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Eine Tour an der Elbe, durch Dörfer und Heidelbeerfelder

Radtour im Kreis Herzogtum Lauenburg Eine Tour an der Elbe, durch Dörfer und Heidelbeerfelder

Die Sommerredaktion ist dieses Mal im Kreis Herzogtum Lauenburg auf Fahrradtour. Hier liegen historische Gebäude und idyllische Natur dicht beieinander. Die 54 Kilometer lange Route fällt in die Kategorie "Schwierigkeitsgrad: mittel".

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Am Elbe-Lübeck-Kanal kann man bei der Fahrt Boote sehen: LN-Volontär
Hannes Lintschnig radelt in der Nähe von Dalldorf.

Quelle: Fotos: Malzahn, Lintschnig

Es ist ziemlich verschlafen in Schulendorf. In der etwa 500-Einwohner großen Ortschaft scheint noch alles seine Ordnung zu haben. Auf der Fahrradtour durch den Kreis Herzogtum Lauenburg radelt die LN-Sommerredaktion von Schulendorf zum Gut Wotersen, durch viele kleine Dörfer und am Elbe-Lübeck-Kanal entlang bis nach Schnakenbek und von dort über Gülzow zurück nach Schulendorf. Neben idyllischer Dörfchen und kleinen Wäldchen wartet etwas ganz Besonderes auf die Radler: Die Heidelbeeren auf dem Hof Pehmöller in Schnakenbek sind gerade reif geworden.

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Doch bevor die süßen Beeren vernascht werden können, wird erst einmal in die Pedale getreten. Von Schulendorf aus schlängeln sich kleine Wege zwischen den Feldern über Groß Pampau bis zum Gut Wotersen. Hier fällt einem das Schloss Wotersen sofort ins Auge. Das imposante Barockgebäude war fast drei Jahrhunderte im Besitz der adligen Familie Bernstorff. Heute dient das Schloss unter anderem als Kulisse für Konzerte beim Schleswig-Holstein Musik Festival.

Ein ganz besonderes Ambiente und ein ganz besonderes Bauwerk: Das Schloss Wotersen wurde durch die ZDF-Fernsehserie „Das Erbe der Guldenburgs“ bundesweit bekannt.

Ein ganz besonderes Ambiente und ein ganz besonderes Bauwerk: Das Schloss Wotersen wurde durch die ZDF-Fernsehserie „Das Erbe der Guldenburgs“ bundesweit bekannt.

Quelle:



Vom nördlichsten Punkt der Radtour geht es dann weiter nach Siebeneichen. Ein Blick auf das kleine Kirchengebäude im Ortskern lohnt sich in jedem Fall. Durch kleine Waldwege und von Feldern umgeben erreicht man bald das Dörfchen Witzeeze. Einige Bänke und Sitzmöglichkeiten laden entlang des Elbe-Lübeck- Kanals zu einer Verschnaufpause ein. Dabei lassen sich hervorragend kleine Dampfer beobachten, die gemächlich auf dem Kanal schippern — Entspannung pur.

Ganz anders sieht es auf dem Heidelbeerhof Pehmöller in Schnakenbek kurz hinter Lauenburg aus. „Ich habe wirklich alle Hände voll zu tun“, sagt Christian Pehmöller, Betreiber des Heidelbeerhofes.

Die ersten Heidelbeeren sind vor etwa einer Woche reif geworden. Jetzt beginnt für Hofeigentümer Christian Pehmöller die Ernte.

Die ersten Heidelbeeren sind vor etwa einer Woche reif geworden. Jetzt beginnt für Hofeigentümer Christian Pehmöller die Ernte.

Quelle:



Denn am kommenden Wochenende steigt wieder das große Heidelbeerfest auf seinem Hof. Dafür muss er noch einiges vorbereiten. „Der gesamte Bullenstall muss ausgeräumt werden, schließlich wird hier das große Café mit den leckeren Heidelbeertorten sein.“ Außerdem muss Pehmöller noch eine Bühne für Live-Musik organisieren, eine Landmaschinen-Ausstellung und eine Hüpfburg für Kinder.

Ein bisschen Zeit zum Heidelbeerpflücken hat Pehmöller aber doch noch. „Es passt perfekt in diesem Jahr. Die ersten Beeren sind gerade reif — pünktlich zum Fest.“ Auf den drei Hektar sind schon einige dicke, blaue Beeren zu finden. „Manche sind etwas süßer, andere eher spritziger“, sagt Pehmöller, der neun verschiedene Sorten anbaut. Das Selbstpflücken ist sehr beliebt bei den Gästen. „Aber am Sonntag haben wir genug zu tun, da können wir das Selbstpflücken nicht auch noch organisieren.“

Gestärkt durch eine Heidelbeersaftschorle geht‘s weiter. Nicht weit entfernt von Pehmöllers Hof kann man die Ertheneburg besichtigen — also den Platz, an dem die Burg im zwölften Jahrhundert stand, bevor Heinrich der Löwe sie in Brand setzte. Aber auch wenn man von dem Bau kaum etwas erkennen kann: Der Blick über die Elbe ist einmalig.

Die Kirche in Siebeneichen wurde 1753 erbaut. Der Turm ist 33 Meter hoch.

Die Kirche in Siebeneichen wurde 1753 erbaut. Der Turm ist 33 Meter hoch.

Quelle:



Nicht weit davon entfernt kann man sich auf einem Mini-Strandabschnitt entspannen oder sich im Fluss abkühlen, bevor es zur letzten Etappe geht.

Über Krüzen und Gülzow erreicht man nach kurzer Zeit wieder den Ausgangspunkt in Schulendorf. Die mehr als 50 Kilometer merkt man dann doch ein wenig in den Beinen. Aber — so erschöpft man auch ist — die Radtour hat sich gelohnt. Schließlich hat man eine Menge erlebt.

Hannes Lintschnig

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