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Flucht-Ausstellung: Seebadmuseum sammelt Erlebnisberichte

Travemünde Flucht-Ausstellung: Seebadmuseum sammelt Erlebnisberichte

Jeder Travemünder mit Vertriebenen-Biografie kann mitmachen — „Tag der offenen Tür“ am 1. März.

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Siegfried Austel (r.) und Uwe Thill begutachten den Original-Transportkarren.

Quelle: Michael Hollinde

Travemünde. Siegfried Austel nimmt kein Blatt vor den Mund. „Heute sprechen wir von einer Million Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen. Damals zwischen 1942 und 1945 hatten wir 13 Millionen Vertriebene, die hier im Land eine neue Heimat suchten. Das vergessen die Leute“, führt der Vorsitzende des Travemünder Heimatvereins aus — und dies noch mit dem großen Unterschied, „dass wir heute ein reiches Volk sind“.

Da sehr viele Flüchtlinge in der Endphase des Zweiten Weltkriegs über die Ostsee nach Travemünde kamen, widmet das Seebadmuseum nun dieser Thematik eine eigene Ausstellungsfläche mit einer großen Foto-Collage. Darauf sind unter anderem Fluchtrouten verzeichnet sowie persönliche Aufnahmen des Fischers Gerd Vollbrecht zu sehen. „Er ist mit seiner Familie vom pommerschen Stolpmünde über Bornholm und Saßnitz in mehreren Etappen in unseren Ort gekommen, wo er heute noch lebt“, erzählt Austel.

Vollbrecht hat dem musealen Kleinod im Erdgeschoss des Gesellschaftshauses gegenüber der St. Lorenz-Kirche auch eine Original-Transportkarre samt verschiedener Utensilien zur Verfügung gestellt.

„Unsere kleine Flucht-Ausstellung befindet sich noch im Aufbau“, erläutert Künstler Uwe Thill, der den Heimatverein tatkräftig unterstützt. So soll als weitere Visualisierung der Thematik eine Diaschau mit Bildern aus der damaligen Zeit präsentiert werden. „Zudem wollen wir in einer großen, einsehbaren Mappe Dokumente und Augenzeugenberichte sammeln“, kündigt Siegfried Austel an. Jeder Travemünder mit einer Vertriebenen-Biografie aus dieser Zeit könne sich dort verewigen. „Nach zwei Monaten Winterpause öffnen wir wieder am Dienstag, 1. März, unsere Türen. An diesem Tag ist zudem zwischen 11 und 17 Uhr kostenloser Eintritt. Dann wird auch Gerd Vollbrecht da sein“, berichtet Austel. mho

Seeebadmuseum: Öffnungszeiten ab 1. März — dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, Telefon 04502/999 80 94

LN

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