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Studieren in Lübeck Campus-Werkstätten planen Medizintechnik
Thema S Studieren in Lübeck Campus-Werkstätten planen Medizintechnik
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20:24 05.01.2016
Die Werkstatt-Leiter Dennis Wendt (Fraunhofer-EMB, v. l.), Alexander Mildner (FabLab TZL), Reinhard Schulz (Wissenschaftliche Werkstatt Feinmechanik), Dirk Steinhagen (Institut für Medizintechnik). Quelle: TZL

Die Forschungs- und Versuchswerkstätten auf dem Lübecker Hochschulcampus vernetzen sich. Gemeinsam beteiligen sie sich an der „Industrie-in-Klinik-Plattform Lübeck“ und stellen ihre Dienstleistungen als Entwicklungspartner für Medizintechnik-Hersteller zur Verfügung. Die Koordination übernimmt das Fabrikationslabor („FabLab“) vom Technikzentrum und der Uni- Transfer-Klinik, das sich damit zum „Medical FabLab“ weiterentwickelt.

In der Forschungs- und Entwicklungsarbeit geht es gerade in der Medizintechnik nach der Ideen- und Konzeptionsphase häufig darum, neue Geräte-Bauteile oder Prototypen für weitere Tests herzustellen.

Hier kommen die Forschungs- und Versuchswerkstätten auf dem Campus ins Spiel, die eine Vielzahl von Fertigungsmöglichkeiten anbieten. „Wir ermöglichen das Rapid Prototyping mit modernen 3-D-Druckern ebenso wie die konventionelle Herstellung von großen Teilen mithilfe von CNC-gesteuerten Fräsen“, beschreibt Alexander Mildner als Koordinator und FabLab-Leiter die Angebotsbandbreite des neuen, hochschul- und einrichtungsübergreifenden Werkstatt-Netzwerkes.

In den neun beteiligten Campus-Werkstätten stehen modernste Geräte zur Verfügung, darunter verschiedene 3-D-Drucker, CNC- Fräsen, CNC-Drehmaschinen, Lasercutter und Laser zur Mikromaterialbearbeitung, 3-D-Scanner, Biegemaschinen, Schweißgeräte, Lackierkabine, Säge- und Schleifmaschinen und viele mehr. „Auch für den Elektronik-Bereich sind wir gut ausgestattet, so dass zum Beispiel Layout und Fertigung elektronischer Schaltungen oder Komponenten hier möglich sind“, sagt Mildner.

Dabei legt der 30-jährige Maschinenbau-Ingenieur Wert darauf, dass mit dem Medical FabLab ein spezielles Konzept hochschulnaher, teiloffener High-Tech-Werkstätten umgesetzt wird: „Hersteller, mit denen wir in Projekten zusammenarbeiten, können so von der Kreativität und Arbeitsroutine der Mitarbeiter und Studierenden profitieren“, so Mildner. Kompetente Beratung bis hin zur Mitentwicklung des Produktdesigns und die Schulung externer Maschinen-Nutzer gehören dabei zum Angebot des Medical FabLab stets dazu.

Das junge Medical FabLab Lübeck ist bereits in einigen Produktbereichen als Partner von Herstellern und Kliniken tätig. So wurden beispielsweise aus medizinischen Bilddaten diverse 3-D-Modelle erstellt und gedruckt.





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