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Studieren in Lübeck Ihr Motto: Mit Neugier Menschen helfen
Thema S Studieren in Lübeck Ihr Motto: Mit Neugier Menschen helfen
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20:25 05.08.2014
„Die Medizin hat einen besonderen Reiz. Sie ist nicht abstrakt, sondern man sieht, was man macht“, erklärt Prof. Meike Kasten. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

„Es war ein langer Weg bis hierher, und es gab viele Herausforderungen“, erzählt Prof. Meike Kasten. Die 37-Jährige ist studierte Medizinerin und seit einem Jahr die Leiterin einer Arbeitsgruppe der Neuropsychiatrischen Epidemiologie der Universität Lübeck. Gemeinsam erforschen sie die nicht-motorischen Symptome bei Parkinson und anderen Bewegungsstörungen. „Die Patienten haben Symptome wie Depressionen oder Halluzinationen“, erklärt Kasten. „Wir versuchen, dazu neue Kenntnisse zu erlangen, denn genau diese nicht- motorischen Symptome schränken das Leben zusätzlich ein.“

Die Neugier — das ist für sie die entscheidende Triebfeder für ihre Arbeit. Dabei war die Medizin nicht immer ihr Berufswunsch. „Es gab viel zur Auswahl“, gesteht Kasten. „Ich habe aber den Medizinertest für das Studium gemacht.“ Nach dem ersten Semester war dann alles klar. „Ich fand es inhaltlich sehr interessant, und dieses Interesse hat sich im Laufe des Studiums dann immer weiter entwickelt“, erzählt sie. Die Neurologie war schließlich das Ziel.

„Ich habe in der Neurologie mein AiP gemacht“, berichtet Kasten. „Das heißt Arzt im Praktikum.“ Innerhalb des ersten halben Jahres kam dann ein Stellenangebot aus Kalifornien. „Da habe ich ziemlich spontan zugesagt.“ Nach zwei Jahren im Silicon Valley kam sie zurück. Im Ausland mache man wertvolle Erfahrungen, aber: „In Lübeck ist es am schönsten.“

Verlegen gesteht die 37-Jährige: „Ich habe mit dem Diercke-Schulatlas Lübeck als erstes Ziel für mein AiP ausgesucht. Ich wollte unbedingt hierher an die Ostsee.“ Außerdem genieße die Universität Lübeck einen guten Ruf — auch im Ausland. „In Kalifornien dachten alle, wir wären eine riesige Uni.“

Die Wahl-Lübeckerin liebt ihre Arbeit. Derzeit führt sie gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe eine große Studie über das Essverhalten durch (die LN berichteten). „Ich freue mich sogar in meiner Freizeit über neue Ideen“, gesteht sie. Gleichzeitig ist es das größte Opfer, das sie bringt. „Ich habe wenig Zeit und hätte zum Beispiel gerne weiter im Chor gesungen.“ Dieses Hobby sei jedoch im Studium allmählich immer weniger geworden. Wenn Meike Kasten aber doch mal abschalten möchte, verrät sie: „Dann mache ich gerne Handarbeiten. Ich nähe sogar viele meiner Kleidungsstücke selber.“ km





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