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Radtouren im Norden Ein Ausflug voller Schwung, Landidylle und Flussromantik
Thema R Radtouren im Norden Ein Ausflug voller Schwung, Landidylle und Flussromantik
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15:50 09.05.2018
Unterwegs: Die Volontäre Hannes Lintschnig und Beke Zill radeln fürs Sommermagazin durchs LN-Gebiet. Quelle: Fotos:Roeßler, Zill, Lintschnig
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Berkenthin

Es geht beschaulich zu in Berkenthin. Die Sonne scheint, ein Spaziergänger genießt den Blick von der Schleusenbrücke auf den Elbe-Lübeck-Kanal, der sich am Ort vorbei Richtung Elbe schlängelt. In der Gemeinde im Herzogtum Lauenburg startet die erste, etwa 26 Kilometer lange Radtour der Sommerredaktion. Die Stecknitz-Region mit idyllischer Landschaft, schönen Dörfern und Hofcafes lässt sich am besten auf zwei Rädern erkunden. Und zwischendurch kann der Drahtesel gegen einen Swingolf-Schläger getauscht werden.

Tipp: Smartphone-Benutzer können die Karte hier direkt in voller Größe öffnen!

Doch zunächst führt der Radweg von der Schleuse in Berkenthin am Kanal entlang Richtung Behlendorf. Vorbei am Salz-Prahm „Maria Magdalena“ - die Rekonstruktion eines Plattboden-Schiffs - ist schon die Maria-Magdalenen-Kirche zu sehen. Das älteste Gebäude Berkenthins mit mittelalterlichen Wandmalereien und der Statue aus dem 15. Jahrhundert ist einen Besuch wert.

Beeindruckend: Die Maria-Magdalenen- Kirche in Berkenthin.

Weiter am Wasser entlang stößt man auf eine weitere Schleuse. Zwei Bänke laden zum ersten kurzen Stopp ein. Ein Kuckuck ist in der Ferne zu hören, die Vögel singen um die Wette, das Wasser glitzert im Sonnenschein. Mit etwas Glück sieht man, wie Kapitäne ihre Schiffe mit Hilfe des Schleusenwärters durch das Bauwerk manövrieren. Kurz hinter der Schleuse weist das Schild „Cafe uppen Barg“ Richtung Bergrade. Quer durch die Feldmark an Niendorf vorbei windet sich der Weg zum Hof von Familie Petersen in Bergrade.

Hinter dem Fachwerkhaus erstreckt sich ein etwa zehn Hektar großer, naturbelassener Swingolfplatz. Im Gegensatz zum traditionellen Golf wird die aus Frankreich stammende, vereinfachte Form mit einem Schläger gespielt, mit dem man sowohl weite als auch kurze Schläge auf dem Grün machen kann. Die Bälle sind größer und aus Gummi.

Nach einer kurzen Einführung in Sachen Schlaghaltung wird man zu den 18 Löchern geschickt. „Das ist ja das Schöne“, sagt Hans-Jürgen Funke, der seit fünf Jahren in Bergrade golft. „Kein Monatsbeitrag, keine Platzreife - hier geht es einfach um den Spaß am Spiel.“ Und um Konzentration sowie Geduld. Denn wer wie der 52-Jährige die 18 Bahnen mit bloß 85 Schlägen bewältigen will, braucht Übung. Allerdings macht es auch für Anfänger einfach Spaß. Die ersten Erfolgserlebnisse machen Lust auf mehr. Da ist es gar nicht so schlimm, wenn man den Ball mal in einem Busch suchen muss. Nach etwa vier Kilometern auf den Beinen lässt sich im Hofcafe bei selbstgemachter Torte herrlich entspannen, bevor es wieder zurück aufs Rad geht.

Sportlich: Beke Zill probiert sich beim Swingolfen.


Von Bergrade führt die etwas hügelige Strecke über Kastorf zurück nach Berkenthin. Und spätestens am Endpunkt wird man merken, dass so ein Tag auf dem Fahrrad an der frischen Luft und auf dem Golfplatz ziemlich müde macht - aber auch zufrieden.

Beke Zill und Hannes Lintschnig

Viele Binnenschiffe und kleinere Motorboote müssen die Schleuse in Behlendorf passieren, um ihren Weg auf dem Kanal fortzusetzen.


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