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Flüchtlingsbeauftragter lobt engagierte Helfer in Reinfeld

Reinfeld Flüchtlingsbeauftragter lobt engagierte Helfer in Reinfeld

Der ehemalige Kapitän der „Cap Anamur“ kam extra zur Adventsfeier ins Gemeindehaus.

Reinfeld. Ein Großteil der Flüchtlinge aus Reinfeld und Umgebung haben sich jetzt zusammen mit gut vierzig der Unterstützern zu einem Adventsnachmittag im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde getroffen.

„Es war eine teils richtig familiäre Feier mit Kaffee und Tee und leckeren internationalen Köstlichkeiten vom Kuchenbuffet“, sagt Albrecht Werner von der Gruppe „Reinfelder Bürger für Menschen im Asyl“. Es gab an allen Tischen fröhliche Unterhaltungen auf Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi — oder mit Händen und Füßen. Nebenbei wurden aktuelle Informationen ausgetauscht. Hier und da ging es um brennende Probleme: Warum dauert die Bearbeitung der Papiere so unendlich lange? Wo gibt es eine Wohnmöglichkeit für eine Flüchtlingsfamilie, wenn demnächst Frau und Kinder endlich herkommen dürfen?

Ein besonderer Gast war der Flüchtlingsbeauftragte des schleswig-holsteinischen Landtages, Kapitän Stefan Schmidt. Bei einer Veranstaltung mit ihm vor gut zwei Jahren zum Thema Flüchtlinge war die Initiative Asyl in Reinfeld entstanden. Seitdem verfolgt er deren Arbeit mit Interesse. Der ehemalige Kapitän des Flüchtlingsschiffes „Cap Anamur“ berichtete, dass er sogar im benachbarten Ausland die Flüchtlingsunterstützung in Reinfeld und Umgebung als ein positives Beispiel erwähne. Die Übersetzung ins Arabische übernahm eine inzwischen bald zwei Jahre in Reinfeld wohnende Syrerin.

Es wurden auch Karten für das Konzert „Kammerpop“ verlost. Die hatte der Runde Tisch für Reinfelds Zukunft gespendet. Fünfmal jeweils ein Flüchtling und ein Betreuer werden das Konzert gemeinsam besuchen. Lebendiger und fröhlicher Höhepunkt des Nachmittags war das traditionelle „Wichteln“. Die Vorbereitungsgruppe hatte für jeden der etwa 100t Teilnehmer ein kleines Geschenk eingepackt. Jeder bekam eines an seinen Platz gelegt. Dann wurde gewürfelt: Bei einer Eins oder einer Sechs durfte man sein noch verpacktes Geschenk am Tisch tauschen. Nach fünf Minuten wurde ausgepackt und es gab noch einmal eine Würfel-Runde. Man durfte noch einmal tauschen. Um einen schönen Wandkalender oder eine Taschenlampe wurde an einigen Tischen mit viel Spaß heftig gekämpft. Die Dinge gingen häufig hin und her.

„Die Vorbereitungsgruppe und alle Helfer am Nachmittag haben eine wunderbare Arbeit geleistet. Es war eine schöne Adventsveranstaltung — auch für die muslimischen Gäste“, resümiert Werner. Mit dieser Veranstaltung hätten die Reinfelder einmal mehr eine besondere Willkommenskultur gepflegt, die den Flüchtlingen die Ankunft in einer fremden Umgebung erleichtern soll. „Nun freuen sich alle auf das kommende Frühlingsfest“, sieht Albrecht Werner voraus.  Uwe Krog

LN

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