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Sonderveröffentlichung Berufswelt zum Thema Ausbildung und Weiterbildung

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Das Geld will partout nicht reichen? Staatliche sowie durch Stiftungen finanzierte Förderungen können Auszubildenden unter die Arme greifen

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Wer eine schulische oder betriebliche Ausbildung absolvieren möchte, sollte sich unbedingt rechtzeitig über mögliche finanzielle Hilfen des Staates informieren.

Quelle: Robert KneschkeMelpomene/Fotolia

Wer eine betriebliche Ausbildung beginnt,erhält auch eine Ausbildungsvergütung. Doch was,wenn sie beim besten Willen nicht reicht? Schließlich wollen die Fahrten zum Ausbildungsort, zur Berufsschule oder zum Ausbildungsbetrieb bezahlt werden.Und auch die Berufskleidung oder spezifische Arbeitsmaterialien können ins Geld gehen. Für Azubis, die für ihre Lehrstelle den Heimatort verlassen haben und nicht mehr bei den Eltern wohnen, kommt auch noch Miete dazu. Da kann es finanziell schon einmal eng werden. Junge Menschen, die während ihrer Ausbildungszeit eine finanzielle Unterstützung benötigen, können bei der Bundesagentur für Arbeit ei-ne Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen. Sie kann jedoch nur von Azubis beantragt werden, die nicht mehr bei den Eltern wohnen und die ihre erste Ausbildung in einem staatlich anerkannten Beruf beginnen. Die Agentur fürArbeit stellt für Interessierte   einen BAB-Rechner bereit.

Anders als bei einer staatlich anerkannten Ausbildung erhalten junge Menschen, die eine schulische Ausbilung machen, keine Vergütung. Im Gegenteil. Meistens kosten diese Schulen auch noch Geld. Eine schulische Ausbildung wird zwar nicht durch die BAB unterstützt, doch können Schüler Bafög, also Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz beantragen. Dieser monatliche Zuschuss muss, anders als bei Studenten, nicht einmal zurückgezahlt werden. Beantragt wird Bafög beim zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.
 Ist die letzte Phase einer schulischen Ausbildung finanziell gefährdet und steht deshalb ein Abschluss auf demSpiel,kann ein zins günstiger Bildungskredit aus der Klemme helfen.

Mangelndes Geld sollte kein Hinderungsgrund für ein Auslandspraktikum sein. Am häufigsten entscheiden sich Auszubildende dann fürPraktika, die mit Erasmus- Geldern gefördert werden. Dabei können sie aus einer Vielzahl an Programmen verschiedener Förderträger auswählen. „Transdual“ unterstützt zum Beispiel Lernaufenthalte von kaufmännischen Auszubildenden in Frankreich, Großbritannien oder Spanien. „Sindbad“ finanziert Azubis aller Richtungen ein Auslandspraktikum über drei bis vier Wochen. Die Zuschüsse sind je nach Land und Dauer unterschiedlich hoch. Zudem können Azubis Zuschüsse zu Fahrtkosten, Vorbereitung undSprachkursen bekommen.

Der Zentralverband des deutschen Handwerks fördert über sein „Let's go!“-Stipendium angehende Gesellen für drei Wochen, die eutsch-Türkische Jugendbrücke unterstützt über das Programm Go International ein vier- bis sechswöchiges Auslandspraktikum in der Türkei.

Auch verschiedene Stiftungen greifen Auszubildenden unter die Arme. Auf der Homepage des Bundesministerium für Bildung und Forschung gibt es eine Datenbank mit allen Kriterien, die durchaus sehr speziell sein können. So fördern die Bayer-Stiftungen jährlich zwischen zehn und 20 Auszubildende im technisch-naturwissenschaftlichen, gesundheitlichen und kaufmännischen Bereich. Die Förderstiftung des Erzbistums Hamburg unterstützt katholische Schüler, die sich in der Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistenten oder zum Erzieher befinden. Ein Blick in die Datenbank lohnt sich.

Finanzielle Hilfen gibt es auch für junge Menschen mit körperlichen Einschränkungen. So können zum Beispiel Auszubildende, die an Morbus Crohn oder Colitisulcerosa erkrankt sind, Unterstützung beantragen. Hier hilft ein Blick auf die Homepage der Stiftung Darmerkrankungen.Der Zweck der „Thea Tietgen und Bruno Tietgen Stiftung“ gilt der Förderung der Berufsbildung im Bereich Gartenbau. Sie prämiert unter anderem besonders gute Ausbildungsleistungen.

Überhaupt rentieren sich Engagement und gute Noten während der Ausbildungszeit. So kommen herausragende Absolventen in den Genuss eines Weiterbildungsstipendiums, einem Förderprogramm des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): Über einen Zeitraum von maximal drei Jahren können die Stipendiaten Zuschüsse von jährlich bis zu 2000 Euro für Weiterbildungen beantragen, wenn sie jünger als 25 Jahre sind und bei der Gesellenprüfung mindestens 87 Punkte erreicht haben.

Auch die Sieger beim Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Landesebene sind Kandidaten einer solchen Förderung.2015 hat die Handwerkskammer Lübeck insgesamt 45 Stipendien vergeben.Betreut wird das Programm von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung gemeinnützige Gesellschaft mbH. Die Handwerks-, Industrie-und Handelskammern fungieren als Ansprechpartner. Sie wählen die Kandidaten aus und begleiteten die Stipendiaten während der gesamten Förderdauer.

Gute Noten während der Ausbildung machen aus einem Auszubildenden auch einen Kandidaten für das Aufstiegsstipendium des Bundes. Dieses Stipendium richtet sich an Azubis, die ihre Ausbildung besonders erfolgreich gemeistert haben und sich nach mindestens zweijähriger Berufspraxis dazu entschließen, zu studieren.

Übrigens: Auch wer noch keinen Ausbildungsplatz hat,kann finanziell gefördert werden.So zum Beispiel die Teilnehmerberufs vorbreitender Bildungsmaßnahmen.Finanziell unterstützt werden Lehrgangskosten, notwendige Fahrkosten und Kinderbetreuungskosten.Berufsausbildungsbeihilfe kann auch von jungen Menschen in Anspruch genommen werden,die sich auf den Hauptschulabschluss oder einen gleichwertigen Schulabschlusses vorbereiten.

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