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Fit & Gesund Die Zukunft der Universitätsmedizin
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13:14 08.03.2019
Die Gebäude auf dem Campus Lübeck sind schon so gut wie fertig. Quelle: Fotos: UKSH
Lübeck

Ein UKSH, zwei Campi, eine Architektur. Was erst eine Vision war und dann ein ehrgeiziger Plan, wird bald Wirklichkeit. In wenigen Wochen werden nach nur vierjähriger Bauzeit die zentralen Gebäude an beiden Standorten fertiggestellt sein.

Die Anfänge der baulichen Rundumerneuerung der Universitätsmedizin reichen zurück bis ins Jahr 2009. Damals entstand ein Medizinisches Strukturkonzept, dessen Leitgedanke die Krankenversorgung der Zukunft in Schleswig-Holstein definierte und die aktuellen und künftigen medizinischen Notwendigkeiten sowie die Patientenbedürfnisse zugrunde legte. Prognosen und Kapazitätsberechnungen berücksichtigen den demografischen Wandel und medizinischen Fortschritt. Die Daten bilden wiederum die Grundlagen für die bauliche Gestaltung. „Wenn wir immer komplexere Krankheitszustände effektiv diagnostizieren und therapieren wollen, müssen wir die Fächer in unmittelbare Nachbarschaft zueinander rücken. Unser Ziel ist, dass die Kliniken zum Patienten kommen“, sagt Prof. Jens Scholz, UKSH-Vorstandsvorsitzender.

Mit dem Landtagsbeschluss zum Baulichen Masterplan der Universitätsmedizin der Zukunft im Jahr 2011 sprach Prof. Scholz von einer „historischen Entscheidung“. Mittlerweile ist klar: „Dies ist ein entscheidender Schritt, die Krankenversorgung eines Viertels der Menschen in Schleswig-Holstein für die kommenden Dekaden zu sichern und die Innovationskraft von Forschung und Lehre zu stärken. Und nicht zuletzt machen wir damit 13.500 hochattraktive Arbeitsplätze in Kiel und Lübeck zukunftssicher.“

Auch was Ästhetik und Funktionalität des neuen UKSH betrifft, ist der Vorstandsvorsitzende begeistert und spricht von einer „architektonischen Meisterleistung“. Was vor allem darauf zielt, dass es den Planungsteams gelungen ist, die 80 Kilometer weit auseinanderliegenden Standorte Lübeck und Kiel wie aus einem Guss erscheinen zu lassen und dem zweigeteilten Campus so einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen.

Der mit Backstein verkleidete Sockel der Fassaden fügt sich in Lübeck wie in Kiel harmonisch in die umgebende Bebauung ein und steht für norddeutsche Bautradition. Aufstrebende Baukörper präsentieren sich in einem klar strukturierten, freundlichen Gewand mit goldenen Farbakzenten. Die Materialien sind langlebig und nachhaltig. Bis hinein in die Patientenzimmer setzt sich die Idee des lichtdurchfluteten Krankenhauses fort. Helle Farben und warme Holztöne schaffen dort eine hohe Behaglichkeit, ohne dass die hygienischen Standards darunter leiden müssten.

In Lübeck fällt der Umgang mit der Bestandskultur auf. Die Architekten sind höchst subtil vorgegangen und haben die denkmalgeschützten Gebäude respektvoll in ihre Überlegungen einbezogen. Die Gebäudestruktur erhält einen neuen Eingang hin zur Ratzeburger Allee und verkörpert eine großzügige Eingangsgeste mit direkter Anbindung ans Parkhaus. Ausgebaut wurde und wird das bestehende Zentralklinikum mit seiner Kammerstruktur. Damit können die bisher in Provisorien untergebrachten Kliniken ins Mutterhaus integriert werden. Die denkmalgeschützten Gebäude der ehemaligen Psychiatrischen Klinik Strecknitz sind genau wie die „Hamburger Häuser“ erhalten geblieben.

Eine zentrale, von Bäumen gesäumte Achse führt zur neuen verglasten Eingangshalle. Als Entree zum Klinikum tut sich ein zum Eingang hin leicht abfallender Vorplatz auf – ein mit hoher Aufenthaltsqualität versehener großzügiger Freiraum. Harmonisch miteinander verknüpft werden dabei die Verkehrsströme von Fußgängern und Taxis, aber auch die Außengastronomie. Die großzügige, transparent wirkende Eingangshalle empfängt die Besucher, Mitarbeiter und Patienten. Große Öffnungen im Dach unterstreichen den mehrgeschossigen Raum als besonderen Anlaufpunkt und neue Adresse des UKSH, Campus Lübeck.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten in Lübeck und Kiel noch nicht: In der letzten Phase ist an diversen Stellen vor allem der Innenausbau noch ein Thema. Offiziell in die medizinische Zukunft starten will das UKSH am 16. August am Campus Kiel und am 8. November am Campus Lübeck. Angekündigt haben sich prominente Redner aus der Bundes- und Landespolitik: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Ministerpräsident Daniel Günther haben ebenso zugesagt, wie die Bürgermeister von Lübeck und Kiel, Jan Lindenau und Dr. Ulf Kämpfer. Musikalische Darbieten steuern das Schleswig-Holstein Musikfestival, die Big-Band Salt Peanuts und Sarah Connor bei. Und es gibt die Gelegenheit, einzutauchen in die besondere Architektur der Neubauten und faszinierende digitale Neuerungen kennenzulernen.

Campus Lübeck

Tel. 0451/ 500 -0

www.uksh.de

Martin Geist

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