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Begegnungscafé kam gut an

Grevesmühlen Begegnungscafé kam gut an

Finanzministerin überraschend bei Austausch von Flüchtlingen und Einheimischen.

Grevesmühlen. „Dass es so voll wird“ im Gemeindehaus, das überraschte Pastorin Maria Harder von der St. Nikolai Kirchgemeinde in Grevesmühlen am Donnerstagnachmittag „sehr positiv“, wie sie gut gelaunt bekannte. Die Kirchgemeinde hatte einen Raum für ein Begegnungscafé für Einheimische und Flüchtlinge zur Verfügung gestellt, das dort zum ersten Mal stattfand. Bei der Aktion handelt es sich um Initiative des Grevesmühlener Vereins bleib.mensch.

In Zukunft wird das Café vierzehntägig stattfinden. Ob es immer in der Kirchgemeinde bleibt oder später an einen anderem Ort zieht, steht noch nicht fest. „Wir werden die Termine und den Ort“, so Pastorin Harder „rechtzeitig bekanntgeben.“

Die überwiegende Anzahl der Flüchtlinge, die die Gelegenheit nutzten, um bei Kaffee, Tee, Kuchen und Süßigkeiten miteinander und mit Einheimischen in den Austausch zu gehen, waren Syrer. Einer von ihnen war Menyar Bade aus Damaskus. Die Finanzministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Heike Polzin (SPD), die überraschend an diesem Nachmittag gemeinsam mit ihrem Wahlkreismitarbeiter Hilmar Heyenn (SPD) vorbeischaute, reagierte beeindruckt auf die Sprachkenntnisse des jungen Syrers. Der erklärte auf Deutsch, wie lange er bereits die Sprache seines Gastgeberlandes lernt: „Seit einem Monat und einem halben.“ Von der Ministerin nach seinem Eindruck vom Land befragt, antwortete Menyar ehrlich und sagte, dass ihm die kleinen Städte Grevesmühlen und Wismar zwar gut gefallen würden, seine Sehnsuchtsorte aber eigentlich Berlin oder Hamburg seien.

Die Ministerin brachte nicht nur Süßigkeiten und Kaffee für den gemütlichen Nachmittag mit, sie überreichte ein wenig später auch eine private Spende von 100 Euro an Norbert Koschmieder vom Verein bleib.mensch — um, wie sie sagte „das Engagement der Ehrenamtlichen, die viel Benzin für die Sache verfahren, ein wenig zu unterstützen.“

Annett Meinke

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