Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Mit Sicherheit spannend
Sonderveröffentlichung Berufswelt zum Thema Ausbildung und Weiterbildung

Perspektiven Mit Sicherheit spannend

Junge Leute, die beispielsweise Polizist, privater Securitymitarbeiter oder Soldat werden wollen, sehen wirtschaftlich gesicherten Zeiten entgegen

Voriger Artikel
Die Macher von morgen
Nächster Artikel
Fördermittel im Überblick
Quelle: kaninstudio,MP2,lucadp

Gefühlt sind es gerade ganz schön unsichere Zeiten. Ob Tageszeitung, Fernsehen oder soziale Netzwerke – Terrorschlagzeilen und Kriminalität beherrschen derzeit die Medien. Flughäfen sichern sich seit einigen Jahren ab wie Fort Knox, und keine Großveranstaltung findet mehr ohne ein enormes Aufgebot an Polizei plus zusätzlicher qualifizierter Security statt. Und obwohl allgemeine Straftaten wie Diebstahldelikte oder Einbrüche bereits seit einigen Jahren rückläufig sind, zeigen Studien,dass sich die Deutschen stetig mehr Polizeipräsenz wünschen.

Die Branche für Schutz und Sicherheit boomt . Insgesamt beschäftigt die deutsche Sicherheitswirtschaft über 250 000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwölf Milliarden Euro. Davon entfiel ein Großteil von über fünf Milliarden Euro auf die privaten Sicherheitsdienstleister für Flughafensicherheit, den Schutz von Kernkraftwerken, militärischen Liegenschaften und Industrieanlagen sowie den Geld- und Wertdienste, berichtet der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) in Bad Homburg. Die Branche für Schutz und Sicherheit boomt kräftig. Damit bietet sie jungen Leuten tolle Ausbildungsperspektiven und ausgezeichnete Karrierechancen.

Das Spektrum der möglichen Berufsbilder ist breit .Wer während seiner Karriere gerne mit Menschen arbeiten und sich dabei um Sicherheit und Ordnung kümmern möchte, der kann in den unterschiedlichsten Bereichen der Branche lernen. So mag sich einer für eine Ausbildung bei der Polizei interessieren. Ein anderer hegt vielleicht den Traum,beim Bundesnachrichrichtendienst zu arbeiten – und ein Dritter denkt möglicherweise darüber nach, innerhalb des Justizvollzugs tätig zu sein. Oder soll es vielleicht eine Zukunft bei der Bundeswehr sein? Das Spektrum der möglichen Berufsbilder innerhalb des Bereichs Schutz und Sicherheit ist extrem breit.Nachwuchs ist in der Branche sehr gern gesehen. Aber eines haben alle der Sicherheits-und Ordnungsbranche gemeinsam:

Nachwuchs ist überall sehr gern gesehen. Was dieser Nachwuchs mitbringen sollte, ist keinesfalls eine Haudrauf-Mentalität nach Actionheld-Manier. So weiß  wohl jeder,dass der Polizist der Krimiserie herzlich wenig mit einem echten Polizeimeister zu tun hat. Und es ist wohl auch klar, dass der Security-Mann im Kinostreifen ganz anders agiert als die Fachkraft für Schutz und Sicherheit – so heißt der Beruf nämlich offiziell. Vielmehr braucht ein Auszubildender in Sicherheitsberufen vom ersten Tag an ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, Fingerspitzengefühl in Gefahrensituationen, viel Lust auf Teamarbeit nicht selten auch die Bereitschaft zu Schicht-, Wochenend- und Nachteinsätzen. Eine gewisse körperliche Fitness wird gefordert, dazu Geduld mit dem Gegenüber, technisches Verständnis und wegen des Jugendarbeitsschutzgesetzes häufig auch Mindesalter von 18 Jahren.

Ach ja: Außerdem ist natürlich auch immer ein einwandfreies Führungszeugnis Voraussetzung für eine erfolgreiche Bewerbung. Logo, oder?

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

Die anerkannte Ausbildung im privaten Wach- und Sicherheitsgewerbe dauert drei Jahre, der Hauptschulabschluss wird vorausgesetzt. Der Ausbilder kann ein Sicherheitsdienst sein, aber auch der Wachschutz von Industriebetrieben, ein Großveranstalter, Flughafenbetriebe, Bahnhöfe oder Verkehrsgesellschaften. Als angehende Fachkräfte für Schutz und Sicherheit schützen Auszubildende Personen, Events, Objekte, Werte oder Anlagen. Sie lernen, Gefahrensituationen einzuschätzen, Rechtsverstöße zu erkennen und technische Hilfsmittel zu handhaben. Top Chancen auf einen Ausbildungsplatz hat, wer eine gute Allgemeinbildung, technisches Wissen,Teamfähigkeit, Fitness, Belastbarkeit und Zuverlässigkeit vorweisen kann. Die Einstellungschancen sind in der aktuellen Marktlage gut, denn Sicherheitsleute sind gesucht. Wer nach der Ausbildung noch weiterkommen will und Führungskraft werden möchte, kann zum Meister für Schutz und Sicherheit aufsteigen.

Ausbildungschancen bei der Bundeswehr

Schulabgänger, die sich für eine Laufbahn bei der Bundeswehr interessieren, sollten zunächst einmal für sich selbst klären, ob sie eher eine militärische oder eine zivile Karriere anstreben. Als einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe im gesamten Bundesgebiet beschäftigt die Bundeswehr nämlich beides: rund 185 000 Soldaten und über 55000 zivile Fachkräfte. Bei letzteren geht es um die Aufgabenbereiche Technik, Rechtspflege, Verwaltung oder Wissenschaft. Wer lieber bei den Streitkräften von Heer, Luftwaffe oder Marine aktiv sein will, kann sich als freiwillig Wehrdienstleistender oder für ein Dienstverhältnis als Soldat auf Zeit bewerben. Zusammengefasst bedeutet die vielschichtige Struktur der Bundeswehr: Es sind die unterschiedlichsten Ausbildungen für sämtliche Schulabschlüsse möglich.

Laufbahn als Polizeibeamter

Die Polizei sorgt für Sicherheit, Gefahrenabwehr und Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Ob Schutz-, Wasser- oder Krimi-nalpolizei: zunächst sollten Bewerber sich für einen der drei Bereiche der Polizeiarbeit entscheiden. Voraussetzungen für die Laufbahngruppe 1 sind ein Realschulabschluss sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung. Nach zweieinhalb Jahren kann man sich dann Polizeimeister nennen. Wer die höhere Laufbahngruppe 2 für Kommissarsanwärter entern will, braucht Abi, Fachhochschulreife oder einen Meisterbrief. Die Ausbildung besteht aus einem sechssemestrigen Studiengang an einer Polizeifachhochschule, wo etwa Kriminalitätskontrolle, Verkehrssicherheitsarbeit oder Kommunikation vermittelt werden. Auch die Bundespolizei bildet aus. Einsatzorte: Grenzschutz, Bahnverkehr und Luftsicherheit. Voraussetzung ist dort der Hauptschulabschluss plus eine vorangegangene Ausbildung oder der mittlere Bildungsabschluss.

Als Brandmeister im Einsatz

Löschen, retten, bergen, schützen: Das Berufsbild des Brandmeisters ist breit gefächert. Jeden Tag warten neue Herausforderungen – am einen Einsatzort brennt es, am nächsten ist der Keller geflutet und an dritter Stelle muss ein Tier vom Baum gerettet werden. Kein Feuerwehrmann ahnt am morgen, was er bis zum Abend erlebt hat. Wer zur Feuerwehr möchte, muss einen Hauptschulabschluss sowie eine abgeschlossene Ausbildung in einem handwerklichen Beruf mitbringen. Alternativ hat man sich zuvor zum Rettungsassistenten ausbilden lassen. Zudem benötiten Bewerber einen Führerschein der Klasse B. Die Ausbildung zum Brandmeister dauert zwei Jahre, die einen Grundlehrgang an der Feuerwehrschule in Harrislee, feuerwehrtechnische Maßnahmen und Praktika in Krankenhäusern und im Einsatzdienst umfasst.

Ausbildung zum Justizwachtmeister

Justizwachtmeister übernehmen bei Gerichtsverhandlungen, bei Staatsanwaltschaften und auch in Justizvollzugsanstalten Aufgaben zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung – sowohl in den Sitzungssälen, Büroräumen, Pforten und im Außendienst. Zudem erledigen sieeinfache Verwaltungsaufgaben und Dienstgänge, zum Beispiel Aktentransporte. Von den Anwärtern im Dienst erwartet man mindestens einen Hauptschulabschluss, Verschwiegenheit, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft. Vor der eigentlichen Ausbildung steht der sogenannte Vorbereitungsdienst. Er dauert sechs Monate und umfasst sowohl einen berufspraktischen wie auch einen fachtheoretischen Abschnitt. Voraussetzung zur Zulassung ist selbstverständlich, dass man keine Vorstrafen hat. Eine vorgeschriebene Dienstkleidung während der Arbeitszeit ist Pflicht.

Beamter beim Bundesnachrichtendienst

Der Bundesnachrichtendienst (BND) ist der Auslandsnachrichtendienst Deutschlands. Er versorgt die Bundesregierung mit politischen, wirtschaftlichen und technischen Informationen über Sicherheitsentwicklungen in Ländern und Krisengebieten. Eine Ausbildung im mittleren Dienst dauert zwei Jahre und setzt den Realschulabschluss voraus. Neben Themen wie Staats-, Verwaltungs- und Beamtenrecht lernen die Anwärter anhand aktueller politischer, wirtschaftlicher oder rechtlicher Fragestellungen Informationen zu beschaffen und zu analysieren. Außerdem werden die Anwärter in einer Fremdsprache ausgebildet sowie in nachrichtendienstlichen Fachthemen, wie zum Beispiel Observation. Für Abiturienten oder Bewerber mit Fachhochschulreife kommt der gehobene Dienst in Frage, der einer dreijährigen Ausbildung bedarf. Der BND ist in Pullach in der Nähe von München und in Berlin stationiert.

Dienst als Zollbeamter

Grenzkontrollen oder Gepäck-und Fracht-Checks liegen in den Händen der Zollbeamten. Sie bekämpfen auch beispielsweise die Organisierte Kriminalität, Schwarzarbeit und Schmuggeleien. Außerdem checken sie, welche Waren in Schiffen oder Flugzeugen über die Grenze gehen. Eine Ausbildung im gehobenen Zolldienst dauert drei Jahre. Sie besteht aus mehreren Studienabschnitten und praktischen Einsätzen. Voraussetzung für eine Ausbildung im gehobenen Dienst ist das Abitur. Mit einem Realschulabschluss kann man eine zweijährige Ausbildung im mittleren Zolldienst anstreben, die zu gleichen Teilen aus Theorie und Praxis in einem Hauptzollamt, beim Wasserzoll oder bei einem Zollkriminalamt besteht. Ganz gleich, ob mittlerer oder gehobener Dienst: Die Bewerber sollten körperlich fit sein und der Umgang mit Schusswaffen darf ihnen keine Angst machen.

Beamter im Allgemeinen Vollzugsdienst

Beamte im Allgemeinen Vollzugsdienst wirken darauf hin, dass Gefangene in der Justizvollzugsanstalt ein verantwortungsbewusstes, geordnetes Zusammenleben führen. Sie beobachten deren Verhalten, regen sinnvolle Aktivitäten der Insassen an, leiten die Arbeit in den Arbeitsbetrieben der JVA an und halten die Gefangenen zu Sauberkeit an. Zur Arbeit der Beamten im Allgemeinen Vollzugsdienst gehört auch das erstellen von Dienstplänen, die Postkontrolle oder das Anfertigen von Stellungnahmen. Zudem werden Beamte im Allgemeinen Vollzugsdienst an der Waffe ausgebildet. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und enthält theoretische und praktische Abschnitte. Um zugelassen zu werden, benötigt man einen Realschulabschluss. Alternativ: Man hat den Hauptschulabschluss plus eine sogenannte „förderliche“ Berufsausbildung beziehungsweise eine öffentlich-rechtliche Ausbildung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Freie Ausbildungsplätze für Lübeck und die Region bietet das Stellenmarktportal der Lübecker Nachrichten LN-Jobs.de. mehr