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Süßes zum Start in neue Jahr

Trittau Süßes zum Start in neue Jahr

Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch zieht Bilanz und wagt einen Ausblick beim traditionellen Empfang.

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Etwas Süßes zur Belohung: Bürgermeister Oliver Mesch versorgte die Kinder des Jona-Chores nach ihrem gelungenen Auftritt.

Quelle: Fotos: Jens Burmester

Trittau. Flüchtlinge, Schwimmbadsanierung, Straßensanierung, gemeinsamer Bauhof mit Lütjensee und neue Bauvorhaben in der Gemeinde — Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch hatte einen bunten Strauß an Themen für das vergangene Jahr und einem Ausblick auf das Jahr 2016 gebunden. Mehr als 150 Gäste waren zum Neujahrsempfang in die Wassermühle gekommen. Mit dabei waren Kreispräsident Hans-Werner Harmuth, die Bundestagsabgeordnete Nina Scheer (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Tobias Koch (CDU) und Tobias von Pein (SPD).

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Angeregtes Gespräch: Der frühere Trittauer Bügermeister Walter Nussel (r.) und der Verwaltungschef aus der mecklenburgischen Partnerstadt Gadebusch, Ulrich Howest.

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Nach der Begrüßung durch Bürgervorsteherin Ulrike Lorenzen sorgte der Auftritt des Jona-Chores der Kirchengemeinde unter der Leitung von Barbara Fischer für musikalische Unterhaltung. Die Jungen und Mädchen erhielten viel Beifall für ihre Darbietungen.

Bürgermeister Mesch ging in seinem Rückblick auf zentrale Themen ein. „Es war sehr viel los im vergangenen Jahr und viel Zeit zum Durchatmen hatten wir nicht. Weltweit nicht, in Europa nicht, in Deutschland und auch bei uns in Trittau nicht. 2015 war von einer starken Dynamik geprägt.“ Etwa eine Million Flüchtlinge seien im vergangenen Jahr nach Deutschland geflohen. Das sei eine große Herausforderung — für das Land, aber auch für die Gemeinden.

„Hier vor Ort leben die Menschen, hier bei uns brauchen sie ein Dach über dem Kopf, hier sollen sie integriert werden. Eines aber sollten wir nicht vergessen. Die größte Herausforderung ist für die Flüchtlinge: Für die Menschen, die vor Krieg, Terror, Verfolgung oder Hunger ihre Heimat aufgeben und deshalb fliehen, müssen und in der Fremde mit Nichts wieder neu anfangen müssen“, sagte der Bürgermeister. Derzeit lebten 219 Flüchtlinge im Amtsgebiet, 152 davon in der Gemeinde Trittau.

Die anhaltende Zuwanderung der Flüchtlinge stelle die Gemeinde auf absehbare Zeit vor große Herausforderungen“, so Oliver Mesch weiter. Aber die Zuwanderung sei auch eine Tatsache, der man sich stellen werde. Und zwar so, wie man es bisher getan habe — pragmatisch und unaufgeregt, mit „Holsteiner Gelassenheit und Solidarität ohne Geschwätz“.

Am Anfang des vergangenen Jahres sei das Freibad in aller Munde gewesen. „Sanieren oder schließen war die Frage, die Politik und Bürger diskutiert haben“, erklärte der Verwaltungschef. Unabhängig vom Ergebnis — die Einrichtung wird demnach saniert — ließe sich eines feststellen: Die Bürgerbefragung und die Debatte zur Sanierung des Freibades hätten den Ort vorangebracht. Die Bürger seien direkt in die Entscheidungsfindung mit einbezogen und umfassend informiert worden und der gesamte Prozess sei transparent gewesen.

In Zukunft werde der Trittauer Bauhof, so der Bürgermeister, gemeinsam mit dem Lütjenseer Bauhof unter einem Dach auf einem Grundstück an der Carl-Zeiss-Straße betrieben. Die zum Bauhof gehörende Salzhalle zum Lagern des Streuguts sei bereits fertig gestellt worden, und mit den Arbeiten für die Funktionsgebäude habe man auch begonnen.

Wie die Baugrundstücke seien auch Gewerbeflächen nach wie vor stark gefragt. Einige Trittauer Gewerbebetriebe hätten Erweiterungsbedarf und auch die Nachfrage von außen sei groß, machte Oliver Mesch deutlich. Ein florierendes Gewerbe sei „das Rückgrat der Gemeinde“, denn die Betriebe schafften Arbeitsplätze vor und trügen mit der Gewerbesteuer dazu bei, dass sich die Gemeinde weiter entwickeln könne. Grundlegend werde es dabei aber auch notwendig sein, dass sich die Gemeinde darüber klar sei, wohin sich Trittau überhaupt entwickeln solle. Ein Schritt dahin könnte eine „Zukunftswerkstatt“

sein, die allen Bürgern, Gewerbetreibenden, Vereinen und der Politik die Möglichkeit gebe, zu definieren, welche inhaltlichen Schwerpunkte der Ort haben sollte. „Wir müssen uns auf Ziele verabreden, und davon eine gemeinsame Strategie für die Zukunft ableiten, langfristig und ganzheitlich und in allen Bereichen“, sagte Oliver Mesch.

Seine Rede wurde für etwa 15 Minuten unterbrochen, nachdem eine Frau im Publikum mit Kreislaufproblemen zusammengebrochen war. Helfer des Rettungsdienstes brachten sie in ein Krankenhaus.

„Die größte Herausforderung ist für die Flüchtlinge: Die Menschen, die vor Krieg, Terror, Verfolgung oder Hunger ihre Heimat aufgeben und deshalb fliehen, müssen in der Fremde mit Nichts wieder neu anfangen.“
Oliver Mesch, Bürgermeister

Jens Burmester

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