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Mehr Komfort für Flüchtlinge

St. Jürgen Mehr Komfort für Flüchtlinge

Die Linke kritisiert Zustand des ehemaligen Praktiker-Gebäudes.

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Mit 180 Liter Wasser wollen Sebastian Ising (v. l.), Sarah und Uwe Abromeit von der Linken die aus ihrer Sicht unzureichende Versorgung der Flüchtlinge verbessern.

Quelle: Maxwitat

St. Jürgen. Untragbar, unerträglich, unmöglich. Mit diesen Worten schlägt die Linke in einem offenen Brief an Sozialsenator Sven Schindler (SPD) Alarm. Grund der Empörung sind die Zustände der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Praktiker-Gebäude in der Geniner Straße. Dort würden die Flüchtlinge noch nicht einmal mit Wasser versorgt. „Diese Halle ist als Unterkunft komplett ungeeignet“, sagt Linken-Vorsitzende Katjana Zunft. In den offenen Schlafboxen herrsche ein enormer Lärmpegel, und zwischen 22 und 8 Uhr gebe es nur eine Notbeleuchtung.

Die Stadt zeigt wenig Verständnis für die Aufregung. „Bei 180 ankommenden Flüchtlingen pro Woche sind wir froh, überhaupt eine größere Unterkunft zu haben“, sagt Schindler. Der Umbau könne nicht in sieben Tagen erfolgen, die Unterkunft werde im Betrieb nachgebessert.

Aktuell werden im Obergeschoss 80 Menschen dauerhaft in Kunststoffboxen untergebracht, dieser Bereich soll für rund 300 Flüchtlinge ausgebaut werden. Die untere Etage dient weiterhin Transitflüchtlingen mit kurzer Aufenthaltszeit. „Wir tun, was wir können, um den Menschen schnell einen angemessenen Standard zu bieten“, erklärt Günter de Groot von der Gemeindediakonie.

So wurden die provisorischen Feldbetten bereits durch feste Bettgestelle ersetzt, zudem Stühle, Schränke und Türen aufgebaut. Bereits am Montag soll ein Elektriker jede der Schlafboxen mit zwei Steckdosen und einer eigenen Stehlampe ausstatten. Nach Aussage von de Groot werde auch der Caterer ersetzt, der zukünftig vollwertige Mahlzeiten bringen soll.

Gestern Nachmittag wiederholten die Linken ihre Aktion. Nach Angaben der Partei hätten mehr als 20 Personen versucht, Lebensmittel zu übergeben. Nachdem diese gewaltsam in das Gebäude gelangen wollten, rief der Sicherheitsdienst die Polizei. Nach deren Vermittlung seien die Lebensmittel übergeben worden, so die Linke.

cb

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