jetzt Flagge an der Elbe – und nutzt dabei eine günstige Konstellation.

Denn die 196 seit Dienstag mit Lübecks Segelmotiv bespielten „City Lightboards“ gehören der Außenwerbegesellschaft „Wall AG“, einem Partner der Hansestadt. Saxe: „Dadurch stehen uns zeitweise kostenlose Flächen zur Verfügung. Die nutzen wir jetzt, um unsere Unterstützung für die Hamburger Bewerbung zu zeigen.“ Für die klamme Stadtkasse ist das sehr wichtig, denn so werden knapp 8000 Euro, die für diese Werbung sonst fällig geworden wären, gespart. Auch die Herstellung der Banner belastet den Stadtetat nicht, wurde von Partnern gesponsert.

Die Plakataktion war aber nicht die einzige olympische Werbemaßnahme am Dienstag. Unter dem Motto „Feuer und Flamme für Olympische Spiele in Hamburg“ hatte der Landessportverband Schleswig-Holstein in das „Kulturwerk“ in Norderstedt geladen. Hier erneuerte Innenminister Stefan Studt die Unterstützung der Bewerbung durch die Landesregierung. Natürlich durfte Lübeck in Norderstedt nicht fehlen. Oliver Groth, persönlicher Referent des Bürgermeisters, setzte die lübschen Segel in den olympischen Wind.

jr

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