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Weihnachts-News Zusammen ist man weniger allein
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18:45 26.12.2017

Sie müssen die Zeit im Krankenhaus verbringen – als Patient oder Pfleger; sie haben keine Familie mehr oder sie müssen arbeiten.

Wie sah es am Heiligen Abend beispielsweise im Helios Agnes Karll Krankenhaus aus? Ist das Haus voll belegt, können hier 80 Patienten untergebracht werden. Über die Feiertage waren dieses Jahr 17 da, die an den drei Tagen von insgesamt 21 Schwestern, Ärzten und Pflegern betreut wurden. Und wenn auch in Klinikfluren und -zimmern schwerlich festliche Stimmung aufkommt, immerhin das Essen war dem Anlass angemessen: Schweinefilet für die einen, Gemüsespieße für andere. „Es stört mich gar nicht, dass ich im Krankenhaus bin“, sagte denn auch Patientin Rita Kleinfeld, „ich lebe ohnehin alleine, und hier werde ich gut versorgt.“ Auch in der Asklepios Klinik am Kurpark wurden über die Feiertage Patienten betreut, insgesamt 140 Männer und Frauen. Unter ihnen war Anke Lege, die bereits zum fünften Mal wegen einer Kniebehandlung im Krankenhaus ist. „Mir gefällt es hier sehr gut, da vermisse ich das Weihnachtsfest in der eigenen Wohnung nicht“, sagte sie. Und einen Vorteil hat die Feier im Krankenhaus allemal: Man muss nicht selber in der Küche stehen, um dann Entenkeule und Zanderfilet zu verspeisen.

Auch auf der Polizeizentralstation am Eutiner Ring herrschte an den Feiertagen Betrieb. 21 Polizeibeamtinnen und -beamten versahen hier ihren Dienst, denn schließlich ist die Station 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag besetzt. „Das Weihnachtsfest verlief wie schon in den vergangenen Jahren recht ruhig“, zog Schichtführer Polizeihauptkommissar Andreas Zander Bilanz, der am Heiligabend zusammen mit Polizeioberkommissarin Christiane Hauschild seinen Dienst verrichtete. Zum Jahreswechsel werden dann deutlich mehr Beamte im Einsatz sein. „Da ist in der Regel mehr los“, sagte Zander. Sein Appell:

„Man sollte beim Feuerwerk größte Vorsicht walten lassen, nach Alkoholgenuss nicht mehr Autofahren und das neue Jahr nicht mit Streitigkeiten beginnen.“

Tradition hat in Bad Schwartau auch die Weihnachtsfeier für Alleinstehende, die immer am Heiligen Abend stattfindet. Dieses Mal war die CDU mit der Durchführung an der Reihe und konnte 20 Männer und Frauen im Haus der Senioren begrüßen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Clara Witaszak, der stellvertretende Kreisvorsitzende Alexander Schmuck, der Vorsitzende des hiesigen Ortsverbandes, Frank Schumacher, und Carsten Dyck, der sein Schifferklavier mitgebracht hatte, begrüßten die Gäste. Nach Kaffee, Tee und Torte gab es plattdeutsche Geschichten von Margret Hammer. Auch der Weihnachtsmann schaute im Haus der Senioren vorbei, um den Gästen ein kleines Geschenk persönlich zu überreichen. Johann Nienemann (70) freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Ohne diese Feier hätte ich heute alleine in meiner Wohnung gesessen.“

Und das will zu Weihnachten wohl auch niemand.

Von Gert Kayser

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