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Trave-Toter kam aus Eritrea

Lübeck Trave-Toter kam aus Eritrea

Obduktion der Wasserleiche bestätigt Unfalltheorie.

Innenstadt. Die Staatsanwaltschaft hat weitere Details zur Wasserleiche bekanntgegeben. Wie Oberstaatsanwalt Ralf Peter Anders gestern auf LN-Anfrage mitteilte, handelt es sich um einen Flüchtling mutmaßlich aus Eritrea, geboren im Jahr 1979. Die Angaben standen auf dem Ausweis, den die Polizei bei der Leiche entdeckt hatte. „Der Mann lebte in der Flüchtlingsunterkunft auf dem Volksfestplatz“, sagte Anders. Er war Anfang Dezember als vermisst gemeldet worden.

Der tote Körper wurde am vergangenen Sonntag gegen 15.50 Uhr in der Trave vor dem Schuppen 9 entdeckt. Die Feuerwehr befreite die Leiche aus dem dünnen Eis, danach brachte sie sie an Land.

Anschließend wurde der Leichnam zur Lübecker Gerichtsmedizin gebracht, um neben der Identität auch die genaue Todesursache zweifelsfrei zu klären. Bereits am Sonntag gingen die Ermittler von einem Unfall aus (die LN berichteten).

Diese Theorie bestätigte nun auch das Ergebnis der Obduktion. „Am Körper konnten keinerlei Spuren einer Fremdeinwirkung gefunden werden“, sagte Oberstaatsanwalt Anders. Demnach gebe es „keine Anhaltspunkte“ für ein Verbrechen, als Todesursache wird Ertrinken angebenen. Insofern starb der Mann auch erst im Wasser und nicht bereits vorher. Offen ist allerdings noch das Ergebnis der Blutuntersuchung. Die Probe wird nun auf Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenrückstände geprüft.

pah

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