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Baumarkt-Aktion: Stadt überlegt Anzeige

Lübeck Baumarkt-Aktion: Stadt überlegt Anzeige

Der Versuch von Bürgern und Politikern der Linken, den Flüchtlingen im ehemaligen Praktiker-Baumarkt in Genin Lebensmittelspenden zukommen zu lassen, hat womöglich strafrechtliche Konsequenzen.

Lübeck. Der Versuch von Bürgern und Politikern der Linken, den Flüchtlingen im ehemaligen Praktiker-Baumarkt in Genin Lebensmittelspenden zukommen zu lassen, hat womöglich strafrechtliche Konsequenzen. Innensenator Bernd Möller (Grüne) und die Gemeindediakonie, die die Schutzsuchenden betreut, überlegen, Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs zu stellen. Das erklärte Möller gestern im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung der Bürgerschaft.

Bei der Aktion sei es zu Handgreiflichkeiten gekommen, bestätigte die Polizei. Die Linken wollten mit der Protestaktion auf die aus ihrer Sicht unhaltbaren Zustände in der Gemeinschaftsunterkunft hinweisen. CDU-Politiker kritisierten die Aktion. Heidi Menorca sprach von Hausfriedensbruch. Möller bezeichnete das Vorgehen der Bürger als kontraproduktiv. Die Verwaltung könne auf vermeintliche Missstände jederzeit angesprochen werden. Als Hausherr, der das Gebäude gemietet habe, wolle er niemanden in dem ehemaligen Baumarkt haben, der sich nicht ausweisen könne. Das müsse schon aus Sicherheitsgründen so geregelt werden. Mittlerweile würden Schränke für die Kabinen geliefert, Feldbetten würden gegen richtige Schlafgelegenheiten ausgetauscht. Möller: „Diese Unterbringung ist noch besser als so manche Unterkunft in Süddeutschland, die wir im Fernsehen sehen konnten.“

LN

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