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Unbekannte randalieren auf dem Priwall

Travemünde Unbekannte randalieren auf dem Priwall

Innerhalb von vier Tagen wurde das Grundstück von Anna Haag mehrmals von Vandalen heimgesucht.

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Anna Haag mit Hündin „Kylie“ vor dem Zaun, den Unbekannte aus der Mauer gerissen haben.

Quelle: Fotos: Felix König

Travemünde. Die grünen Zaunpfosten sind mit rot-weißem Absperrband umwickelt. Das 20 Meter lange Zaungitter steht lose an der Steinmauer, auf der es zuvor befestigt war.

 

LN-Bild

Auch diese Betonskulptur wurde im Garten von den Unbekannten umgestoßen. Auf dem Boden des Beetes sind Fußspuren zu erkennen.

Quelle:

„Der Zaun wurde mit brachialer Gewalt von der Mauer gebrochen. Das ist kein Schabernack mehr.“ Anna Haag (75)

„Das hat jemand mit brachialer Gewalt abgebrochen“, sagt Anna Haag und schüttelt den Kopf. „Das ist kein Schabernack mehr, das ist Sachbeschädigung.“

Die 75-Jährige steht vor dem Grundstück ihres Wohnhauses an der Mecklenburger Landstraße auf dem Priwall. Drei Mal schon haben Unbekannte den grünen Metallzaun, der Haus und Garten von der Straße trennt, beschädigt. „Das erste Mal passierte es Freitagnacht gegen 1.30 Uhr“, sagt Haag. „Ich bin durch ein lautes Geräusch wach geworden, habe mehrere Personen vor dem Haus gehört.“ Auch eine Frauenstimme sei darunter gewesen. „Sie haben Deutsch gesprochen und anzügliche Lieder gesungen — sie waren offenbar betrunken.“

Schnell sei sie daraufhin auf den Balkon gelaufen. „Dort habe ich dann gesehen, dass ein Teil des Zauns von der Mauer gebrochen war.“ Die Unruhestifter waren schon verschwunden, Anna Haag rief umgehend die Polizei, die Beamten nahmen eine Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt auf.

Doch die mysteriösen Randalierer hatten in derselben Nacht scheinbar nicht genug. Anna Haag: „Sie sind später, als die Polizei gegangen war, noch einmal zurückgekommen und haben weitere Teile des Zauns abgebrochen.“ Sie habe bereits geschlafen. „Ich habe den neuen Schaden erst am nächsten Morgen bemerkt.“ In der folgenden Nacht wurde dann das letzte Drittel des Metallgestänges aus der Steinmauer gerissen. Wieder konnten die Täter ungesehen entkommen.

In der Nacht von Montag auf Dienstag stießen Unbekannte dann zusätzlich noch eine Betonskulptur, die in einem Blumenbeet am Zaun steht, zu Boden. „Mein Mann und ich haben in den letzten Tagen insgesamt vier Mal die Polizei gerufen“, sagt Anna Haag, „ich schlafe jetzt schon schlechter als vorher.“ Auch ihre Familie mache sich Sorgen.„Ich habe es meinen Töchtern erzählt. Der Gedanke, dass jemand nachts auf dem Grundstück war, macht Angst.“ Auch Nachbarn habe sie mittlerweile nach Hinweisen auf die Täter befragt. „Sie haben die Gruppe aber auch nur gehört, schließlich ereignete sich alles in der Nacht.“

Dass die Unbekannten mit ihrem Vandalismus direkt sie treffen wollten, glaubt sie nicht. „Mein Mann und ich sind erst vor zwei Jahren nach Travemünde gezogen, wir haben mit niemandem Streit.“ Als einfachen Streich möchte sie die Sachbeschädigung aber nicht abtun: „Die Reparatur des Zauns kostet mehrere Tausend Euro, lustig ist das nicht.“ Sie hofft jetzt, dass die Polizei vermehrt Streife fährt. „Ich möchte hier nicht in Angst leben.“ Ein Umzug käme für sie jedoch nicht in Frage. „Ich bin Ostfriesin, ich ziehe hier nicht so einfach weg“, sagt die 75-Jährige und muss etwas lachen.

Die Polizei Travemünde hat die Ermittlungen aufgenommen. „Die Vorfälle sind bekannt, es wurden bereits erste Gespräche geführt“, sagt Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Besorgniserregend seien die aufeinanderfolgenden Taten jedoch nicht. „Sowohl in Travemünde als auch in anderen Stadtgebieten passiert so etwas immer mal wieder“, erklärt Dürbrook. „Auf dem Priwall überschreiten solche Vorfälle bisher nicht das übliche Maß.“ Dennoch versuche man jetzt, das Areal im Rahmen der personellen Möglichkeiten besser zu bewachen, erklärt Dürbrook.

Von Katrin Diederichs

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