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Lübeck Lübecks Autohäuser geben Gas

Neue Arbeitsplätze, neue Lehrstellen: Die Kraftfahrzeugbranche in der Hansestadt boomt.

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Obermeister Uwe Karbe (r.) und sein Stellvertreter Marcus Engler sehen die Lübecker Kfz-Branche gut gerüstet.

Quelle: Olaf Malzahn

Von 50 auf etwa 62. Die Lübecker Kraftfahrzeug-Branche strotzt vor Selbstbewusstsein und Optimismus. Die Unternehmen wollen (und müssen) angesichts der guten Auftragslage neue Arbeitsplätze und zusätzliche Lehrstellen schaffen.

Der Abgas-Skandal von VW und die Diskussion über überhöhte Verbrauchs- und Schadstoffwerte von Personenwagen scheinen in Lübeck verpufft zu sein. Die Auto-Verkaufszahlen gehen weiter in die Höhe, auch Dieselfahrzeuge sind offenbar so beliebt wie eh und je. Aufgrund der steigenden Auto-Verkaufszahlen vor allem in den vergangenen zwei Jahren steige auch die Arbeitsbelastung in den Werkstätten zunehmend, sagten der Obermeister der Innung, Uwe Karbe, und sein Stellvertreter Marcus Engler. Zusätzliche Arbeitsplätze müssten deshalb geschaffen werden. Die Unternehmen müssten sich für den Fachkräftemangel wappnen und auch die Zahl der Lehrstellen erhöhen, betonten die Innungschefs. Zur Zeit erhalten pro Jahr 50 junge Leute eine Lehrstelle in der Branche. Die Zahl soll auf über 60 steigen, sagte Uwe Karbe, der Ende vergangenen Jahres für weitere fünf Jahre als Obermeister bestätigt wurde, während Marcus Engler auf der Innungsversammlung zum neuen Stellvertreter gewählt wurde.

Die Lübecker Kraftfahrzeug- Branche mit ihren insgesamt 750 Mitarbeitern und den rund 150 Auszubildenden im Drei-Jahres-Zeitraum ist nach eigener Aussage gut aufgestellt. Aufgrund der steigenden Neuwagen-Verkaufszahlen mit einer jährlichen Zuwachsrate von durchschnittlich drei bis vier Prozent gebe es derzeit kaum Grund zu Klagen, sagten Karbe und Engler im LN-Gespräch.

Der VW-Abgas-Skandal habe kaum Auswirkungen. Karbe: „Im Lübecker Raum reagieren die Autokunden eher verhalten. Die Leute fragen, sind interessiert, wie es weiter geht, und sie wollen Antworten haben.“ Die Nachfrage nach Diesel-Fahrzeugen sei immer noch groß, die nach Hybrid-Fahrzeugen steige. Ein Trend, die Automarke zu wechseln, sei bei den Kunden nicht zu erkennen.

Der Obermeister geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitsplätze um etwa zehn Prozent gesteigert wird, um für das gestiegene Arbeitsaufkommen gewappnet zu sein. Außerdem müssten die Lücken geschlossen werden, die durch Mitarbeiter entstünden, die in Rente gingen. Marcus Engler bestätigt dies: „Es ist extrem, was durch den Mehrverkauf an Autos jetzt an Service-Arbeit zusätzlich auf die Werkstätten zukommt.“ Die Lübecker Kfz-Branche will verstärkt um Fachkräfte werben und geht in die Schulen, um die „großen beruflichen Chancen“ des Gewerbes aufzuzeigen. Es gebe noch immer „Missverständnisse von unserm Berufsbild“, betonte Karbe. „Die meisten haben noch das Bild des Schraubers im Kopf, der mit ölverschmierten Händen am Motor steht.“ Heute seien Kfz-Mechatroniker hochtechnisierte Spezialisten.

Die Kfz-Innung sieht in den Betrieben die Bereitschaft, auch Flüchtlinge als Fachkräfte anzuwerben. Karbe mahnte aber: „Wir müssen die Sprachbarrieren zügig abbauen.“ Verständigungsprobleme in den Werkstätten könne sich angesichts der hochkomplexen Technik und der schwierigen Fachbegriffe niemand leisten.

Mehr Lehrstellen geplant
soll die Zahl der Lehrlinge erhöht werden, die pro Jahr einen Ausbildungsplatz erhalten. Wer Interesse an einem Beruf im Kfz-Gewerbe hat, kann sich melden unter Telefon 0451/389 59 17 oder per E-Mail an kfz-innung@khs-luebeck.de.

Torsten Teich

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