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Sommerredaktion Fahrradtour entlang idyllischer Seen in Ostholstein und Plön
Thema S Sommerredaktion Fahrradtour entlang idyllischer Seen in Ostholstein und Plön
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16:58 16.06.2018
Die Skulptur „Große in der Sonne sitzende“ von Fritz During direkt vor dem Plöner Schloss macht es vor: Hier kann man sich entspannen. Quelle: Hannes Lintschnig
Bad Malente-Gremsmühlen

Am Bahnhof von Bad Malente-Gremsmühlen sieht man ihn schon blau in der Sonne blitzen: den rund 400 Hektar großen Dieksee. Es ist bei weitem nicht der einzige See, den man auf dieser rund 30 Kilometer langen Tour zu Gesicht bekommt, aber er gehört gewiss zu den schönsten. Auf einigen Abschnitten der Tour geht es durch Waldgebiete, die Fahrbahn ist nicht befestigt und teils sandig. Außerdem müssen sich Radler hin und wieder die Straße mit Autos teilen. Der Großteil der Strecke aber verläuft auf ruhigen, sandigen Wegen in der Nähe eines Seeufers.

Vom Bahnhof geht es ein kleines Stückchen durch den Ort und vom Dieksee weg, dann sollte man sich links halten und der Radwegebeschilderung Richtung Timmdorf folgen. Auf halber Strecke befindet sich ein Aussichtsturm, von dem man auf Felder und den Dieksee blickt. Außerdem erzählen Infotafeln etwas über Nutzpflanzen in Schleswig-Holstein und Tiere aus der Region.

Nach einer kurzen Weile erreicht man das alte Bauerndorf Timmdorf. Ein kleiner Weg linker Hand führt zu einer idyllischen Badestelle, wo man sich auf eine Holzbank setzen und ein bisschen verschnaufen kann. Eine Kleinigkeit zu essen und trinken sollte man auf jeden Fall dabeihaben. In Bad Malente gibt es Supermärkte, in Plön ebenfalls.

Nun wird dem Dieksee der Rücken zugekehrt, die Route verläuft nördlich von Timmdorf weiter Richtung Grebin. Linker Hand kommt nach kurzer Zeit der Schmarksee in Sicht, der sich ein wenig zwischen Bäumen versteckt. Am Schierensee vorbei erreicht man Grebin, ein kleines Örtchen mit einer schönen alten Mühle. Von dort fährt man wieder südlich, am Schluensee vorbei Richtung Plön. Bevor man vor dem altehrwürdigen Plöner Schloss steht, kann man noch einen kurzen Blick auf den Behler See oder den Schöhsee werfen. An fast allen Seen gibt es auch Badestellen und Holzbänke mit tollem Panoramablick.

Speisen am Plöner Schloss

Regionale und jahreszeitlich orientierte Gerichte bietet das Pförtnerhaus Schloss Plön. Es wurde 1895 gebaut und diente ursprünglich als Zugangskontrolle zum Schlossgelände.

Viele weitere schöne Radtouren im Norden haben wir auf unserer Homepage für Sie gesammelt unter: www.LN-online.de/Radtouren

In der Plöner Innenstadt kann man sich Wasser und Obst kaufen, wenn das Lunchpaket schon leer ist. Eine kleine Verschnaufpause bietet sich am Plöner Schloss an. In dem während des 30-jährigen Krieges errichteten Prachtbau war lange Zeit ein Schulinternat, bis es das Land an die gemeinnützige Fielmann-Akademie verkauft hat. Heute wird es zu Schulungszwecken genutzt. Vom Vorplatz aus hat man nicht nur einen atemberaubenden Blick über den Großen Plöner See. Direkt vor den alten Gemäuern kann man auch einen kleinen Snack oder ein Getränk in dem Restaurant „Pförtnerhaus Schloss Plön“ genießen.

Am Ufer des Großen Plöner Sees führt der Weg weiter Richtung Stadtheide. Vorbei am Edebergsee, durch Waldgebiete und entlang des Suhrer Sees, bis man schließlich Niederkleveez erreicht. Hier gibt es eine schöne Badestelle mit einem Sandufer, das fast ein bisschen an Meeresstrand erinnert.

Nach einem längeren Waldstück mit kleinen Auf- und Abstiegen ist man auch schon wieder in Bad Malente. An der Promenade des Dieksees laden einige Fischbrötchenstände, Eisdielen und Restaurants zum Entspannen ein – Zeit zum Nachrechnen, wie viele Seen man genau auf der Tour gesehen hat.

Hannes Lintschnig

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