Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Bahnhof: Sanierung mit Hindernissen

Grevesmühlen Bahnhof: Sanierung mit Hindernissen

In die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes scheint Bewegung zu kommen. Mit Glück beginnen die Arbeiten im Mai kommenden Jahres. Einige Hürden muss die Stadt Grevesmühlen laut Bauamtsleiter Holger Janke aber noch nehmen. Zum einen will die Stadt das Grundstück, das an den derzeitigen Taxistand grenzt, kaufen. 

Voriger Artikel
Hausratversicherung kommt nach Einbruch für Schäden auf
Nächster Artikel
Bei Teppichen aus Naturfasern auf Rückseite achten

Der Bahnhofsvorplatz in Grevesmühlen aus der Vogelperspektive: Die Parksituation am Rondell (Mitte) soll deutlich entschärft werden. Rechts soll ein Parkplatz entstehen, die Mauer zurückgebaut werden. Doch zunächst muss die Wohnsituation der Mieter, die im angrenzenden Flachbau wohnen, geklärt werden.

Quelle: Fotos: Jana Franke

Grevesmühlen. Einen entsprechenden Vertrag mit der Deutschen Bahn als Eigentümer gibt es zwar noch nicht, aber das Unternehmen habe Interesse für den Verkauf signalisiert, so Holger Janke.

LN-Bild

Der Bahnhofsvorplatz in Grevesmühlen soll neu gestaltet werden / Beginn könnte im Mai sein.

Zur Bildergalerie

Die nächste Hürde: Auf jenem Grundstück befindet sich ein Wohnhaus – und die Bewohner, die seinerzeit einen Mietvertrag mit der Deutschen Bahn schlossen, haben lebenslanges Wohnrecht. Einfach rausklagen, daran ist die Stadt nicht interessiert. „Wir streben eine einvernehmliche Lösung an“, erklärt der Bauamtsleiter. Ob das in Form eines Wohnungstausches geschehen soll (nach OZ-Informationen ist die Monatsmiete für die Wohnung am Bahnhof äußerst günstig), dazu will Holger Janke noch keine Angaben machen. Eine Umquartierung der Mieter wäre für die Stadt sicherlich die einfachste Lösung. Denn Ziel ist, das Gebäude abzureißen, um an Ort und Stelle einen Parkplatz zu bauen. Auch die Mauer, die parallel zum Gebhartweg verläuft, soll verschwinden. „Sie ist kein historischer Bestandteil“, informiert Holger Janke.

Der neue Parkplatz mit etwa 25 Stellflächen soll die Situation am Rondell entschärfen. Derzeit ist es zugeparkt und bietet keinen schönen Anblick. Bis vor Kurzem noch zugewachsen, änderte die Arbeitsgemeinschaft Schulgarten der Grundschule „Fritz Reuter“ in Grevesmühlen zumindest diese Situation. Im Frühjahr soll es dort bunt werden und der Vorplatz in schillernden Farben leuchten. Die Schüler haben mehrere hundert Blumenzwiebeln in das kleine Beet gesetzt. „Der Schulgarten ist fertig, insofern haben wir Zeit für solche Aktionen“, sagt der Lehrer und stellvertretende Schulleiter Ralf Bendiks. Mit dabei waren die beiden Viertklässler Svenja Teut (10) und Erik Perschk (9). „Wir haben Tulpen und Narzissen gepflanzt“, erklärt Svenja. „Damit es im Frühjahr schön bunt ist“, ergänzt Erik.

Die Stellflächen zwischen Kreisverkehr und Bahnhofsvorplatz bleiben in Teilen vorhanden. Links und rechts können etwa 14 Fahrzeuge parallel zur Fahrbahn parken. Auf der Fläche direkt vor dem Bahnhofsgebäude dürfen zukünftig nur noch Taxen und der Anrufbus halten, zudem werden drei Kurzzeitparkplätze eingerichtet.

Aus der Versenkung wird auch der „Lukullische Traum“ geholt. Die Metallskulptur war vor Jahren in der August-Bebel-Straße abgebaut worden und fristet seitdem ein trauriges Dasein auf dem Gelände des Bauhofs. Nun soll sie einen Platz auf der Wiese am Bahnhof erhalten. Und: Die Bahnhofsuhr soll endlich wieder ihren Platz am Rondell finden. Einen warmen Platz hat sie derzeit im Rathaus Grevesmühlen.

Die Stadt schätzt die Sanierungskosten des Vorplatzes auf 1,7 Millionen Euro. Der hohe Betrag, so Janke, kämen nicht zuletzt auch deshalb zustande, weil ein sogenannter Ölabscheider unter die Fahrbahn gebracht werden muss, der verhindert, dass Schadstoffe eindringen. Hintergrund: Das Gelände ist in einem Trinkwasserschutzgebiet.

Das Gesamtprojekt muss vom Straßenbauamt Schwerin fachlich geprüft werden. „Das steht noch aus“, sagt Holger Janke, hofft aber, dass im nächsten Frühjahr mit den Baumaßnahmen begonnen werden kann. Im Zuge dessen ist auch eine Umgestaltung der Fläche hinter der Unterführung zum Bahnsteig geplant. Entstehen soll eine Spielfläche mit Geräten und Basketballfeld für das Jugendzentrum. Nur: Ein entsprechender Fördertopf ist noch nicht gefunden.

 Jana Franke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ausgaben
Stehen Sie mit Ihrer Anzeige in der Zeitung

Hier finden sich Immobilien zum Ver-/Kauf oder zum Ver-/Mieten – in jeder Lage und Preisklasse. Hier können Sie eine Printanzeige im Immobilienmarkt der Lübecker Nachrichten aufgeben. mehr

Die Landesgartenschau 2016 findet in Eutin statt. In diesem Blog berichtet Martina Janke-Hansen, LN-Lokalchefin für Ostholstein Süd, gemeinsam mit Chefreporterin Susanne Peyronnet was das für die Stadt bedeutet und welche Veränderungen bereits sichtbar sind.

Die Landesgartenschau 2016 findet in Eutin statt. In diesem Blog berichtet Martina Janke-Hansen, LN-Lokalchefin für Ostholstein Süd, gemeinsam mit Chefreporterin Susanne Peyronnet was das für die Stadt bedeutet und welche Veränderungen bereits sichtbar sind. mehr