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Sportlerwahl Olympia-Hoffnungen, Dauerbrenner und die Größen aus der Region
Thema Specials Sportlerwahl Olympia-Hoffnungen, Dauerbrenner und die Größen aus der Region
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09:41 29.12.2017
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Lübeck

Neun Sportler, die in der LN-Region leben und/oder ihrem Sport nachgehen, haben wir Ihnen vorgeschlagen und stellen sie nachfolgend vor. Aber natürlich ist die Liste der Kandidaten viel länger. Deshalb können Sie auch für Ihren ganz persönlichen Favoriten stimmen und seinen Namen (einen pro Kategorie) im freien Feld des Coupons eintragen.

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Alle Infos zur Sportlerwahl veröffentlichen wir auf dieser Themenseite

Hier geht es zur Seite der neuen Sportshow Lübeck!

Dennis Klockmann ist Schwartaus Riese im Tor. Aber nicht nur ob seiner 2,10 Meter Körpergröße. Der 35-Jährige ist einer der Garanten für den Höhenflug der Zweitliga- Handballer, die in der vergangenen Saison bis zum vorletzten Spieltag sogar am Aufstiegsball waren. Seine Bilanz: 400 Paraden in 38 Spielen. Top! Trainer und Manager der 2. Liga wählten den gebürtigen Hamburger, der nebenbei noch als selbstständiger Fotograf seine Brötchen verdient, deshalb zum „besten Torhüter der Saison 2016/17“. Auch in der laufenden Spielzeit ist der Stockelsdorfer die „Bank zwischen den VfL-Pfosten“. Und der Riese, der mit dem THW Kiel schon Meister war, hat seinen Vertrag bis 2020 verlängert.

Klicken Sie sich durch diese Bildergalerie, um zu sehen, wer für die Wahl zum Sportler des Jahres nominiert wurde!

Claudius Michalak, der 33-jährige Segeberger „Dauer(b)renner“, hat ein extremes Jahr hinter sich. Doch trotz Bandscheibenproblemen, einer Blutvergiftung und Windpocken war der hauptberufliche Außendienstler fit genug, bei 14 Starts 13 Rennen zu gewinnen – vom Silvesterlauf in Mölln über den Mitternachtslauf in Heiligenhafen (mit 10-km-Bestzeit von 31:28 Min.), den Lübecker Citylauf, die Halbmarathon-Landesmeisterschaft im Rahmen des Lübeck-Marathons bis zum Ratzeburger Adventslauf.

Kai Rüder erlebt seinen zweiten Frühling als Vielseitigkeitsreiter. Der 46-jährige Fehmaraner, der bereits 2000 bei Olympia in Sydney sowie 2002 bei den Weltreiterspielen in Jerez de la Frontera mit „Butscher“ für Deutschland durchs Gelände preschte, meldete sich 2017 mit „Colani Sunrise“ auf internationalem Top-Level zurück: Sieg im Nationenpreis im polnischen Strzegom, Rang fünf bei der DM in Luhmühlen, EM-Platz sechs in Strzegom. Der Lohn: Rüder und „Colani“ wurden in den neusortierten deutschen Olympiakader berufen.

Justus Schmidt musste ein schwieriges Segel-Jahr meistern. Da Max, Böhme, der Vorschoter des 25-jährigen Steuermanns aus Schönwalde am Bungsberg, in Polen studiert, waren gemeinsames Training und Wettkämpfe im olympischen 49er rar. Trotzdem war der Ostholsteiner mit dem sechsten Platz bei der Kieler Woche und dem fünften bei der Weltmeisterschaft vor Porto, sehr zufrieden. Der Volkswirtschaftsstudent setzte „nebenbei“ schon die Segel für Olympia 2020 in Tokio, will selbst rund 100 000 Euro für das große Ziel sammeln.

Rekordsiegerin nicht dabei

6 Mal wurde Julia Görges zur LN-Sportlerin des Jahres gewählt, ist damit die Rekordsiegerin. 2017 war ihr Top-Jahr – mit dem Sieg bei der B-WM als finalen Höhepunkt. Aber: Da die gebürtige Oldesloerin jetzt in Regensburg zu Hause ist, dort auch für den Tennisclub spielt, steht sie nicht auf unserer Vorschlagsliste.

Finn Schröder hat zwar eine „wellige“ Rudersaison hinter sich, konnte sich 2017 aber als Neu- Dortmunder in der A-Nationalmannschaft etablieren, auch wenn es für einen Rollsitz im Deutschland-Achter (noch) nicht reichte. Der 24-Jährige von der Lübecker RG gewann als „Lückenbüßer“ mit dem deutschen Vierer ohne Steuermann im Juni Weltcup- Bronze in Posen. Im September durfte er mit Malte Großmann und Jonas Wiesen an den Lenkseilen dann im Zweier mit Steuermann bei der WM in Sarasota starten und holte Bronze für Deutschland, ehe er im Dezember in Kiel sogar zu Schleswig-Holsteins Sportler des Jahres 2017 gekürt wurde.

Zbigniew Sikorski (Foto) ist in Sportlerkreisen nur als „Speedy“ bekannt. Der gebürtige Pole sprintet seit knapp zwei Jahrzehnten für die Leichtathleten des LBV Phönix, brachte es 2001 auf eine 100-m-Bestzeit von 10,71 Sekunden. Von seiner Spritzigkeit hat der Software-Entwickler auch als 35- Jähriger kaum etwas eingebüßt, flitzte 2017 in der Altersklasse M35 bei der Hallen-DM der Senioren in Erfurt zum M35-Titel über 60 m (in 7,27 Sekunden), erlief sich bei der Senioren- DM in Zittau jeweils Gold über 100 und 200 m und sorgte im September maßgeblich mit dafür, dass Lübecks M30-Crew ihren Titel bei der Team- DM verteidigen konnte.

Patrick Urban hatte mit zehn Jahren seine ersten Stunden im Karate-Dojo Lübeck. Jetzt zählt der 26-Jährige zum Nationalteam, ist eine der deutschen Hoffnungen für Olympia 2020. Bei der EM in diesem Jahr untermauerte er dies mit Rang fünf (Team) und dem Achtelfinale (Einzel). Zum Training pendelt Urban zwischen Lübeck, Reinbek und dem Bundesstützpunkt hin und her. Zu Turnieren reist er rund um den Globus. und das, obwohl er als Saunameister in der Ostsee-Therme arbeitet – und das 32 Stunden die Woche.

Davide von Zitzewitz, der mit viereinhalb Jahren das erste Mal auf einem Motorrad saß, sicherte sich den ersten Deutschen Motocross-Meistertitel der Familiengeschichte, die 1956 mit der ersten Deutschen Enduro-Meisterschaft seines Großvaters Volker begann. Der 26-Jährige gewann die Junioren-Klasse MX2. Davide von Zitzewitz, der in Lübeck Wirtschaftsingenieurwesen studiert, belegte zudem in der Enduro2-Kategorie (bis 450 ccm) Platz zwei in der DM-Gesamtwertung.

Dirk von Zitzewitz ist eine Dakar-Legende. Und das ganz offiziell. Vor dem Start in seine 17. Rallye Dakar im Januar 2017 wurde der 49-Jährige in den besonderen Kreis, den „Dakar Legends Club“, aufgenommen. Festgezurrt im Hartschalensitz, wies der Dakar-Sieger von 2009 danach im 380-PS-Toyota seinem Piloten Giniel de Villiers den Weg – durch ausgetrocknete Flussbetten, über weiche, heimtückische Sanddünen. Am Ende wurde es im Kampf gegen die übermächtigen Peugeots Platz fünf. 2018 soll jetzt der Sieg her – so hat es der südafrikanische Teamchef verordnet. „Das wird die härteste Dakar aller Zeiten“, ist sich von Zitzewitz sicher. Übrigens: Der 15-fache Enduro-Meister aus dem ostholsteinischen Karlshof demonstriert immer noch seine Klasse auf zwei Rädern. Zuletzt als Sieger beim NMX-Cup.

Aber natürlich gibt es in der Region viel mehr Top-Sportler als diese neun Kandidaten, die für den Titel des LN-Sportlers des Jahres in Frage kommen. Wie zum Beispiel Temur Mamoyan vom Boxclub Lübeck, der sich in der Hansehalle erst vor wenigen Wochen DM-Bronze im Superschwergewicht erkämpft hat. Oder etwa Triathlet Simon Müller (Tri-Sport Lübeck), der nicht nur oft die Spezialisten bei den großen Läufen in der Region abgehängt, sonder auch noch Rang sechs bei der Mitteldistanz-EM der Triathleten belegt hat. Aber vielleicht fasziniert Sie auch ganz besonders ein echter Dauerbrenner wie Lothar Müller vom TSV Trittau, der bei der Leichtathletik-DM der Senioren Gold über 100 Meter und im Weitsprung in der Altersklasse M80 gewonnen hat – um nur ein paar weitere Alternativen zu nennen.

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