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Lübeck Lust auf Auslandsreisen steigt wieder

Schon viele Buchungen für den Sommer: Die USA, Spanien und Griechenland sind sehr gefragt.

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Freiheit pur: Das aus vielen Western bekannte Monument Valley. Fernreisen sind in diesem Sommer gefragt, vor allem in die USA.

Quelle: Foto: Hemis.fr/ Fotofinder

Lübeck. Die Deutschen haben wieder Interesse daran, ihren Sommerurlaub in der Ferne zu verbringen. Nachdem die Terroranschläge in Belgien, Frankreich und der Türkei 2016 große Unsicherheiten auslösten, blickt die Tourismusbranche jetzt wieder zuversichtlich auf die bevorstehende Saison. Die Buchungszahlen lägen bisher deutlich über dem Vorjahresniveau, berichten die großen Reisekonzerne. „Die Lust der Urlauber, diesen Sommer ins Ausland zu reisen, ist in allen unseren Märkten gut, trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit“, berichtet Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser.

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Schon viele Buchungen für den Sommer: Die USA, Spanien und Griechenland sind sehr gefragt.

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Das bestätigt auch Lena Thies, Leiterin des Hapag-Lloyd Reisebüros in Bad Schwartau. „Wir haben etwa fünf bis sechs Prozent mehr Buchungen für den Sommer als vor einem Jahr“, sagt sie. Die Menschen hätten ihre Angst vor Anschlägen allerdings nicht abgelegt. „Viele sind immer noch skeptisch, aber sie ändern jetzt einfach das Reiseland.“ Spanien sei das Topziel – egal ob Festland, Balearen oder die Kanaren. Wer im Sommer noch dorthin wolle, müsse sich beim Buchen sehr beeilen.

„Die Reiselust ist definitiv da“, sagt auch Angela Schulz, Reiseverkehrskauffrau beim Tui-Reisecenter in Bad Oldesloe. „Wir haben gut zu tun.“ Die klassischen Familienziele für den Sommerurlaub hätten sich aber verlagert, berichtet Bianca Wosniak, Geschäftsführerin des Reisebüros Gilly in Lübeck. Zum Beispiel nach Griechenland. Das Land sei sehr gefragt – auch, weil Spanien teuer geworden sei. Wegen des hohen Preises registriere sie auch für Italien nur ein „verhaltenes Interesse“.

Ägypten sei dagegen wieder im Kommen – nachdem das Land im vergangenen Jahr von deutschen Touristen fast vollständig gemieden worden war. „Es gibt mehr Flugverbindungen ab Hamburg“, berichtet Lena Thies. Allerdings sei Ägypten wegen der großen Hitze kein klassisches Reiseziel für den Sommer, sondern eher für das Winterhalbjahr. Ebenfalls beliebt seien Fernreisen. „Die USA gehen sehr gut“, sagt Schulz. Ein negativer Trump-Effekt sei bisher nicht zu bemerken.

Anders ist die Situation bei der Türkei. „Nach dem Wahl-Wochenende wird es für das Land wohl noch schwieriger werden“, vermutet Thies. Die wenigen Reisebuchungen bisher seien vor allem von Deutsch-Türken vorgenommen worden, berichtet Wosniak. „Diese werden trotzdem in ihre Heimat reisen, daher erwarten wir keine Stornierungswelle.“

Nach Einschätzung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stehen die Chancen gut, dass die diesjährige Sommersaison besser als die vorherige ausfällt. Bis einschließlich März lag der Umsatz der klassischen Reisebüros für die schönsten Wochen des Jahres demnach zusammengerechnet fünf Prozent über dem schwachen Vorjahr.

Ende März waren bereits 64 Prozent der Sommerbuchungen des Vorjahres erreicht, einige bedeutende Wochen stehen aber noch aus. „Der Juli ist ein wichtiger Buchungsmonat, weil sich dann Kurzentschlossene entscheiden“, sagt GfK-Tourismusexpertin Dörte Nordbeck. Ob die Branche an das Rekordjahr 2015 anknüpfen könne, lasse sich derzeit aber noch nicht absehen. Der Branchenverband DRV rechnete zuletzt im Gesamtjahr mit einem moderaten Plus gegenüber 2016.

Fernreisen liegen im Trend

Günstigere Preise und mehr Flugverbindungen treiben die Nachfrage nach Fernreisen an. 2016 machten die Bundesbürger 5,3 Millionen Urlaubsreisen in Länder außerhalb Europas und des Mittelmeerraumes. Das waren 23 Prozent mehr als 2010, wie aus der Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) hervorgeht. „Immer mehr Menschen können sich den Traum von exotischen Ländern erfüllen“, sagt Martin Lohmann vom Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa. Der Marktanteil liege mittlerweile bei knapp acht Prozent (2010: 6,5 Prozent).

Zwar sind Fernreisen im Vergleich zu einem Urlaub am Mittelmeer oder in Deutschland im Schnitt immer noch teurer. Die Ausgaben dafür sind seit 2010 aber langsamer gestiegen (plus 15 Prozent) als für Urlaubsreisen insgesamt (plus 20 Prozent). Der Abstand wird also kleiner.

Janina Dietrich

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