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Gesundheit in Lübeck: Forscher starten große Befragung

Uni Gesundheit in Lübeck: Forscher starten große Befragung

Uni-Wissenschaftler möchten Probleme in der Gesundheitsversorgung aufdecken. Bürger sollen dafür ihre Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge einsenden.

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Von OP über Gesundheitsamt bis Pflege: Die Lübecker Uni-Forscher — oben rechts: Semra Dogan (v. l.), Dr. Joachim Hübner sowie Prof. Alexander Katalinic — möchten die Probleme der Versorgung in Lübeck ergründen.

Quelle: Fotos: Hollinde, Roeßler, Maxwitat, Neelsen

Sie möchten möglichst nah dran sein an den Bürgern, die Lübecker Uni-Forscher des Zentrums für Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung. „Das ist schließlich unser Auftrag“, erklärt Professor Alexander Katalinic, der Sprecher der Einrichtung. Das Thema der Wissenschaftler ist meist die Gesundheit. So waren sie es auch, die unter anderem vor über zehn Jahren die größte bisher dagewesene Rückenschmerz-Studie in Deutschland gestartet haben. Und die Ergebnisse haben vor allem in der Vorbeugung des Leidens Maßstäbe gesetzt. Jetzt stellen sie an alle Lübeckerinnen und Lübecker die Frage:

„Ihre Gesundheit — wo drückt der Schuh?“

„Das ist natürlich nicht auf die Füße beschränkt; wir meinen das im übertragenen Sinne“, stellt die Zentrumskoordinatorin Semra Dogan klar. Und formuliert konkreter: „Wie steht es mit der Hilfe für kranke Menschen und ihre Angehörigen in Lübeck? Welche Erfahrungen machen Sie? Bekommen Sie, was Sie brauchen? Was ließe sich aus Ihrer Sicht noch verbessern?“, so lauten die Forscher-Fragen an die Hansestädter. Per E-Mail, Brief und Fax können ab sofort Erfahrungen und Verbesserungsvorschläge Richtung Universität geschickt werden. „Die Teilnahme an der Befragung erfolgt selbstverständlich anonym, persönliche Angaben können aber auf Wunsch hinzugefügt werden“, versichert Dogan.

Die Wissenschaftler haben dabei besonders die Belange älterer Menschen im Blick. „Schließlich ist der demografische Wandel, also die immer älter werdende Bevölkerung, auch das Thema des bundesweiten Wissenschaftsjahres“, erklärt Katalinic. So wird in Deutschland bereits im Jahr 2030 rund die Hälfte der Menschen älter sein als 50 Jahre. Jeder Dritte wird dann sogar schon seinen 65. Geburtstag hinter sich haben. „Das stellt uns vor besondere Herausforderungen“, so der Uni-Professor. Erste Grundlagen haben die Wissenschaftler des Zentrums in den vergangenen Wochen bereits auf Workshops bei Selbsthilfegruppen und dem Seniorenbeirat sowie zusammen mit Experten für die Gesundheitsversorgung erhoben.

„Wir streben im ersten Schritt eine reine Bestandsaufnahme an, die ergebnisoffen ist. Wir wollen also erstmal nur den Status quo aufzeigen, ohne gleich Lösungen parat zu haben“ — diese Botschaft ist Semra Dogan wichtig. Dass nach den ersten Workshops schon einige Haupt-Problemfelder offenkundig wurden, verwundert aber nicht. „So zeigt sich, dass die Kommunikation zwischen Patient, Arzt und Klinik nicht immer reibungslos verläuft und auf den Wegen dazwischen häufig auch Informationen verloren gehen können“, erklärt Dr. Joachim Hübner, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums. Der Gesichtspunkt „Schwierigkeiten bei der häuslichen Versorgung älterer Menschen“ sei ebenfalls häufig vorgebracht worden wie das Thema Barrierefreiheit.

Die Untersuchung findet im Rahmen einer wissenschaftlichen Bestandsanalyse „Probleme der Gesundheitsversorgung in Lübeck“ statt und soll Ende 2013 abgeschlossen werden. Zudem ist sie Teil einer vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Initiative für die nachhaltige Entwicklung der Städte, die vom Wissenschaftsmanagement Lübeck als „Zukunftswerkstatt“ umgesetzt wird.

„Hier geht es darum, die Bürger in die Diskussion miteinzubeziehen und sie zu beteiligen. Deshalb werden wir im November auch alle — als Zusatzangebot — zu einem Zukunftsforum einladen“, kündigt Alexander Katalinic an.

Die Adresse
Wer an der Studie teilnehmen möchte, schreibt bitte bis Anfang September an: Universität zu Lübeck

Zentrum für Bevölkerungsmedizin

und Versorgungsforschung

z. Hd. Semra Dogan

Ratzeburger Allee 160 (Haus 50)

23562 Lübeck

E-Mail: info@zbv.uni-luebeck.de

Telefon: 0451/500 3856

Fax: 0451/500 5455

Info: www.zbv.uni-luebeck.de

Michael Hollinde

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