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„Es fehlt an Räumen und ehrenamtlichem Engagement“

Lübeck „Es fehlt an Räumen und ehrenamtlichem Engagement“

Studenten-Vertreter von Lübecker Uni, Fachhochschule und Musikhochschule beklagen Raumnot und Mangel an Mitstreitern – „Campus open air“ bereits abgesagt.

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Sie engagieren sich im Asta ihrer Hochschule (v. l.): Fachhochschul-Student Martin Henze (28, Maschinenbau), Musikhochschul-Student Thore Schmidt (23, Musikvermittlung) sowie Uni-Student Swen Gärtner (27, Medizin).

Quelle: Wolfgang Maxwitat

Lübeck. Zum Wintersemester rechnen ihre Hochschulen mit einem Erstsemester-Boom aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge in Schleswig- Holstein. Ist man gut vorbereitet?

Swen Gärtner (Uni): So weit man sich überhaupt darauf vorbereiten kann, da ja niemand genaue Zahlen der Studienanfänger kennt. Es gibt fünf neue Studiengänge an der Uni; nur die Platznot auf dem gesamten Campus kann niemand so schnell lösen.

Martin Henze (FH): Mit dem Problem muss die Fachhochschule ja schon etliche Jahre leben; zwar wurde nun der Bau eines neuen FH-Seminargebäudes genehmigt, doch die Fertigstellung ist erst für 2018 angekündigt. Zudem werden dort keine Labore integriert sein, und es fällt von der Fläche viel kleiner aus als beantragt. Und ich glaube es erst, wenn der Spatenstich erfolgt ist.

Thore Schmidt (MHL): Wir dürfen zwar nicht mehr Studenten zum Wintersemester aufnehmen – sind also nicht vom erwarteten Ansturm betroffen –, aber das Problem, dass es nicht genug Räume gibt, kennen wir auch zur Genüge. So haben wir einfach nicht genug Überäume an der Musikhochschule, so dass man oft zu wenig Gelegenheit hat, sein Instrument zu spielen. Schließlich kann nicht jeder in seiner Wohnung zu Hause üben.

Haben Sie denn das Gefühl, dass die Problematik von den Hochschulspitzen angegangen wird?

Swen Gärtner (Uni): Durchaus. So wird zum Beispiel vom Uni-Präsidium versucht, Vorlesungen in den Abend zu verlegen, um so für Entlastung zu sorgen. Insgesamt hofft man wohl auch auf das neue Uniklinikum, das Flächen für Institute vorhält, so dass die frei werdenden Räume zukünftig für die Lehre genutzt werden könnten.

Martin Henze (FH): Auf jeden Fall. Nur finden die Gesuche im Kieler Ministerium immer nur begrenzt Gehör; wir als Asta unterstützen das Präsidium voll und ganz. Wenn da nicht noch mehr passieren sollte, muss man sehen, ob man da von studentischer Seite nicht noch aktiver einsteigt. Die Kapazitätsprobleme setzen sich ja fort – ob es die Plätze in der Mensa betrifft oder in der Hochschulbibliothek oder in den Bussen. Auch die Parkplatznot ist erheblich.

Wie groß ist denn der Einfluss der studentischen Gremien auf Entscheidungen, die die Hochschule betreffen?

Swen Gärtner (Uni): Meiner Meinung nach groß; unser Campus ist überschaubar, man kennt sich, und durch die studentischen Vertreter im Senatsausschuss sind wir an wichtigen Entscheidungsprozessen direkt beteiligt und haben erhebliches Mitspracherecht. Deshalb ist es so bedauerlich, dass sich immer weniger Studenten engagieren, so dass wir mittlerweile echte Probleme haben, die Gremien zu besetzen.

Martin Henze (FH): Genau diese Sorge treibt uns auch um. Dabei haben wir einen sehr guten Draht zum Präsidium und werden häufig über Neuerungen schnell unterrichtet, so dass eine Mitarbeit in den studentischen Gremien echt spannend ist.

Thore Schmidt (MHL): Das kann ich nur unterstreichen. Ich arbeite seit Anfang des Jahres im Asta mit und empfinde es als extrem wertvoll, eigene Ideen mit in den Studienalltag einbringen zu dürfen.

Gibt es denn schon Konsequenzen aufgrund des mangelnden Engagements Ihrer Kommilitonen?

Swen Gärtner (Uni): Ja. Übermorgen zum Uni-Schnuppertag sollte eigentlich wieder unser Campus Open Air Lübeck, kurz Coal, stattfinden. Es wäre das sechste Mal gewesen. Aber wir haben nicht genug Helfer zusammenbekommen, so dass wir das Musikfestival vor dem Audimax absagen mussten. Als kleine Kompensation planen wir nun für Juli ein „Fest der Vielfalt“ oder auch „Festival of Diversity“

mit einer Musikbühne und drumherum Kulinarischem und Information.

  Interview: Michael Hollinde

Die studentische Regierung

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) ist die „Regierung“ der Studentinnen und Studenten. Neben dem Asta ist noch das Studierendenparlament (Stupa) das wichtigste Organ der studentischen Selbstverwaltung. Und das Stupa wählt jährlich den Asta, der aus einem oder mehreren Vorsitzenden sowie einer Reihe von Referenten für verschiedene Aufgabengebiete besteht. Der Asta der Uni Lübeck hat zum Beispiel sechs Referate – für Finanzen, Technische Angelegenheiten (IT), Kommunikation und Public Relations (Kopr), Kultur, Umwelt und Sport (Kus), Politik, Ausland und Soziales (Pas) sowie Queer, Awareness, Equal Rights and Gender Matters (Quarg).

LN

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