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Sommerredaktion Einmal rund um die Sonneninsel
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15:50 09.05.2018
Schafe, Wasser und Deiche: Auf der Fehmarn-Tour lassen sich die Tiere von LN-Radler Hannes Lintschnig nicht stören. Quelle: Fotos: Zill/Lintschnig

Die ersten Camper genießen die Morgensonne auf Fehmarn. Während die Urlauber in Niobe langsam in den Tag starten, ist die Sommerredaktion längst wach. Von der Nordküste aus starten die LN-Radler am Parkplatz vor dem Campingplatz ihre 75 Kilometer lange Zwei-Tages-Tour rund um die Sonneninsel. Und bei der Übernachtung auf einem Hausboot im Hafen Burgstaaken erleben die Radler dazu authentisches Hafenflair.

Hier können Sie die Karte in großer Ansicht öffnen

Doch zunächst geht‘s auf dem Deich an grasenden Schafen vorbei Richtung Westen. Immer wieder hält das Gespann inne, um den tollen Blick auf den Strand und die wilde Ostsee zu genießen. An der rauen Küste findet man trotz Hochsaison auf der Insel immer ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen.

Einer von fünf Leuchttürmen auf Fehmarn: Der Leuchtturm Flügge am Westufer.


Immer am Wasser entlang führt der zum Teil etwas schwierig zu befahrene Weg zum Wasservogelreservat Wallnau. Wer ein Fernglas dabei hat, kann sich auf die Lauer legen und seltene Vögel beobachten. Die Sommerredakteure lesen sich die Informationstafel am Wegesrand durch, ehe sie die Strecke fortsetzen.

Die alte Windmühle bei Lemkenhafen ist heute ein Mühlenmuseum.


Kurz vor Orth wird den Radlern schnell klar: Der Süden ist fest in der Hand von Wassersportlern. Die großen Drachen der Kitesurfer rasen kreuz und quer über die Ostsee. Als Laie hat man das Gefühl, dass sich die vielen Schnüre miteinander verheddern müssten — die Profis wissen aber sicher, was sie tun.

LN-Volontärin Beke Zill genießt auf dem Hausboot in Burgstaaken den Ausblick über den Hafen – und ihren Morgenkaffee.


Unter der Fehmarnsundbrücke hindurch fahrend, erreichen die Ausflügler Burgstaaken hinter Burg. Im Hafen steht das Hausboot von Stefan Bode, Inhaber von „Stern Hausboot“. „Hier kann man erfahren, was typisches Hafenflair bedeutet“, sagt Bode. Vier Schlafplätze gibt es auf der „Sundeck400“, dazu eine Küchenzeile, Dusche und WC sowie ein großes Sonnendeck — ausreichend Platz, um Tag eins der Radtour gemütlich ausklingen zu lassen. Und die Segler, die nach und nach von ihren Törns zurückkehren, sind für ein Pläuschchen immer zu haben.

Beke Zill vor einer Windkraftanlage in der Nähe von Marienleuchte.


Gut erholt steigt das Duo am nächsten Morgen wieder aufs Rad. Und hat wieder das Wasser fest im Blick. Im Osten zeigt sich die Insel von einer etwas anderen Seite: Steilküsten, Windkrafträder und Felder prägen das Bild. Was bleibt ist die raue Ostsee, der Wind, Leuchttürme und der felsige Naturstrand. Richtung Norden muss das Gespann das einzige Mal auf der ganzen Tour ins Landesinnere abbiegen.

Damit die Schafe nicht ausbüchsen, sind die Deichabschnitte durch Tore gesichert.


Kurz vor ihrem Ziel haben die Radler noch Gelegenheit, die Fähren, die in Puttgarden an- und ablegen, zu beobachten. Wieder am Niobe-Platz angekommen, stellen sie fest: Zwei Tage mit Wind, Meer, Natur und tollen Ausblicken sind eigentlich noch viel zu wenig.

Zeit für ein wenig Melancholie: Hannes Lintschnig hängt auf einem Stein an der Küste nahe Katharinenhof seinen Gedanken nach.


• Wer ein Hausboot mieten möchte, der schaut im Internet unter www.stern-hausboot.de

Hannes Lintschnig und Beke Zill

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