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Experten fordern Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin

Lübeck Experten fordern Gesetz zur Fortpflanzungsmedizin

Lübecker Uni-Emeritus Prof. Klaus Diedrich arbeitet als Leopoldina–Mitglied an Entwurf mit – Altes Gesetz ist fast 30 Jahre alt.

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Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach und Prof. Klaus Diedrich haben bei der „PID“ eng kooperiert.

Lübeck. Über 20 Jahre hat Prof. Klaus Diedrich die Lübecker Uni-Frauenklinik geprägt und dem Campus mit seiner Forschertätigkeit auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin ein über Europa hinausreichendes Renommee verschafft. Zuletzt war er zusammen mit Humangenetikerin Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach dafür verantwortlich, den Standort Lübeck als Zentrum für Präimplantationsdiagnostik zu etablieren.

„Das war ein sehr wichtiger Schritt“, schaut der Experte zurück, und obwohl er bereits vor fünf Jahren als Universitätsprofessor emeritiert worden ist, ist er auf seinem Fachgebiet noch immer sehr aktiv. So arbeitet er als Mitglied der „Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina“ seit vier Jahren in einer 16-köpfigen Arbeitsgruppe mit – aus renommierten Medizinern, Juristen und Ethikern –, um eine Neufassung des viel diskutierten Embryonenschutzgesetzes auf den Weg zu bringen.

„Jetzt sind wir im Entwurf auf Seite 140 und hoffen, im nächsten Frühjahr fertig zu sein, um ihn danach in die Gremien zu geben, bevor möglicherweise im Bundestag abgestimmt wird“, erklärt der 71- Jährige. Doch punktgenau zu den Berliner Koalitionsverhandlungen sei eine Kurz-Vorabfassung herausgekommen. „Und die ersten Reaktionen aus der Politik darauf sind sehr positiv“, resümiert er.

Das Embryonenschutzgesetz mit seinen strafrechtlichen Verboten stammt aus dem Jahr 1990; dabei ist die Fortpflanzungsmedizin schon seit etlichen Jahren einer rasanten Entwicklung unterworfen. Pro Jahr werden in Deutschland über 80 000 „künstliche Befruchtungen“, also In-vitro-Fertilisationen durchgeführt.

Die Leopoldina-Experten möchten unter anderem den sogenannten elektiven Single-Embryo- Transfer ermöglichen. Das heißt: Nur der Embryo mit der größten Entwicklungsfähigkeit soll nach der Reagenzglasbefruchtung in die Gebärmutter eingesetzt werden. „Damit können vor allem die gesundheitsgefährdenden Mehrlingsschwangerschaften verhindert werden“, so Diedrich. Auch die Eizell- und die Embryonenspende wird als „besonders regelungsbedürftig“ angesehen. Prof. Klaus Diedrich hofft jedenfalls, dass in der kommenden Legislaturperiode ein umfassendes Fortpflanzungsmedizingesetz auf den Weg gebracht werden kann.

mho

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