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Detektive für eine Stunde: Ein Raum, ein Rätsel und ein Schlüssel

"Escape Games" Detektive für eine Stunde: Ein Raum, ein Rätsel und ein Schlüssel

Bei „Keyzone“ müssen die Spieler binnen 60 Minuten den Weg aus einem Hotelzimmer finden, indem sie Hinweise kombinieren.

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Auf Spurensuche: Mathis (v. l.), Natalie, Denise und Guillaume durchkämmen das Hotelzimmer nach Hinweisen nach dem Schlüssel.

Quelle: Fotos: Modrow

Eine Streichholzschachtel, ein Buch, ein Schlüssel, Zeitungsausschnitte. Das haben Natalie, Denise, Guillaume und Mathis schon gefunden, während sie mal mehr, mal weniger systematisch das kleine Hotelzimmer durchkämmen. „Ich schaue nochmal hier im Schrank“, sagt Natalie und beginnt die Schubladen zu inspizieren. Die Anzahl an möglichen Hinweisen, die auf dem Bett ausgebreitet werden, wächst. Jetzt hat das Team eine Taschenlampe gefunden. Nervös leuchtet Mathis durchs Zimmer, um noch mehr Geheimnisse zu entdecken. Denn die Zeit rennt.

Die Journalistin Anne Niemayer ist verschwunden. Nicht spurlos, sie hat eine ganze Menge in diesem Hotelzimmer hinterlassen. Beweisstücke. Einer Lübecker Verbrecherbande war sie auf die Spur gekommen. Doch nun müssen Mathis, Natalie, Denise und Guillaume in weißen Spurensucher-Schutzanzügen das Rätsel lösen, bevor die Bande die vier auch noch erwischt. Die Uhr läuft: Noch 38 Minuten.

Im Nebenzimmer sitzen Tjorven Stamer und Jana Löwe hingegen ganz entspannt. Sie beobachten das Team über den Computerbildschirm, belauschen es über ein Mikrofon und passen auf, was die vier schon gefunden haben. Das hakt Tjorven Stamer dann auf einer Liste ab, um nicht den Überblick über die Rätsel zu verlieren, die in dem Raum versteckt sind. „Sie sind ziemlich gut in der Zeit“, sagt der 23-Jährige über das Team, das sich nicht umsonst „Die Füchse“ genannt hat.

Insgesamt 60 Minuten haben die Studenten Zeit, an den Schlüssel zu kommen, der sie wieder aus dem Zimmer bringt, in dem sie für dieses „Escape Game“ eingeschlossen sind. Doch wie der Name schon sagt: Es ist alles nur ein Spiel. Aber das Erlebnis soll so echt wie möglich sein. Ein Kontrapunkt zu den virtuellen Welten eines Computerspiels. Deshalb gibt es die Geschichte, das absolut echt aussehende Hotelzimmer, die Schutzanzüge.

Nur wenn es beim Rätsellösen hakt, schickt der „Game Master“ Tjorven Stamer dem Team eine Nachricht über den Fernsehbildschirm im Hotelzimmer: „Schaut noch einmal genau, was in der Streichholzschachtel liegt.“ Das lassen sich die Spurensucher nicht zweimal sagen. „Jedes Team hat ganz andere Gedankengänge“, sagt der Game Master. „Das ist jedes Mal spannend.“

In den USA oder Großbritannien etwa ist diese Art des besonderen Rätselns, das tatsächlich ursprünglich durch Computerspiele inspiriert worden ist, schon seit einigen Jahren höchst beliebt. Manche Rätselräume sind rund um die Uhr ausgebucht. „Key Zone“ ist der erste sogenannte „Escape Room“ in Lübeck. Jana Löwe ist dafür in Hamburg inspiriert worden: „Wir haben letztes Jahr im Dezember auf einem Betriebsausflug einen Escape Room besucht und fanden es klasse“, sagt die 37-Jährige.

Mit ihrem Mann Thomas und einem befreundeten Paar, Nadine und Patrick Reiher, setzte sie sich schließlich zusammen und begann, unter dem Namen „Keyzone“ auch einen Escape Room für Lübeck zu entwickeln. In der Beckergrube fanden sie Räume, sponnen an der Geschichte um die fiktive Figur Anne Niemayer, die einen Bezug zur Hansestadt hat. „Aus dieser Geschichte haben sich dann auch die Rätsel und die Einrichtungsgegenstände ergeben“, sagt Löwe. Lübeck-Bilder sind im Raum zu finden, auch die Lokalzeitung. Und viele Schlösser, die es zu knacken gilt.

Die „Füchse“ haben gerade das nächste bezwungen und geben Jubelschreie von sich. „Ich habe extra noch die ,Drei ???’ gehört, um mich vorzubereiten“, sagt Mathis. Doch so richtig geholfen hat das nicht. „Man versucht, in jeden Hinweis etwas hineinzulesen“, sagt Denise. „Aber manches ist auch einfach nur Deko.“ Nach knapp 50 Minuten können die vier die Tür zum Hotelzimmer öffnen, indem es inzwischen sehr warm geworden ist – vom angestrengten Denken und Herumwirbeln.

Doch dass die Zeit so schnell verging, hat das Viererteam gar nicht gemerkt. „Der Spaßfaktor war definitiv hoch“, sagt Denise, als sie aus dem Schutzanzug steigt. Mit einem Filzstift verewigt sich die Gruppe mit ihrer Spielzeit auf der Wand. Und will wiederkommen: Denn das „Key Zone“-Team entwickelt gerade einen neuen Rätselraum – ein Labor.

Es gibt immer einen Notfallschlüssel

Das Escape Game von „Keyzone“ in der Beckergrube 43-47 in Lübeck ist für zwei bis fünf Spieler ab 16 Jahren. Man muss nicht mutig sein, denn auch, wenn die Spieler den Schlüssel nicht finden, werden sie nach 60 Minuten befreit. Es gibt immer einen Notfallschlüssel im Raum, falls die Spieler sich vorzeitig befreien müssen.

Mehr zur Buchung und weitere Infos gibt es unter www.key-zone.de. Weitere Escape Rooms in anderen Städten gibt es unter www.escaperoomgames.de. Eine Übersicht über Spiele und Räume in verschiedenen Städten gibt es auch unter www.Escape-Game.org.

 Lena Modrow

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