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Travemünder Woche 2013 Die Alt-Rocker lassen es im Brügmanngarten krachen
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09:08 23.07.2013
Manne Krasik und Eggert Johannsen von „The Rattles“ toben sich ordentlich aus an den Saiten.  Quelle: Nina Gottschalk
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Travemünde

„Das ist Rock’nRoll“, schreit Sandra Schulte über die dröhnenden Boxenklänge hinweg und reißt begeistert die Arme in die Höhe. Mit ihren Freundinnen feiert die Lübeckerin zu „The Rattles“, die am Sonntagabend auf der Bühne im Brügmanngarten standen. Schon bei den ersten Takten von „Come on and sing“ sind Hunderte von Händen in der Luft. Vor 50 Jahren hat alles begonnen, mittlerweile sind die Bandmitglieder zusammen stolze 263 Jahren alt. Sie beweisen: „je oller desto doller“, denn nichts haben sie von ihrem Groove eingebüßt. Im Gegenteil: Das lässige Zusammenspiel und das breite Lachen zeugen von viel Erfahrung und eingespieltem Miteinander. „Wir verstehen uns blind“, sagt Schlagzeuger Dicky Tarrach.

Der 68-Jährige ist fast von Anfang an dabei. Mit Herbert Hildebrandt (Bass, Gesang) steht auch eines der Gründungsmitglieder auf der Bühne. Manne Kraski und Eggert Johannsen komplettieren das Quartett (Gitarre und Gesang).„Wir machen noch weiter – wenn nicht der Arzt dazwischenkommt“, verspricht Tarrach mit einem Lachen. „Es sei denn, die Leute fangen an, zu fragen, wann die alten Säcke endlich aufhören.“ Derzeit sieht es nicht so aus, als müssten sich die vier Altrocker sorgen. Im Gegenteil: Rund 3000 Menschen feierten, tanzten und sangen zu eigenen und Coversongs wie „Hippie Hippie Shake“, „The Wich“, „La la la“ und „Mashed Potatoes“ im Brügmanngarten. In den Anfangsjahren spielten „The Rattles“ mit Bands wie den „Rolling Stones“ und den „Beatles“ zusammen. Auch jetzt lassen sie sich noch von anderen Künstlern inspirieren. Offenbar machen sie damit alles richtig, das Publikum ist mit großem Spaß bei der Sache: „Das ist einfach geile Musik, die mitzieht!“, sagt Sandra Wiese aus Lübeck.

Ihre Begleitung Beate Frehn ergänzt: „Ich kenne die Songs noch von früher!“ Auch Claire Rasp und Niko Schotte aus Hamburg, die eigentlich nur zum Strand wollten, blieben spontan stehen – oder besser: nicht stehen. „Ich muss mich einfach bewegen und tanzen, die Jungs machen echt Spaß!“, sagt die junge Frau und zappelt schon wieder zu „Twist and shout“. Die „Jungs“ selbst genossen das Konzert ebenfalls sehr. „Die Leute waren toll, die sind total abgegangen!“, sagt Tarrach erfreut. Kein Wunder: Traumkulisse am Meer und ein Abend voller Rock’n’Roll. Nina Gottschalk

Das Musikprogramm heute

Heute 19.30 Uhr, „United Four“; morgen 21.15 Uhr „Bell Book + Candle“, Donnerstag, 21.00 Uhr „Torfrock“.

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