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Schüler sollen digitale Welt mitgestalten

St. Jürgen Schüler sollen digitale Welt mitgestalten

580000 Euro für dreijähriges Multimedia-Projekt der Universität zu Lübeck — Schulen und Museen testen.

St. Jürgen. Sie richtet das Tablet auf das Podest, auf dem ein Bild mit Steinen liegt — und schon sieht Dr. Susanne Füting, wie sich eine Skulptur dreidimensional darauf erhebt. Die Leiterin des Museums für Natur und Umwelt gerät ins Schwärmen, stellt sich vor, wie man mittels dieser Technik zum Beispiel „Haut“ auf Walskelette bringen könnte.

Und auch Prof. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen, ist angetan von den Möglichkeiten der „Augmented Reality“ (erweiterte Realität), die es ermöglicht, virtuelle Objekte in die reale Umgebung einzubinden. „Obwohl ich die Skulptur schon lieber in Echt sehen würde“, wie Wißkirchen einräumt. Aber: Mittels dieser Methode ließe sich die inzwischen digitalisierte Völkerkunde-Sammlung problemlos präsentieren — ob im Audienzsaal, im Hafenschuppen oder auf der Straße.

Die „Augmented Reality“ ist nur eines von drei Beispielen, die Prof. Michael Herczeg, Direktor des Instituts für multimediale und interaktive Systeme (Imis) der Universität zu Lübeck, und Projektkoordinator Dr. Thomas Winkler gestern präsentierten.

Anlass: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert über drei Jahre mit insgesamt 580000 Euro die Entwicklung und den Transfer kinder- und jugendgerechter interaktiver Medien an Schulen und Museen. Das sogenannte Erkenntnistransferprojekt will Potenziale entdecken und Anwendung fördern. Partner sind das Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium (CJB), die Geschwister-Prenski-Schule, das Grass-Haus und das Museum für Natur und Umwelt.

Das CJB hat schon seit 2010 eine interaktive Wand. Darauf werden Arbeiten von Schülern dargestellt, zudem können Fachlehrer Fotos, Texte und Ähnliches einstellen. „Die Erfahrungen damit sind gut“, sagt Schulleiter Kai Glasneck, wobei sich die Schüler leichter damit täten, die Wand zu nutzen. „Bei einigen Kollegen gilt es noch, Vorbehalte abzubauen.“

Ein Großteil der Forschungsgelder fließt übrigens ins Personal sowie in den Bau einer Multimedia-Datenbank. In regelmäßigen Abständen wollen sich die Partner und die Imis-Akteure treffen, um Ergebnisse auszutauschen und Wünsche der Schulen sowie Museen umzusetzen. Herczeg ist wichtig, „dass die nächste Generation diese Medien nicht nur nutzt, sondern mitgestaltet“. Es gehe darum, „neue Ideen zu generieren und auszuprobieren. Jetzt kommt die kreative Phase in den Schulen.“

Von sr

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