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Kirchenkreis steigt in die häusliche Pflege ein
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Bad Segeberg Kirchenkreis steigt in die häusliche Pflege ein

Der Kirchenkreis Plön-Segeberg hat einen ambulanten Pflegedienst eingerichtet. Das Büro in der Kurhausstraße 41 ist von der Diakonie Altholstein übernommen worden – mit Kunden und Mitarbeitern. Der Bedarf ist groß: In vier Wochen hat sich der Kundenstamm fast verdoppelt.

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Witzig: Die Kundenberatung erfolgt mit der Ape. Das Vehikel wurde vorher für die Essenauslieferung genutzt. Die Pflegefachkräfte Peggy Buntrock und Nadine Radke mit Pflegedienstleiter Chris Leonelli, Stellvertreterin Tanja Gotthilf, Propst Dr. Daniel Havemann, Geschäftsführer Michael Steenbuck und Heimleiterin Alexandra Simon (v.l.).

Quelle: Foto: Irene Burow

Bad Segeberg. Wer einen Pflegedienst für Zuhause sucht, findet in Bad Segeberg einen neuen Ansprechpartner. „Wir wollen für die Menschen da sein und dabei helfen, den Bedarf abzudecken“, sagt Propst Daniel Havemann. „Deshalb bringen wir die ambulante Pflege auf den Weg.“ Anfang Oktober ging der Dienst an den Start; bedient wird Bad Segeberg und die Umgebung im Umkreis von 30 Kilometern.

Die ersten Erfahrungen zeigen die große Notwendigkeit: 20 Kunden habe die Diakonie Altholstein vorher betreut, schon nach vier Wochen seien es 35 beim neuen Team von „Pflege zu Hause“ der Propsteialtenheim gGmbH. „Das hat sich ohne Werbung im normalen Tagesgeschäft ergeben“, berichtet Pflegedienstleiter Chris Leonelli. Die Anfragen kämen vor allem von den Dörfern. Nämlich von dort, wo sich andere Dienste nach und nach zurückziehen, weil sich der Einsatz wirtschaftlich nicht rechnet.

„Die Menschen haben manchmal große Not, weil sie keinen Pflegedienst mehr finden“, weiß der Geschäftsführer der Propsteialtenheim gGmbH, Michael Steenbuck. Doch dem Kirchenkreis gehe es nicht um Gewinne, sagt der Propst. „Wir wollen da sein. Unsere Kunden sollen spüren, dass wir Zeit haben und nicht mit Stoppuhr am Bett stehen.“ Das Angebot solle über das hinausgehen, was man abrechnen kann.

Also „nicht nur professionelle physische Hilfe. Wir wollen für den ganzen Menschen da sein, als Teil unseres diakonischen Auftrags“, sagt Havemann. „Wir können uns das leisten.“ Langfristig würden natürlich auch die Zahlen auf dem Papier eine Rolle spielen, aber „das müssen wir auf anderer Seite erwirtschaften“.

Die Gesellschaft Propsteialtenheim betreibt bisher vor allem die Bad Segeberger Pflegeeinrichtungen im Matthias-Claudius-Weg und in der Kanaltwiete. Alleiniger Gesellschafter ist der Kirchenkreis Plön-Segeberg. Michael Steenbuck hat im November 2016 die Geschäftsführung übernommen. Sein Ziel und Auftrag ist es, das Unternehmen breiter aufzustellen. „Wir haben die stationäre Pflege, die Gemeindebegegnungsstätte und das Betreute Wohnen im Marienhof. Eine weitere Säule wird die Pflege zu Hause“, sagt Steenbuck. „Das neue Pflegestärkungsgesetz fordert, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause bleiben. Und das wollen wir unterstützen.“ Das bedeutet für die Menschen, die ohnehin schon diakonisch betreut werden, dass sie in der ambulanten Pflege den gleichen Ansprechpartner behalten können. „Wir haben jetzt ein Komplettangebot und wollen unsere Einrichtungen weiter vernetzen“, sagt Alexandra Simon, Leiterin des Propsteialtenheims.

Vor dem Start der ambulanten Versorgung hat es Gespräche mit der Diakonie Altholstein gegeben. Gemeinsam wurde entschieden, dass zwei diakonische Pflegedienste vor Ort unglücklich gewesen wären. So hat sich die Diakonie zurückgezogen. Die Bestandskunden wurden übernommen, und auch für die Mitarbeiter hat sich nur der Arbeitgeber geändert. Beschäftigt sind derzeit fünf. Es sei bereits abzusehen, dass die Zahl an Pflegekräften aufgestockt werde. Wenn der Zuwachs an Kunden so bleibt: „Wir hoffen, dass wir stetig neue Kunden bekommen“, sagt Steenbuck. Doch das werde kaum problematisch. „Wir waren in Vorbereitung in engem Kontakt mit Krankenhäusern und Pflegekassen, der Bedarf an ambulanter Pflege ist enorm.“

„Pflege zu Hause“ kümmert sich um Menschen mit einem Pflegegrad von eins bis fünf, um erkrankte Menschen und um Kurzzeitpflege als Entlastung von Angehörigen. Bedient wird auch der Hausnotruf, es gibt Schulungen sowie zusätzliche Betreuungsleistungen, wenn Hilfe im Alltag nötig wird.

Kontakt

Der ambulante Pflegedienst „Pflege zu Hause“ ist in Bad Segeberg und im Umkreis von 30 Kilometern tätig. Der Frühdienst arbeitet von 6 Uhr bis mittags. Eine Nachmittagsbetreuung gibt es zur Unterstützung des alltäglichen Lebens, Abendtouren sind bei Bedarf abzustimmen.

Das Büro in der Kurhausstraße ist montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr besetzt. Termine gibt es nach Absprache. Kontakt ist möglich per Telefon unter 04551/8924980 oder E-Mail an pflegezuhause@propsteialtenheim-segeberg.de.

Irene Burow

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