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Lübeck Ansturm auf sichere Reiseziele

Nach dem Terroranschlag in Istanbul melden Reisebüros ein sinkendes Interesse an der Türkei als Urlaubsziel. Vor allem nach Istanbul selbst möchte zurzeit kaum jemand reisen.

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Lübeck. Nach dem Terroranschlag in Istanbul melden Reisebüros ein sinkendes Interesse an der Türkei als Urlaubsziel. Vor allem nach Istanbul selbst möchte zurzeit kaum jemand reisen. „Ein Kunde wollte im März in die Stadt, er verschiebt sein Vorhaben jetzt erst mal“, sagt Gunda Schlien, Leiterin des gleichnamigen Möllner Reisebüros.

Er ist damit nicht der einzige. Jeder vierte Urlauber will wegen der Attentate in den vergangenen Monaten in Zukunft bestimmte Länder meiden. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Studie hervor.

„Es werden aktuell die Länder bevorzugt, in denen es noch keine Anschläge gab“, sagt Schlien. „Insbesondere wenn es um den Urlaub mit der Familie geht.“

Die Menschen ziehe es ans westliche Mittelmeer, sagt Thomas Kruse, Geschäftsführer des Reisebüros Gilly in Lübeck. „Spanien und Portugal liegen im Trend, da fühlen sich die Urlauber sicherer.“ Der Aspekt Sicherheit werde bei der Urlaubsplanung immer wichtiger. „Wir versuchen die Kunden darüber aufzuklären, wie groß die Gefahr wirklich ist“, sagt er. Letztendlich sei es das Wichtigste, dass sie mit einem guten Gefühl in den Urlaub fahren. „Wir sprechen bei den Beratungsgesprächen viel öfter über das Thema Sicherheit als früher“, sagt auch Lena Thies, Leiterin des Hapag-Lloyd-Reisebüros in Bad Schwartau. „Die Menschen wollen wissen, wo sie noch gefahrlos hinreisen können.“

Nicht nur die Türkei, sondern auch andere Länder haben nach Anschlägen mit dem Fernbleiben von Touristen zu kämpfen. Bei Tunesien tendiere die Nachfrage zurzeit gegen null, sagt Christa Priebe vom gleichnamigen Reisebüro in Lübeck. Auf Ägypten reagierten die Menschen ebenfalls sehr verhalten. „Die Leute wollen sich im Urlaub erholen“, sagt Britta Petersen, Chefin des Reisebüros am Rathaus in Reinfeld. „Sie möchten sich keine Sorgen machen müssen, ob ihnen dort etwas passieren könnte.“ Petersen registriert einen Trend zum Urlaub im Norden. „Skandinavien und die britischen Inseln werden immer beliebter.“

Schleswig-Holstein könnte von dieser Entwicklung profitieren. „Die Anschläge sind tragisch und nichts, womit man kalkuliert“, sagt Marc Euler, der Sprecher der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein.

Generell steige die Zahl der Gäste im Land aber. „Das hat mehrere Gründe, aber Sicherheitsaspekte könnten einer davon sein“, sagt er. „Denn aus Erfahrung wissen wir, dass diese für Reisende bei ihrer Urlaubsentscheidung enorm wichtig sind.“

jd

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