Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Ein bisschen Extra-Geld: Nebenjob mit Arbeitgeber absprechen
Was kann ich wo studieren? Welcher Beruf passt zu mir? Hier informieren wir Sie über alles Wissenswerte zum Thema Studium und Beruf.

Nürnberg Ein bisschen Extra-Geld: Nebenjob mit Arbeitgeber absprechen

Der eine will seine Wohnung sanieren, der andere ein neues Auto kaufen: Stehen größere Ausgaben an, reicht das Gehalt oft nicht aus. Eine Option ist dann, an den Wochenenden etwas dazuzuverdienen. Mitarbeiter müssen vorab aber ein paar Punkte klären.

Voriger Artikel
Wie werde ich...? Detektiv/in
Nächster Artikel
Rekorde an der Alma Mater - Skurile Fakten rund um die Uni

Neben dem Vollzeitjob noch im Café arbeiten: Wer das machen will, muss aufpassen, dass er nicht gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt.

Quelle: Andrea Warnecke

Nürnberg. Neben dem Vollzeitjob im Büro noch Stunden als Yoga-Lehrer geben oder am Wochenende im Café aushelfen: Mit solchen Nebenjobs lässt sich das Gehalt aufbessern. Doch nicht jeder Arbeitgeber sieht das gern.

Nicht immer ist der Arbeitgeber mit dem Nebenjob eines Mitarbeiters einverstanden. Bevor Mitarbeiter einen zweiten Job annehmen, sollten sie deshalb ein paar Punkte checken. In vielen Fällen ist so ein Vorhaben kein Problem. Doch wer allzu sorglos ist, handelt sich im schlimmsten Fall eine fristlose Kündigung ein.

Als erstes wirft man idealerweise einen Blick in den Arbeitsvertrag. Im Grundsatz kann der Arbeitgeber es seinen Mitarbeitern nicht verbieten, eine Nebentätigkeit aufzunehmen. Das ergibt sich aus dem Grundgesetz: Nach Artikel 12 hat jeder das Recht, seinen Beruf frei auszuüben. Auch vom Arbeitgeber darf niemand eingeschränkt werden. Doch viele Firmen möchten über die Zweitjobs zumindest Bescheid wissen.

Häufig sind deshalb in Arbeitsverträgen Klauseln zu finden, die besagen, dass der Mitarbeiter den Arbeitgeber vor Aufnahme einer Nebentätigkeit informieren muss, sagt Prof. Jobst-Hubertus Bauer. Er ist Fachanwalt für Arbeitsrecht in Stuttgart. Ist das der Fall, sollten Mitarbeiter Bescheid sagen, sonst droht ihnen eine Abmahnung.

Steht im Arbeitsvertrag nichts zum Thema Nebenjob, müssen Mitarbeiter den Chef nicht einweihen. Eine Sonderregelung gibt es allerdings für Beamte: Sie müssen dem Arbeitgeber eine Nebentätigkeit immer anzeigen und sie sich auch genehmigen lassen. Aber auch grundsätzlich gibt es Ausnahmen:

Wettbewerbsverbot: Heikel wird es, wenn der Mitarbeiter dem Arbeitgeber mit dem Nebenjob Konkurrenz macht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Friseur nach Feierabend auf eigene Rechnung Haare schneidet. Eine Nebentätigkeit aufzunehmen, die in Konkurrenz zum Arbeitsverhältnis steht, ist nach Paragraf 60 Handelsgesetzbuch unzulässig. Wer das ohne Erlaubnis macht, handelt sich im schlimmsten Fall sogar eine fristlose Kündigung ein.

Wer einen Nebenjob machen will, der möglicherweise gegen das Wettbewerbsverbot verstößt, sollte sich deshalb immer die Genehmigung des Arbeitgebers einholen - unabhängig davon, ob der Arbeitsvertrag das verlangt oder nicht. Spricht der Arbeitgeber die Genehmigung aus, brauchen Mitarbeiter das schriftlich, falls es darüber zum Streit kommt.

Arbeitszeitgesetz: Der Arbeitgeber kann einen Nebenjob außerdem untersagen, wenn Mitarbeiter dadurch gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen. Das schreibt zum Beispiel vor, dass sie im Durchschnitt nicht mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten dürfen. Wer also bereits einen Arbeitsvertrag über 39 Stunden pro Woche hat, darf maximal neun Stunden darüber hinaus pro Woche arbeiten, erläutert Michael Eckert, Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Leistungsabfall: Arbeitgeber können den Nebenjob auch dann untersagen, wenn ein Mitarbeiter aufgrund der Doppelbelastung seine Leistung nicht wie gehabt erbringt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn er im Hauptjob ständig übermüdet oder häufig krank ist. Auch eine einmal erteilte Genehmigung kann er aus diesen Gründen jederzeit zurückziehen. Gehen Mitarbeiter der Nebentätigkeit dann trotzdem weiter nach, handeln sie sich ebenfalls eine Abmahnung ein.

Grundsätzlich gilt: Untersagt der Arbeitgeber im Nachhinein einen Nebenjob, besteht der Vergütungsanspruch des Mitarbeiters im Hauptjob jedoch auf jeden Fall fort.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Studium und Beruf
  • Events & Veranstaltungen

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Urlaub & Reisen
    Unser Reiseportal

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Shopping & Lifestyle
    Unser Lifestyle-Portal

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

  • Essen & Trinken

    Tipps & Tricks, Rezepte und kulinarischer Genuss: Alles rundum das Thema Essen & Trinken finden Sie hier. mehr

Sudoku

Bleiben Sie geistig aktiv – mit japanischem Gehirnjogging.

Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.