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Wenn im OP die Geräte miteinander sprechen

Lübeck Wenn im OP die Geräte miteinander sprechen

Informatiker der Lübecker Universität entwickeln im Projekt „OR-Net“ den Operationssaal der Zukunft.

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Im OP-Saal sind die Ärzte auf viele medizinische Geräte angewiesen. Wären diese miteinander vernetzt, würde vieles einfacher.

Quelle: Foto: TZL

Lübeck. Wer einmal einen Chirurgen bei der Arbeit gesehen hat, weiß, wie unübersichtlich es im modernen Operationssaal aussieht. Da gibt es blinkende Gerätetürme für allerlei Funktionen, von der Narkose-Überwachung bis zur Video-Navigation. Der Operateur und sein Team müssen viele einzelne Informationen wahrnehmen und verarbeiten, um die für den Patienten bestmögliche OP-Entscheidung zu treffen. Und dann fehlt manchmal im entscheidenden Moment doch das richtige Bild aus der Computertomografie, weil das Video-System es nicht aus der Patientenakte einspielen kann — die wird nämlich in einer anderen Software gepflegt.

So etwas kann und wird in Zukunft seltener passieren, denn der medizintechnische Gerätepark lernt so langsam eine gemeinsame Sprache. Wenn die Geräte dann miteinander kommunizieren können, ist es für den Chirurgen oder einen Techniker am zentralen Steuerpult im OP ein Leichtes, die gewünschten Daten, Fakten und Bilder auf Knopfdruck zur Verfügung zu stellen — oder womöglich auch per Sprachsteuerung wie auf dem Handy oder wie seinerzeit im Science- Fiction-Film in der medizinischen Abteilung des Raumschiffs Enterprise mit Chefarzt „Pille“ McCoy.

Denn auf dem Lübecker Wissenschaftscampus arbeiten Informatiker der Uni-Institute für Telematik, Software-Technik und Medizininformatik daran, den Geräten die gemeinsame Sprache beizubringen. Im Bundes-Förderprojekt „OR- Net“ (Vernetzung im Operationssaal) entwickeln sie die Basis-Infrastruktur-Software des Projekts. Das Zauberwort dabei heißt „Web-Services“: Auf der unkomplizierten Basis von IP-Adressen, html und xml können Geräte auf einfache Weise Daten austauschen, wie das heute jeder vom Internet oder Büronetzwerken her kennt. Auch die Datensicherheit ist mit technisch bereits vorhandenen Mitteln wie Verschlüsselung und Zertifikate zu garantieren. Einige Prototypen gibt es inzwischen bereits, darunter eine Anwendung auf einem Beatmungsgerät eines Lübecker Herstellers.

Wenn das OR-Net-Projekt 2015 endet, soll es im Prinzip erstmals einen Industriestandard für die softwareseitige Vernetzung im OP geben. Zur Freude von Patient, Operateur und Geräte-Hersteller.

rwe

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