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Sommerredaktion Liebe und Wilderei im malerischen Wales
Thema S Sommerredaktion Liebe und Wilderei im malerischen Wales
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10:16 09.07.2014
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Lübeck

So geht die perfekte Sommerlektüre: Constanze Wilken, die sich bisher im Bereich der historischen Romane getummelt hat, legt mit „Der Duft der Wildrose“ einen Roman vor, der in der Gegenwart und, auf zweiter Ebene, in den 70er Jahren spielt. Ort der Handlung ist Wales. Ein Land, das die Autorin sehr gut kennt, weil sie dort zur Zeit ihrer Doktorarbeit sechs Jahre gelebt und gearbeitet hat.

Der Roman ist detailverliebt, ohne dabei pedantisch und nervtötend zu sein. Die Charaktere sind bodenständig und mit genau dem richtigen Maß an Ecken und Kanten ausgestattet, um nicht komplett überzeichnet zu wirken.

Die Idee ist überzeugend: Eine Liebesgeschichte, verwoben mit einer Familientragödie, die im Rückblick erzählt wird, und fast schon einem Krimi gleicht. Es geht um Wilderei, speziell um die Eier von bedrohten Vogelarten wie Seeadler und Dohlen, für die es in der Tat ein weltweites (illegales) Netz von Sammlern gibt. Die beiden weiblichen Hauptfiguren sind Caitlin und ihre Tante Birdie, bei der Caitlin aufgewachsen ist. Männlicher Gegenpart zu den beiden Frauen ist der Ranger Jake. Dessen ungeheure Attraktivität beruht zum großen Teil darauf, dass er sich ohne Rücksicht auf persönliche Konsequenzen für die Natur und den Schutz der Tiere einsetzt — womit die Autorin ganz unverhohlen ihre Sympathien kundtut.

Constanze Wilken

Der Duft der Wildrose

Goldmann, 409 Seiten, 9,99 Euro

LN

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